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Trump in Brüssel Rüpel-in-Chief

Unberechenbar und ohne Rücksicht auf Konventionen: So gibt sich Donald Trump gerne. In Brüssel hat der US-Präsident dies nun erneut gezeigt – mit einer Verbal-Attacke auf Deutschland und einem rüden Schubser.
26.05.2017 Update: 26.05.2017 - 10:18 Uhr 12 Kommentare

„Mach mal Platz“ – hier schiebt Trump einen Regierungschef zur Seite

Brüssel So fühlt sich „America First“ an: Donald Trump kommt aus dem Hintergrund, drängelt sich nach vorne, schiebt den Ministerpräsidenten von Montenegro zur Seite, um neben Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg ganz vorne auf dem Gruppenfoto zu stehen. Mit stolzem Blick richtet der US-Präsident sein Jackett.

Die Würdenträger der Nato-Staaten hatten es am Donnerstag nicht leicht mit dem neuen Mann aus dem Weißen Haus. In seiner Rede bei einer Zeremonie vor dem neuen Hauptquartier des Bündnisses las Trump den Verbündeten die Leviten und verlangte, dass diese mehr Geld lockermachen.

Die Wirtschaftsdelegation von Donald Trump
Chuck Robbins
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Der CEO von Cisco begleitet den US-Präsidenten auf seiner Reise. Cisco ist ein US-amerikanisches Unternehmen aus der Telekommunikationsbranche und der weltweit führende Anbieter im IT-Bereich.

(Foto: Reuters)
Jeff Immelt
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Der Wirtschaftsmanager ist ebenfalls mit dem US-Präsidenten auf Reise. Er ist seit 2001 der CEO von General Electric, einem der größten Mischkonzerne weltweit.

(Foto: Reuters)
Andrew Liveris
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Der australisch-US-amerikanische Manager leitet als CEO den Konzern Dow Chemical. Liveris soll einen guten Draht zu Donald Trump haben und ist Teil der Wirtschaftsdelegation.

(Foto: Reuters)
Michael Corbat
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Der Chef der US-Großbank Citi begleitet den Präsidenten. Die Citigroup ist ein Finanzdienstleister mit Hauptsitz in New York

(Foto: Reuters)
Amin Nasser
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Der CEO des Öl-Konzers Saudi Aramco ist auch Teil der Wirtschaftsdelegation. Nasser ist seit über 30 Jahren für das Unternehmen tätig.

(Foto: Reuters)
Yousef Al-Benyan
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Der Geschäftsmann ist seit 2015 CEO von Sabic, einem saudi-arabischen Chemie- und Metall-Konzern. Auch er reist mit dem US-Präsidenten.

(Foto: Reuters)
Lubna Olayan
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Die saudi-arabische Geschäftsfrau ist CEO der Olayan Financing Company. Olayan wurde 2005 als eine der 100 einflussreichsten Frauen der Welt im Time Magazine gelistet. Zurzeit ist sie mit Donald Trump auf Reise.

(Foto: Reuters)

Aber nicht nur Dusko Markovic, der Regierungschef aus Montenegro, und die versammelten Nato-Vertreter bekamen bei Trumps Brüssel-Besuch ihr Fett weg. Zuvor, beim Treffen mit EU-Vertretern, wurde Trump einem Medienbericht zufolge auch ausfällig gegen Deutschland. „Die Deutschen sind böse, sehr böse“, habe Trump bei seinen Gesprächen mit EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker und EU-Ratspräsident Donald Tusk gesagt, berichtete „Spiegel Online“ unter Berufung auf Teilnehmerkreise.

Der US-Präsident meinte damit den deutschen Handelsüberschuss. „Schauen Sie sich die Millionen von Autos an, die sie in den USA verkaufen. Fürchterlich. Wir werden das stoppen.“ Juncker habe sich den Angaben zufolge hinter Deutschland gestellt.

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    Die „Süddeutsche Zeitung“ berichtete indes, Trump habe bei dem Gespräch mit den Spitzen der EU den deutschen Handelsüberschuss als „schlecht, sehr schlecht“ bezeichnet. Zudem habe er klar gemacht, dass die Verringerung des US-Handelsdefizits für ihn absolute Priorität genieße.

    Tusk sagte nach dem Treffen, dass einige Fragen bei den Beratungen mit Trump offen geblieben seien, darunter das Thema Handel. Der US-Milliardär hat den Exportüberschuss Deutschlands mehrmals kritisiert und bereits in einem „Playboy“-Interview von 1990 Steuern bei der Einfuhr deutscher Autos angeregt.

    Die Börse reagierte umgehend auf Trumps Deutschland-Schelte: Anleger warfen am Freitag Autowerte aus den Depots. „Trumps Kritik ist zwar nicht neu, aber es belastet natürlich“, sagte ein Händler. Schließlich seien wegen der Dieselabgas-Affäre die Autobauer ohnehin schon unter Druck gewesen. BMW, VW und Daimler verloren in der Spitze zeitweise je rund ein Prozent und zählten im Dax zu den Schlusslichtern. Im Verlauf grenzten sie ihre Verluste wieder ein.

