Trump delegiert Wahlversprechen Kushner übernimmt Spezialeinheit im Weißen Haus

Eine mächtige neue Behörde im Weißen Haus soll wichtige Trump-Projekte wie die Radikalreform der Bundesverwaltung vorantreiben. Geführt wird das Amt von Jared Kushner. Der weiß, was der Schwiegervater von ihm erwartet.
Update: 27.03.2017 - 11:48 Uhr 5 Kommentare
Der Schwiegersohn des US-Präsidenten Donald Trump soll wichtige Wahlversprechen umsetzen. Quelle: AP
Jared Kushner

Der Schwiegersohn des US-Präsidenten Donald Trump soll wichtige Wahlversprechen umsetzen.

(Foto: AP)

US-Präsident Donald Trump delegiert einige seiner zentralen Wahlversprechen an seinen Schwiegersohn Jared Kushner. Kushner, Ehemann von Trump-Tochter Ivanka, soll im Weißen Haus eine neu geschaffene Abteilung führen: Das „White House Office of American Innovation“. Es soll nur dem Präsidenten selbst unterstellt sein. Zu den Personen, die an den Plänen für das Büro mitgewirkt haben, gehören auch der Direktor des nationalen Wirtschaftsrats, Gary Cohn und die stellvertretende nationale Sicherheitsberaterin Dina Powell.

Kushners Aufgabenliste gleicht einem Mammutprogramm. So soll sich die neue Einheit unter anderem um die Instandsetzung der Bundesbürokratie, eine Reform der Veteranen-Versorgung und den Kampf gegen Drogenmissbrauch kümmern. Intern werde die neue Abteilung als eine Spezialeinheit strategischer Berater gesehen, berichtet die Washington Post. Diese Berater sollen sich aus ehemaligen Managern rekrutieren. Auch die Tech-Größen aus dem Silicon Valley sollen Kushners Team zur Seite stehen.

Das ist die neue Familie im Weißen Haus
Familie Trump bei Siegeskundgebung
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Der 45. Präsident der USA heißt Donald Trump – und die First Lady Melania. Für den Wahlsieger spielte seine Familie eine wichtige Rolle im Wahlkampf. Denn Donald Trump misstraut den meisten politischen Beratern. Nur seine engsten Angehörigen dürfen ihm ihre Meinung sagen und Ratschläge abgeben. Ob er auch als nächster Präsident der USA auf seine Familie setzt? Die neue Familie im Weißen Haus im Überblick.

Ivanka Trump
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Trumps Tochter Ivanka zeichnete im Wahlkampf ihres Vaters das Bild eines Menschen mit unglaublichen Fähigkeiten für die USA. Das Verhältnis zwischen Vater und Tochter soll so stark sein, dass sich US-Medien zeitweise ernsthaft mit der Möglichkeit beschäftigten, dass Trump seine Tochter zu seiner Stellvertreterin ernennen könnte. Die 34-Jährige zielte vor allem auf weibliche Wähler ab. Sie hat Wirtschaft studiert und führt gemeinsam mit Donald und Eric das operative Geschäft bei der Trump Organization. Ivanka Trump ist die Tochter von Trumps Ex-Frau Ivana.

Donald Trump Jr
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„Es ist mir eine Ehre, heute Abend in der Lage zu sein, Donald Trump über die nötige Hürde der Delegiertenstimmen zu verhelfen.“ Das sagte Donald Trump Jr. in Cleveland bei der Bekanntgabe der Delegiertenstimmen aus Trumps Heimatstaat New York. Diese verhalfen dem Präsidentschaftskandidaten formal zur Mehrheit in den Vorwahlen. „Glückwunsch, Dad. Wir lieben dich!“, rief er. Donald Trump Jr. ist der älteste Sohn des Kandidaten und Vizepräsident der Trump Organization. Studiert hat er genauso wie seine Halbschwester Tiffany in Philadelphia. Trump ist seit 2005 mit Vanessa Haydon verheiratet und hat fünf Kinder.

