Trumps Entschuldigung im Wortlaut „Ich verspreche, in der Zukunft ein besserer Mensch zu sein“

Donald Trump hat sich entschuldigt – zum ersten Mal. Während der Präsidentschaftskandidat Proteste über rassistische und sexistische Kommentare bisher stets ignorierte, zwingt ihn nun ein Video zur öffentlichen Reue.
Mit einer Videobotschaft versuchte Donald Trump, die Wogen zu glätten. Eine erneute Attacke auf seine Rivalin Clinton konnte er sich allerdings nicht verkneifen. Quelle: Reuters
Entschuldigung der TV-Botschaft

Mit einer Videobotschaft versuchte Donald Trump, die Wogen zu glätten. Eine erneute Attacke auf seine Rivalin Clinton konnte er sich allerdings nicht verkneifen.

(Foto: Reuters)

WashingtonNach der Veröffentlichung eines Videos mit vulgären Äußerungen über Frauen hat sich der US-Präsidentschaftskandidat Donald Trump offiziell entschuldigt. In einer in der Nacht zum Samstag auf Twitter veröffentlichten Video-Botschaft sagte Trump:

„Ich habe niemals gesagt, dass ich ein perfekter Mensch bin, noch habe ich vorgegeben, etwas zu sein, das ich nicht bin. Ich habe Dinge gesagt und getan, die ich bedauere, und die heute veröffentlichten Worte - auf diesem über zehn Jahre alten Video - gehören dazu. Jeder, der mich kennt, weiß, dass diese Worte nicht wiedergeben, wer ich bin. Ich habe es gesagt. Es war falsch. Ich entschuldige mich.

Ich bin durch das Land gereist und habe über den Wandel in Amerika gesprochen, aber meine Reisen haben auch mich verändert. Ich habe Zeit mit trauernden Müttern verbracht, die ihre Kinder verloren haben; mit entlassenen Arbeitern, deren Jobs in andere Länder abgewandert sind; und mit Menschen aller Schichten und Klassen, die einfach eine bessere Zukunft wollen. Ich habe die großartigen Menschen unseres Landes kennengelernt und fühle mich durch die Hoffnung geehrt, die sie in mich gesetzt haben. Ich verspreche, in der Zukunft ein besserer Mensch zu sein, und werde euch niemals je enttäuschen.

Hollywood macht Front gegen Donald Trump
Umstrittener Präsidentschaftskandidat
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Donald Trump geht langsam die Musik aus. Bands wie die Rolling Stones verbieten dem umstrittenen Präsidentschaftskandidaten reihenweise die Verwendung ihrer Songs im Wahlkampf. Das ist aber nicht das einzige Problem des Immobilienmoguls. Denn er steht mit halb Hollywood auf Kriegsfuß...

Bryan Cranston macht mobil
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„Breaking Bad“-Star Bryan Cranston (links) will nun gemeinsam mit über 100 weiteren Stars verhindern, dass Trump ins Weiße Haus einzieht. Die Promis haben sich für die Kampagne „United Against Hate“ (Vereint gegen Hass) zusammengeschlossen. Cranston verteidigte bei einer Podiumsdiskussion den Einsatz: Als Star habe man „die Verantwortung, seine Gedanken, Kommentare und Gefühle gegenüber der Gesellschaft zu teilen“, erklärte er.

Lena Dunham
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„Wir glauben, es ist unsere Verantwortung, unsere Plattformen zu nutzen, um auf die Gefahren einer Trump-Präsidentschaft aufmerksam zu machen, und die realen und gegenwärtigen Bedrohungen durch seine Kandidatur“, heißt es in einem offenen Brief, der unter anderem von der Schauspielerin und Bestseller-Autorin Lena Dunham unterzeichnet wurde.

Mark Ruffallo
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„Donald Trump will unser Land zurück in eine Zeit führen, in der Angst als Entschuldigung für Gewalt diente, in der Gier Diskriminierung förderte und in der der Staat Vorurteile gegen ausgegrenzte Gemeinschaften zum Gesetz erhob“, hieß es weiter in dem Brief. Auch Schauspieler Mark Ruffalo nimmt an der Kampagne „United Against Hate“ teil.

Jane Fonda
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Einige Unterstützer der Kampagne, wie die Oscar-Preisträgerin Jane Fonda (Foto) und Regisseur Michael Moore, mischten zuvor auch schon bei der Initiative „Stop Hate – Dump Trump“ (Stoppt den Hass – werft Trump auf den Müll) mit.

Ben „Macklemore“ Haggerty
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Nachdem die Republikaner Trump zum Präsidentschaftskandidaten gekürt haben, erklärte Rapper Macklemore in einem Anti-Trump-Song, dass er eine „Party schmeißen und auf der Straße tanzen würde“, falls Hillary den Wahlkampf gewinnen sollte. Auch er unterstützt die Kampagne.

Tony Schwartz
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Tony Schwartz (rechts) war der Ghostwriter von Donald Trumps Autobiographie „The Art of the Deal“, die zum Bestseller wurde. Damit trug Schwartz wesentlich zu dessen Aufstieg bei. Das bereut er nun – weshalb auch er bei der Kampagne mitmischt.

Jetzt mal ehrlich: Wir leben in der Wirklichkeit. Das ist nichts weiter als eine Ablenkung von den wichtigen Dingen, mit denen wir heute konfrontiert sind. Wir verlieren unsere Arbeitsplätze, unsere Sicherheitslage ist schlechter als vor acht Jahren, und Washington ist völlig kaputt. Hillary Clinton und ihre Leute haben das Land ruiniert.

Ich habe törichte Dinge gesagt. Aber es gibt einen großen Unterschied zwischen dem, was andere Leute sagen, und dem, was sie tun. Bill Clinton hat tatsächlich Frauen missbraucht, und Hillary hat seine Opfer gemobbt, angegriffen, beschämt und eingeschüchtert. Wir werden in den kommenden Tagen weiter darüber reden. Bis zur Debatte am Sonntag.“

  • dpa
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