    Trump attackiert deutsche Autobauer: Aktien im Minus

    Der montenegrinische Regierungschef indes nahm Trumps Rempler am Ende locker. „Ich habe es nicht wirklich registriert. Ich sah nur die Reaktionen darauf in den sozialen Netzwerken. Es ist einfach eine harmlose Situation“, sagte Dusko Markovic. Er dankte Trump, dass dieser Montenegros Nato-Mitgliedschaft unterstütze. Im kommenden Monat soll das Land das 29. Mitglied des Bündnisses werden. In jedem Fall sei es „natürlich“, dass der US-Präsident in der ersten Reihe stehe, sagte er.

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    12 Kommentare zu "Trump in Brüssel: Rüpel-in-Chief"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Das hirnrissige an der ganzen Show ist ja, dass die USA keinen einzigen Cent MEHR in irgend einer Tasche haben, wenn die NATO aufrüstet. Wenn Trump sparen will, könnte er ja den US-Anteil reduzieren. Und wenn er so tolle Kontakte zu Russland hat, kann er seine Freunde in Moskau ja bitten, keinen Krieg anzufangen.

      Das alles will der Drecksack aber nicht. Er will einfach nur den kleinen osteuropäischen Ländern sagen: Wir helfen euch nicht!

      Trump ist und bleibt ein Agent Moskaus, der den Russen den Weg freisperren will.

    • Würg. Der Typ ist echt ne Zumutung. Nur Moskau freut sich über seinen Agenten.

    • Endlich bekommen die Amis ein "Präsident" den sie verdienen. Ich dachte dass der Bush der Oberredneck ist. Wie man sich täuschen kann. Hoffentlich fährt er das Land so richtig gegen die Wand.

      Noch mehr freue ich mich aber über die Vasallen ala Merkel die sich jetzt vor so einem Sonnenschein noch tiefer bücken müssen.

    • @Mayer
      So ein Typ kriegt in jeder echten Kneipe sofort was auf die Fresse.
      Dass sie den Typ cool finden, profiliert Sie nicht besonders.

    • Mal ganz ehrlich, er kam von hinten und sollte nach vorne für das Photo. Also hat er jemanden sanft zur Seite geschoben, um durchzukommen. Der Herr aus Montenegro hat es nicht mal beachtet, weil es so normal war. Erst als die Mückenpresse es zum Sticheln nutzte, wurde er darauf aufmerksam gemacht. Ende einer höchst banalen Geschichte!

    • Den Schubser, den muss man verstehen, denn schliesslich gilt für Trump das Motto "America first!" und das gilt schliesslich auch für´s Pressefoto. Daß sich Vertreter von europäischen Kleinstaaten in den Vordergrund mogeln wollen, ist ein "No-Go", die wissen nicht, was sich gehört.

      Und in Brüssel hat The Donald die europäoschen Bündnispartner in erster Linie unkonventionell an die vertraglichen Zahlungsverpflichtungen hinsichtlich der Rüstungsausgaben erinnert. Er ist neu im Amt und wir sollten ihm nachsehen, daß in Europa Verträge generell "sehr weit ausgelegt" werden. Kein Wunder, daß die Europäer nun pikiert sind, wenn sie Verträge auch noch einhalten sollen......



      :)

    • >> In Brüssel hat der US-Präsident dies nun erneut gezeigt – mit einer Verbal-Attacke auf Deutschland und einem rüden Schubser. >>

      Wer zahlt, der bestellt auch die Musik !

    • @ Herr Thomas Behrends

      >> Menschen mit einem derart infantilen Auftreten wie Donald Trump werden nicht weit kommen und es zu nichts bringen.>>

      Das ist so, als wenn man zu einem weltberühmten Star sagen würde, der könne NIE ein Star werden..........??????????

    • ......es macht keinen Sinn.....die Entgleisungen dieses Mannes anzuklagen.....entsteht nur neuer Dampf..... der aus dem daneben stehenden Topf....unsere Finger verbrennen würde.....brauchen wir sie doch dringend......um das einzig richtige zu tun.....nämlich uns Gedanken zu machen....wie wir unsere Exporte noch differenzierter kanalisieren können......sind wir in der Lage für die ganze Welt......mit Geist und Körper....gute und vernünftige Produkte herzustellen.....wird uns Deutschen auch noch diese Aufgabe gelingen.....damit die Menschen hier weiter Arbeit und Brot haben werden.......

    • @Behrends
      Na ja, "zu nichts bringen" kann man ja so nicht sagen.
      Aber es ist wirklich bemerkenswert, dass ein absoluter Vollblut-Prolet es nicht nur zum Milliardär, sondern bis ins weiße Haus geschafft hat. Das sagt eben auch viel über eine Gesellschaft aus.

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