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Türkei Der Staat als Gemüsehändler – Erdogan verspricht billige Waren

Die Jahresteuerung in der Türkei lag jüngst bei 20,35 Prozent. Die Regierung unter Präsident Erdogan will gegenhalten und zum Gemüsehändler werden.
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Besonders Lebensmittelpreise sind in der Türkei stark gestiegen. Quelle: AFP
Recep Tayyip Erdogan

Besonders Lebensmittelpreise sind in der Türkei stark gestiegen.

(Foto: AFP)

Istanbul Angesichts der rasanten Verteuerung von Lebensmitteln in der Türkei will die Regierung Obst und Gemüse zu niedrigen Preisen direkt an die Bürger verkaufen. Während einer Wahlkampfrede in Sivas in der Zentraltürkei sagte Präsident Recep Tayyip Erdogan am Freitag, „das Finanzministerium, das Handelsministerium und das Landwirtschaftsministerium“ hätten bereits damit begonnen.

Am Vortag hatte Wirtschaftsminister Berat Albayrak Medien zufolge gesagt: „Wir werden zusammen mit den Gemeinden Gemüse und Obst von der Quelle kaufen und in den Großstädten zum Einkaufspreis anbieten.“ Zuvor hatte er von „Lebensmittel-Terrorismus“ gesprochen.

Die türkische Küche verwendet gerne und viel Gemüse. In der vergangenen Woche hatten Medien berichtet, dass manche Händler inzwischen auf den Verkauf von Auberginen und Paprika verzichteten, weil sie zu teuer seien und keine Abnehmer fänden. Das Thema ist ein Politikum, denn am 31. März stehen in der Türkei Kommunalwahlen an.

Analysten zufolge könnten die schlechte wirtschaftliche Lage und die steigenden Preise der regierenden AK-Partei von Erdogan die Wahlergebnisse verhageln. Die Jahresteuerung lag jüngst bei 20,35 Prozent.

Vor allem Lebensmittel und nicht-alkoholische Getränke werden immer teurer. Im Januar 2019 kosteten Produkte aus dieser Kategorie 30,97 Prozent mehr als noch vor einem Jahr. Bei Paprika waren es laut dem türkischen Statistik-Institut TÜIK rund 88 Prozent mehr, bei Auberginen rund 81 Prozent.

  • dpa
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