Tiffany Trump
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Trumps jüngste Tochter, Tiffany Trump, empfahl ihren Vater in ihrer Parteitagsrede als „natürlichen Mutmacher.“ Er habe sie dazu motiviert, ihr Bestes zu geben, sagte die 22-Jährige. Vor den Delegierten legte sie während der Vorwahlen zudem Zeugnis über den Charakter ihres Vaters ab...

Tiffany Trump
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Es sei Trumps Art, nie zurückzuweichen oder sich von Angst blockieren zu lassen, sagte Tiffany Trump. Ihr Vater würde nie jemandem raten, Ansprüche herunterzuschrauben oder einen Traum aufzugeben. Die 22-Jährige ging aus der Ehe mit der Schauspielerin Marla Maples hervor, mit der Donald Trump von 1993 bis 1999 verheiratet war. Tiffany Trump hat in diesem Jahr ihren Abschluss an der Universität von Pennsylvania gemacht. Ihr gehören drei Trump-Gebäude.

Eric Trump
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Auch Eric Trump hielt eine Rede auf seinen Vater. Er ist der Sohn von Ivana Trump, der ersten Ehefrau des Milliardärs.

Eric Trump
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Seine Ehefrau Lara Yunaska stand ihm bei jeder Wahlkampfveranstaltung seines Vaters zur Seite. Eric ist der Sohn von Ivana Trump, Trumps erster Ehefrau. Im Jahr 2012 wurde Eric vom „Forbes“-Magazin zu einem der Top 30-Immobiliengurus gekürt. Er leitet gemeinsam mit seinen Geschwistern das Trump-Imperium und ist Gründer.

Der Washington Post bestätigte US-Präsident Trump diese Pläne: „Ich habe dem amerikanischen Volk versprochen, Ergebnisse zu produzieren und meine ‚vor dem Zeitplan, unter dem Budget‘-Mentalität auf die Regierung anzuwenden“, sagte Donald Trump der Zeitung. Kushner sagte, die Regierung soll wie ein großes amerikanisches Unternehmen funktionieren. „Wir hoffen, dass wir für unsere Kunden, die Bürger, Erfolg und Effizienz erreichen können.“ Dafür werde sein Team führende Talente aus Wirtschaft und Regierung zusammenbringen.

Noch heute soll das Projekt offiziell verkündet werden. Trump plant die Bekanntgabe des neuen Büros zu einem Zeitpunkt, an dem sich seine noch junge Regierung auf einem Tiefpunkt befindet. Am Freitag war der republikanische Gesetzentwurf, das als „Obamacare“ bekannte Gesundheitsgesetz aufzuheben und zu ersetzen, im Repräsentantenhaus gescheitert. Dabei waren tiefe Spaltungen innerhalb der republikanischen Partei offengelegt worden.

Für Kushner bedeutet die neue Rolle einen weiteren Aufstieg innerhalb des Weißen Hauses. Auch im Vergleich mit Chefstratege Steve Bannon, der in dem neuen Amt keine offizielle Rolle spielen soll, positioniert er sich nun besser. Der 36-jährige Immobilien-Manager ist bereits ein wichtiger Trump-Berater, der zum Beispiel auch mit dem Personal des Weißen Hauses und mit den bilateralen Beziehungen zu China, Mexiko, Kanada und den Staaten des Nahen Ostens beschäftigt ist.

Nach Angaben aus Regierungskreisen hatte die Arbeit für das Innovationsbüro kurz nach dem Amtsantritt Trumps Ende Januar begonnen. Die beteiligte Gruppe habe sich seitdem getroffen und damit begonnen, mit Geschäftsführern aus diversen Sektoren zu sprechen. Trumps Tochter Ivanka, die mit Kushner verheiratet ist, wird sich bei Themen engagieren, auf die sie sich konzentriert hat. Ivanka Trump hat ein Büro im Westflügel des Weißen Hauses, aber keinen offiziellen Job.

„Wir hatten das wunderschönste Stück Schokoladenkuchen“
Trump über den Raketenangriff in Syrien
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„Wir hatten das wunderschönste Stück Schokoladenkuchen, dass Sie sich vorstellen können und Präsident Xi hat es genossen. Da habe ich die Nachricht bekommen, dass die Kriegsschiffe bereit seien und was ich tun wolle. Also haben wir den Beschluss gefasst, es zu tun – und die Raketen waren auf ihrem Weg. (...) Und alle haben getroffen.“

US-Präsident Donald Trump über das Abendessen mit dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping im Interview mit Maria Bartiromo vom Fox Business Network.

