Trumps Chefstratege Bannon muss das Weiße Haus verlassen

Stephen Bannon ist massiv an Trumps Wahlkampf beteiligt gewesen und galt als rechter Vordenker des US-Präsidenten. Jetzt verlässt Trumps Chefstratege das Weiße Haus – es ist der Höhepunkt einer extrem turbulenten Woche.
Update: 18.08.2017 - 19:58 Uhr 5 Kommentare
Trumps Chefstratege muss das Weiße Haus verlassen. Quelle: AFP
Stephen Bannon

Trumps Chefstratege muss das Weiße Haus verlassen.

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WashingtonDonald Trumps umstrittener Chefstratege Stephen Bannon verlässt das Weiße Haus. Die US-Regierung bestätigte am Freitag entsprechende Medienberichte. „Wir danken ihm für das Geleistete und wünschen ihm das Beste“, heißt es in einer Erklärung von Trumps Sprecherin Sarah Sanders. Stabschef John Kelly und Bannon hätten sich darauf geeinigt. Er hatte demnach am Freitag seinen letzten Arbeitstag im Weißen Haus.

Der 63-Jährige gilt als vehementer Vertreter der nationalistischen Wirtschaftspolitik des Präsidenten. Bannon hatte Mitte der Woche im Gespräch mit einem Journalisten die Nordkorea-Politik Trumps konterkariert, indem er eine militärische Option zur Lösung des Konflikts kategorisch ausschloss. Trump solle wütend reagiert haben, berichteten Medien.

Bannon war zudem seit geraumer Zeit in den Verdacht geraten, vertrauliche Details aus dem Weißen Haus an Medien weitergegeben zu haben. Zu seinen internen Widersachern gehören die moderateren und wirtschaftsliberalen Kräfte im Team um Trump, wie dessen Schwiegersohn Jared Kushner, Wirtschaftsberater Gary Cohn und Sicherheitsberater Herbert Raymond McMaster.

Bannon gilt gemeinsam mit Stephen Miller als Architekt der „America-First“-Strategie Donald Trumps. Der Mitgründer der erzkonservativen Internet-Plattform Breitbart war vor Beginn der Endphase des Wahlkampfs 2016 zum Team-Trump gestoßen. Ihm wird ein maßgeblicher Anteil am Wahlsieg des Immobilienmilliardärs zugeschrieben.

Der Abgang Bannons ist der Höhepunkt einer extrem turbulenten Woche im Weißen Haus, in der Trump vor allem wegen seines Umgangs mit gewalttätigen Rechtsextremisten in der Stadt Charlottesville ins Kreuzfeuer der Kritik geraten war. Die umstrittene Haltung Trumps, die Extremisten nicht eindeutig zu verurteilen, war weltweit auf Kritik gestoßen. Auch in seiner republikanischen Partei regte sich Widerstand. Partei-Schwergewicht Mitt Romney, ein früherer Präsidentschaftsbewerber, forderte Trump zu einer Entschuldigung auf.

Bereits am Freitag schossen in Washington Spekulationen über Bannons künftige Rolle ins Kraut. Unter anderem wurde vermutet, Bannon könnte versuchen, mit oder ohne Unterstützung Trumps eine nationalistische Bewegung außerhalb der Regierung zu formen. Fraglich war auch, inwiefern sich die Personalie auf den politischen Kurs des US-Präsidenten auswirken wird und ob weitere Personalentscheidungen im Weißen Haus bevorstehen.

  • dpa
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5 Kommentare zu "Trumps Chefstratege: Bannon muss das Weiße Haus verlassen"

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  • Kann es sein, dass das WH auf einen Führungswechsel auf den VP vorbereitet wird?

    Wenn nicht, bin ich überrascht, dass die frustierten Generäle nicht geschlossen zurückgetreten sind.

  • Immer mehr Flüchtlinge machen in ihrer Heimat Urlaub. Es ist schon dreist, wie man uns belügt. Sie mussten ja flüchten, weil sie dort nicht sicher waren und um ihr Leben fürchten mussten.

    Mehrere Flüchtlinge sind einem Bericht zufolge aus dem Südwesten zeitweise wieder in ihre Herkunftsländer gereist.

    Die Ausländerbehörden in Baden-Württemberg hätten 100 Flüchtlinge erfasst, die seit 2014 zum Teil mehrfach in ihre Heimatstaaten gereist seien und nach der Rückkehr ihren Schutzstatus als Asylbewerber behalten hätten, berichteten „Heilbronner Stimme“ und „Mannheimer Morgen“ unter Berufung auf eine Erhebung des Innenministeriums.

    Die Reisen würden familiär, geschäftlich oder mit Urlaubsabsichten begründet.

  • Oh das ist das Schrecklichste, was man je auf dem Planeten erlebt hat, das erschüttert und alle in der schlimmsten Form, die möglich ist. Die Leser haben ein Anrecht, dass sie ALLES erfahren, geht es doch um Ereignisse, die das Sol-System erschüttern.

    Die Ursachen und Hintermänner der permanenten Muslim-Terrorakte sind Nebensache, will doch eh keiner wissen. Also kurz darüber berichten und dann zu wichtigen Sachen übergehen. ja, das HB hat wirklich eine wichtige Aufgabe und man sieht, wie sich alle Reporter des HB bemühen unseren Blick auf das zu lenken, was wirklich wichtig ist.

    Danke liebes HB, dass sie uns helfen, das zu beachten, was wirklich wichtig ist.

  • War das der, mit dem Kinderporno-Ring im Keller von der Pizzeria? Hach, es gab so viele schöne Geschichten bei den Trumps. Stinkt der Fisch jetzt nicht mehr vom Kopf? Kriegt er in Moskau Asyl? Bekommt er für den Weg nach Hause noch eine Trinkflasche mit Schweineblut?

    Es wird etwas fehlen im braunen Haus.

  • Au ha. Das Gehirn vom Donald. Wie wird er nun alleine klarkommen?

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