Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Türkei Entlassungen und Medienschließungen per Notstandsdekret

Nach dem Erlass zwei neuer Notstandsdekrete durch den türkischen Staatschef herrscht große Rotation in zahlreichen staatlichen Institutionen. Fast 1000 Bedienstete wurden entlassen, Reisepässe für ungültig erklärt.
25.08.2017 - 11:32 Uhr 2 Kommentare
Seit Verhängung des Ausnahmezustands in Folge des Putschversuches vom Juli 2016 kann der türkische Präsident per Dekret regieren. Quelle: Reuters
Recep Tayyip Erdogan

Seit Verhängung des Ausnahmezustands in Folge des Putschversuches vom Juli 2016 kann der türkische Präsident per Dekret regieren.

(Foto: Reuters)

Istanbul Mit zwei neuen Notstandsdekreten hat der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan 928 weitere Staatsbedienstete entlassen. Nach den in der Nacht zu Freitag im Amtsanzeiger veröffentlichten Erlassen wurden außerdem drei kurdische Medienorganisationen geschlossen. Diese Maßnahmen werden in den Notstandsdekreten mit einer angeblichen Verbindung zu Terrororganisationen oder Gefährdung der nationalen Sicherheit begründet. 57 Beamte erhielten ihre Stellen zurück.

Betroffen von den Entlassungen sind außer dem Militär auch das Justizministerium, das Innenministerium, die Polizei, das Patentamt sowie zahlreiche weitere staatliche Institutionen. Auch 120 Akademiker wurden mit sofortiger Wirkung aus dem Dienst entfernt. Die Reisepässe der entlassenen Staatsbediensteten, die in Anhängen zu den Dekreten erneut namentlich genannt wurden, sind für ungültig erklärt worden.

Der türkische Geheimdienst MIT wurde mit den neuen Dekreten direkt dem Präsidialamt unterstellt.

Seit Verhängung des Ausnahmezustands in Folge des Putschversuches vom Juli 2016 kann Erdogan per Dekret regieren. Die Dekrete haben Gesetzeskraft und gelten ab ihrer Veröffentlichung, das Parlament muss sie nur nachträglich bestätigen. Der bereits viermal verlängerte Ausnahmezustand gilt nach derzeitigem Stand nun mindestens bis zum 19. Oktober.

Top-Jobs des Tages

Jetzt die besten Jobs finden und
per E-Mail benachrichtigt werden.

Standort erkennen
    • dpa
    Startseite
    2 Kommentare zu "Türkei: Entlassungen und Medienschließungen per Notstandsdekret"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Drain the swamp Mr President! Die Volksverräter und Putschisten werden weggefickt. Weiter so. Nie wieder Putsch in der Türkei!

    • Als Nächstes werden, wie angekündigt, die griechischen Inseln vor der türkischen Küste (Thrakien) besetzt, während sein Kumpel Putin eine zweite Front im Norden eröffnet, und die Exklave Kaliningrad von der Umklammerung Estlands, Litauens und Lettlands "befreit".

      Währenddessen lehnt der SPD-Vizekanzler eine Erhöhung des deutschen Militäretats strikt ab, und der SPD-Parteivorsitzende, will als Bundeskanzler in den USA auf einen Abzug der Atomwaffen aus Deutschland drängen.

      Mensch, Martin !

    Zur Startseite
    -0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%