Trump über seine Popularität
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„Ich könnte mitten auf der 5th Avenue stehen und auf jemanden schießen und ich würde trotzdem keine Wähler verlieren.“

Trump zu seinen Wahlkampfausgaben
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„Ich brauche kein Geld von irgendwem. Ich brauche die Lobbyisten nicht. Ich brauche die Spender nicht. Das ist mir egal. Ich bin wirklich reich.“

Trump über die US-Journalistin Arianna Huffington
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„Sie ist unattraktiv - von außen und von innen. Ich verstehe vollkommen, warum ihr früherer Ehemann sie für einen Mann verlassen hat.“

Trump über seinen Körper
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„Meine Finger sind lang und schön, wie, wie gut dokumentiert wurde, auch andere Teile meines Körpers.“

Trump zur geplanten Reform des Gesundheitssystems
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„Ich muss Ihnen sagen, das ist eine unglaublich komplexe Sache. Niemand wusste, dass das Thema Gesundheitswesen so kompliziert sein könnte.“

Trump zu Abhörvorwürfen gegen Obama und dem Angriff der US-Geheimdienste auf Merkels Handy
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„Zumindest haben wir vielleicht etwas gemeinsam.“

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5 Kommentare zu "Trump delegiert Wahlversprechen: Kushner übernimmt Spezialeinheit im Weißen Haus "

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  • Und von wem lässt sich der feine Geschäftsmann BEZAHLEN? Der wird ja wohl garantiert nichts für umsonst tun.

  • Trump ist ganz Geschäftsmann er treibt Projekte voran. Gut so!

  • Kushners geschäftlichen Verwicklungen mit Israel könnten auch die US-Politik im Nahen Osten problematisch beeinflussen. Schon jetzt ist man in Israel höchst alarmiert über das Erstarken von Assad gemeinsam mit iranischen Milizen wie der Hisbollah. Israel erwägt, sogar mit Saudi-Arabien, den Feinden Irans, zusammenzuarbeiten, damit deren Einfluss geschwächt wird. Das wären schlechte Neuigkeiten für alle Putinisten, die sich eine Vorherherrschaft Russlands mit dem Iran in der Region wünschen. Gemeinsam mit Trumps Aussage, die USA müssten wieder Kriege gewinnen, gepaart mit seiner katastrophalen innenpolitischen Schwäche, könnte dies der nächste Big Bullshit seiner inkompetenten Regierung werden.

  • Wenn der gute Herr Trump nicht über seine Ignoranz oder sein Kindergartengehabe stürzt dann über seine Vetternwirtschaft.

  • Eine umfassende, radikale Verwaltungsreform würde auch dem Deutschen und dem Schweizerischem Staatsapparat gut tun.

    In Deutschland ist die Verwaltung seit dem WKII gewuchert und gewachsen. Häufig haben Behörden zusätzliche Aufgaben erhalten. Weniger aktuelle Aufgaben haben nicht immer zum Verschwinden der verantwortlichen Behördenteile geführt. Vielfach wurden Behörden und Stellen gem. der politischen Ideologie heraus geschaffen.

    In der Schweiz sind die Verhältnisse übersichtlicher. Der Steuer- und Stimmbürger ist interessierter als in Deutschland. Die Strukturen sind schlanker und effizienter als in D. Dennoch ist die Bundesverwaltung schneller gewachsen als die Bevölkerung. Die Frankenaufwertungen haben im Gegensatz zur Privatwirtschaft nicht zur Einkommensdämpfung geführt, so dass Schweizer Bundesangestellte relativ gut verdienen. Es sind zahlreiche parasitäre Institutionen, Beratungsstellen etc. hinzugekommen.

    Herausfordernd ist in Deutschland dass Staatsbedienstete kaum kündbar sind. Insofern ist eine Reform der staatlichen Institutionen herausfordernd.

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