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Trumps Ex-Wahlkampfchef Prozess gegen Manafort gestartet – Verteidigung und Staatsanwaltschaft beziehen Stellung

Der ehemalige Wahlkampfchef von Trump muss sich vor Gericht verantworten. Es ist der erste Prozess, der aus den Untersuchungen von Sonderermittler Mueller hervorgeht.
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Eine Zeichnung von Paul Manafort im Gerichtssaal in Alexandria. Quelle: Reuters
Paul Manafort

Eine Zeichnung von Paul Manafort im Gerichtssaal in Alexandria.

(Foto: Reuters)

Alexandria/WashingtonDer angeklagte Ex-Wahlkampfchef von Donald Trump, Paul Manafort, hat die US-Behörden laut seiner Verteidigung niemals über sein Einkommen und seine Bankkonten im Ausland in die Irre führen wollen. Manafort habe anderen Personen vertraut, damit diese den Überblick über die Millionen Dollar behielten, die er für seine politischen Beratertätigkeiten in der Ukraine erhalten habe, sagte Anwalt Thomas Zehnle am Dienstag in seiner Eingangserklärung vor einem Gericht in Alexandria im US-Staat Virginia.

Besonders seinem Geschäftspartner Rick Gates, dem jetzigen Kronzeugen der Staatsanwaltschaft, habe Manafort vertraut, sagte Zehnle. Manafort habe sich in Gates getäuscht. Die Geschworenen bat der Anwalt, Gates bei seiner Aussage nicht zu glauben. Gates hatte sich in diesem Jahr bereits schuldig bekannt und dabei zugestimmt, mit den Ermittlern kooperieren zu wollen.

Die Staatsanwaltschaft hat indes Vorwürfe gegen den Angeklagten vorgebracht. Manafort habe mit Hilfe von Offshore-Konten ein System aufgebaut, um bei einem zweistelligen Millionenbetrag die gültigen Steuer- und Bankengesetze zu umgehen, sagte der stellvertretende US-Staatsanwalt Uzo Asonye in seiner Eingangserklärung. Manafort habe einen Pfad der Lügen hinterlassen, während er ein Leben im Luxus geführt habe. Er habe sich dabei als über dem Gesetz stehend betrachtet.

Der Prozess gegen Manafort vor einem Gericht in Alexandria im US-Staat Virginia ist der erste, der aus den Untersuchungen von Sonderermittler Robert Mueller hervorgegangen ist. Mueller untersucht, ob Trumps Wahlkampfteam mit Russland zusammengearbeitet hat. Im Zentrum des Verfahrens gegen Manafort stehen aber dessen Berateraktivitäten in der Ukraine, nicht seine Tätigkeit als Trumps Wahlkampfchef. Für den US-Präsidenten dürfte das Verfahren dennoch eine unangenehme Erinnerung daran sein, dass die Affäre längst nicht ausgestanden ist.

Manafort leitete knapp zwei Monate den Wahlkampf von Trump. Schon damals war er umstritten. Seit Dienstag steht der 69-Jährige in Alexandria nahe der Bundeshauptstadt Washington vor Gericht.

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  • ap
  • dpa
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