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Trumps Russland-Affäre Sonderermittler Mueller geht in die Offensive

In der Russland-Affäre von Donald Trump hat Sonderermittler Robert Mueller nun die ersten Anklagen erhoben. Schon am Montag könnte es wohl Festnahmen geben. Im Weißen Haus liegen die Nerven blank.
29.10.2017 - 20:40 Uhr 6 Kommentare
Die Ermittlungen des ehemaligen FBI-Direktors könnten schon am Montag zu den ersten Festnahmen führen. Quelle: Reuters
Robert Mueller

Die Ermittlungen des ehemaligen FBI-Direktors könnten schon am Montag zu den ersten Festnahmen führen.

(Foto: Reuters)

Berlin Es war still geworden um die Ermittlungen zur Russland-Affäre von US-Präsident Donald Trump. So still, dass konservative Medien begannen, ihre Einstellung zu fordern. Doch jetzt zeigt sich, dass die Stille der vergangenen Wochen kein Zeichen für Ergebnislosigkeit, sondern im Gegenteil für sorgfältige und erfolgreiche Ermittlungsarbeit war.

Washington befindet sich in politischer Alarmbereitschaft, seit sich am Wochenende die Nachricht verbreitete, dass Sonderermittler Robert Mueller die ersten Anklagen vor einem Geschworenengericht erhoben hat. Nach übereinstimmenden Berichten von CNN und Wall Street Journal könnten schon an diesem Montag Festnahmen folgen. Der Verdacht auf illegale Kontakte zu russischen Geheimdiensten hat sich zu einer schweren Belastung für Trump entwickelt. Seine Gegner jubeln bereits: „Its Mueller Time“. Doch wie eng es für die Regierung tatsächlich wird, ist derzeit nur schwer abzuschätzen.

Der frühere FBI-Direktor Mueller soll im Auftrag des Justizministeriums die Einmischung Moskaus in die amerikanischen Präsidentschaftswahlen aufklären. Gegen wen sich seine Anklagen richten, ist noch nicht bekannt. Die Spekulationen überschlagen sich. Als wahrscheinlich gilt jedoch, dass die Beschuldigten aus dem politischen, vielleicht sogar dem familiären Umfeld des Präsidenten stammen. Im Juli hatten FBI-Agenten das Haus von Trumps Wahlkampfmanager Paul Manafort in Virginia durchsucht. Eine Anzeige gegen ihn könnte auch ein strategischer Zug von Mueller sein, um Manafort zur Kooperation bei den Ermittlungen zu bringen, vermuten Insider aus Muellers Umfeld.

Im Visier der Ermittler befindet sich zudem Trumps Kurzzeit-Sicherheitsberater Michael Flynn, der schon im Februar nach drei Wochen im Amt wegen seiner Russland-Verbindungen zurücktreten musste. Auch Trumps Sohn Donald Jr., Trumps Schwiegersohn Jared Kushner sowie die republikanischen Politikberater Roger Stone und Carter Page sind tief in die Affäre verstrickt.

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    Trumps Russland-Connection beschäftigt die USA seit mehr als einem Jahr. Dass Moskau mit Cyberattacken auf die Demokraten und Fake-News-Kampagnen in Onlinenetzwerken zu Gunsten des New Yorker Milliardärs in den Wahlkampf eingegriffen hat, ist weitgehend unstrittig. Die US-Geheimdienste sind übereinstimmend zu diesem Schluss gelangt.

    Bewiesen ist zudem, dass es Kontakt zwischen Trumps Team und Personen aus dem Kreml-Umfeld gab. Wie im Sommer bekannt wurde, empfingen Donald Jr., Manafort und Kushner die Kreml-nahe Anwältin Natalia Veselnitskaya im New Yorker Trump Tower, nachdem ein Mittelsmann belastendes Material über die demokratische Kandidatin Hillary Clinton versprochen hatte. Die Frage, der Mueller nachgehen muss, lautet: Waren diese Kontakte illegal, gab es widerrechtliche Absprachen zwischen Moskau und Trumps Wahlkampfteam? Und wenn ja, was wusste der Präsident?

