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Trotz Strafzöllen US-Handelsdefizit auf höchstem Stand seit zehn Jahren

Trotz Strafzöllen ist das Defizit in der US-Handelsbilanz auf ein Zehn-Jahres-Hoch gestiegen. Donald Trump entfernt sich damit von seinem Ziel.
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Der US-Präsident hat immer wieder erklärt, sein Land werde von wichtigen Handelspartnern wie der Volksrepublik China ausgenutzt. Quelle: AFP
Donald Trump

Der US-Präsident hat immer wieder erklärt, sein Land werde von wichtigen Handelspartnern wie der Volksrepublik China ausgenutzt.

(Foto: AFP)

DüsseldorfDonald Trump will die Handelsbilanz der USA möglichst ausgleichen. Bei seinem Vorhaben kommt er aber nicht so recht voran: Im Jahr 2018 übertrafen die Importe die Exporte um 621 Milliarden US-Dollar, wie das US-Handelsministerium am Mittwoch bekanntgab. Das ist ein Anstieg um rund zwölf Prozent im Vergleich zu 2017, im Vorjahr hatte die Differenz noch bei gut 552 Milliarden Dollar gelegen.

Die Entwicklung ist vor allem auf zwei Effekte zurückzuführen. Durch Trumps Steuersenkungen steigt die Binnennachfrage und damit trotz diverser Strafzölle die Importnachfrage, gleichzeitig reduzieren der starke US-Dollar und der vom Zaun gebrochene Handelsstreit die Exporte.

Das politisch besonders heikle Handelsdefizit mit China weitete sich dabei um fast zwölf Prozent auf den Rekordwert von 419 Milliarden Dollar aus. Auch gegenüber Mexiko (81,5 Milliarden Dollar) und der Europäischen Union (169,3 Milliarden Dollar) stieg das Defizit auf einen Höchstwert. Allein im Verhältnis zu Deutschland betrug das Handelsdefizit der USA 68,3 Milliarden Dollar. 

US-Präsident Donald Trump hat immer wieder erklärt, sein Land werde von wichtigen Handelspartnern wie der Volksrepublik China ausgenutzt. Die USA haben deshalb Zölle gegen China, aber auch die EU und andere Wirtschaftsräume verhängt, um das Handelsungleichgewicht zu reduzieren.

Grafik

Ein Handelsabkommen mit China ist Insidern zufolge in greifbarer Nähe. Damit könnte eine neue Runde höherer Zölle der USA auf chinesische Waren im Wert von 200 Milliarden Dollar abgewendet werden. Trump und Chinas Staatschef Xi Jinping könnten die Einigung noch in diesem Monat auf einem Gipfel besiegeln.

In der Vergangenheit hatte Trump regelmäßig das Handelsbilanzdefizit angeführt, um seinem Vorgänger als US-Präsident, Barack Obama, Versagen vorzuwerfen. In seiner bislang zweijährigen Präsidentschaft hat sich das Defizit allerdings um 119 Milliarden Dollar erhöht.

Mit Material von Reuters.

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2 Kommentare zu "Trotz Strafzöllen: US-Handelsdefizit auf höchstem Stand seit zehn Jahren"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Versucht mal, einem marinierten Mattjes Wirtschaftsmathematik oder Statistik beizubringen.

    Na also.

    Da hilft an legalen Maßnahmen nur Aussitzen :-((

  • Im Umkehrschluss wird Donald Trump wohl der Meinung sein, dass die Importzölle eher bei 100 Prozent als bei lächerlichen 10 Prozent liegen müssen um den Kostenvorteil der Chinesen zu beseitigen. Wieviele chinesische Unternehmen produzieren eigentlich in den USA und schaffen dort Arbeitsplätze?