    Ein denkbar schlechter Zeitpunkt für die Republikaner
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    6 Kommentare zu "Trumps Russland-Affäre: Sonderermittler Mueller geht in die Offensive"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Jetzt wird es aber intelektuell in diesm Form.
      Nur nicht von der Realität ablenken.
      Der einzige Sieger Ist Putin.
      Er hat Clinton verhindert und einen Volltrottel zum Präsidenten gemacht.
      Das alles bringt Zeit in der sich die Amis mit sich selbst und nicht
      mit der Kremel Mafia beschäftigen.

    • @ Toni Ebert
      "Trump ist uns allen ein großes Vorbild."

      Soweit würde ich für mich noch nicht gehen. Vorbildhaft finde ich seine (bisherige!) Unabhängigkeit vom System/Deep State mit dessen postmoderner Ideologie eines gleichgeschalteten "Weltstaats mit US-System" (letztlich auch eine Form von Weltherrschaft),

      Seine letztlich der geistestgeschichtlichen Moderne (also der Vergangenheit) entstammenden Lösungsansätze, werden vermutlich noch nicht die Lösung sein. Zumindest können sie aber Transparenz und den Raum für eine ergebnisoffene also echte Debatte schaffen, wie die evolutionären Herausforderen, der sich die Menschheit gegenüber sieht, anzugehen sind. Dafür steht Trump für mich.

    • Ein schönes Beispiel, wie die Lückenpresse manipuliert: mit der Schlagzeile "Trumps Russland-Affäre" wird der Leser bereits dazu gebracht, gar nicht mehr anzuzweifeln, dass es eine solche gibt. Fakten? Fehlanzeige.
      Die findet man (mal wieder) nicht in den deutschen Medien, sondern nur in den amerikanischen.
      DIE WIRKLICHE AFFÄRE IST NÄMLICH DER URAN-DEAL ZWISCHEN RUSSLAND UND DEN CLINTONS:
      "Never seen such Republican ANGER & UNITY as I have concerning the lack of investigation on Clinton made Fake Dossier (now $12,000,000?), the Uranium to Russia deal, the 33,000 plus deleted Emails, the Comey fix and so much more.
      Instead they look at phony Trump/Russia "collusion," which doesn't exist.
      There is so much GUILT by Democrats/Clinton, and now the facts are pouring out."
      Aber diese beiden Gleichungen dürfen die indoktrinierten deutschen Leser UNTER GAR KEINEN UMSTÄNDEN machen, nicht wahr, liebe Lückenpresse?:
      Trump = gut
      Clintons = böse

      http://www.zerohedge.com/news/2017-10-29/trump-heralds-gop-anger-unity-wsj-warns-dems-russian-dossier-dam-breaking

    • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

    • Richtig, Bisher sind die Vokabeln "Affäre", "Verstrickung", "Anklage" völlig faktenfrei also letztlich (potentielle) Falschmeldungen. Ob daraus mal echte Nachrichten werden und das mediale Trauerspiel endet, wissen wir hoffentlich heute abend.

      Im übrigen sollte Herr Mueller nach dem er Rusllands Beinflussung von US-Wahlen untersucht hat, gleich mal den Einfluss von US auf Wahlen und legale bzw. illegale Regierungswechsel in anderen Ländern untersuchen unter dessen Folgen wir heute noch leiden. Man muss dazu nicht mal räumlich oder zeitlich weit weg gehen (z.B. Iran, Chile, Grenada, Syrien, Ukraine…). Spätestens seit der NSA-Affäre wäre es spannend transparent zu machen, inwieweit die US-Eliten die deutsche Politik/Wahlen beeinflussen.

    • Der Artikel ist natürlich wie üblich reine Spekulation.
      Vielleicht wissen wir heute Abend tatsächlich etwas, nämlich WER angeklagt wird und für WAS!
      Die behauptete "Verstrickung" ist eine Vermutung, für die bisher jeder Beweis fehlt.
      Die Russland-Affäre zu einer Trump-Affäre zu machen, entbehrt bisher ebenfalls jeglicher Grundlage.
      Die publik gemachten möglichen "Anklagepunkte" gegen Manafort und Flynn haben überhaupt nichts mit der Russland-Affäre zu tun, sondern mit Meldegesetzen, ein völlig anderer Themenkreis.
      Also warten wir lieber mal ab, anstatt wilde Vermutungen und Verleumdungen zu streuen.
      Vielleicht können die Trump-Gegner ja irgendwann frohlocken, auch wenn das zur Zeit sehr unwahrscheinlich erscheint.

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