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Türkei Erdogan lädt Trump zu Besuch ein

Der US-Präsident könnte bald die Türkei besuchen. Recep Tayyip Erdogan hat ihn eingeladen. Erdogan will zudem mit Wladimir Putin sprechen.
Update: 25.12.2018 - 16:31 Uhr Kommentieren
Erdogan und Trump hatten erst am Wochenende miteinander telefoniert und über den Abzug der US-Soldaten aus Syrien gesprochen. Quelle: Reuters
Staatsbesuch

Erdogan und Trump hatten erst am Wochenende miteinander telefoniert und über den Abzug der US-Soldaten aus Syrien gesprochen.

(Foto: Reuters)

Ankara, Moskau, WashingtonDer türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan will nach dem angekündigten Rückzug der USA aus Syrien sein Vorgehen in dem Land mit seinen Kollegen in Washington und Moskau abstimmen. Er wolle sich mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin treffen, erklärte das türkische Staatsoberhaupt am Dienstag. Die türkische Regierung teilte darüber hinaus mit, US-Präsident Donald Trump sei zu einem Staatsbesuch eingeladen worden.

Sowohl Trump als auch Putin reagierten zunächst verhalten. Trumps Sprecher Hogan Gidley erklärte, der US-Präsident stehe einem Besuch offen gegenüber, es gebe allerdings noch keine konkrete Pläne. Putin ließ über einen Sprecher mitteilen, es gebe keine vordringlichen Pläne, Erdogan zu treffen.

Erdogan hatte vor Reportern erklärt, er werde wahrscheinlich mit Putin die Folgen des US-Abzuges aus Syrien besprechen. CNN Turk berichtete, Außenminister Mevlut Cavusolgu werde in den kommenden Tagen nach Russland reisen, um das Treffen vorzubereiten. Erdogan und Trump sprachen sich nach türkischen Angaben bei einem Telefonat dafür aus, das Entstehen eines Machtvakuums in Syrien zu verhindern.

Durch den Rückzug der USA aus Syrien sieht die Türkei die Chance gekommen, gegen kurdische Milizen im Grenzgebiet zur Türkei vorzugehen. Diese Milizen waren bislang der wichtigste Verbündete der USA bei Bodenkämpfen gegen die Extremistengruppe Islamischer Staat. Das in Nordsyrien engagierte türkische Militär hat bislang Offensiven gegen die kurdischen Milizen gescheut, um kein direktes Aufeinandertreffen türkischer und amerikanischer Soldaten zu riskieren.

Die Türkei will die Kurden in Nordsyrien zurückdrängen, da sie in ihnen Verbündete der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK sieht. Die PKK kämpft in der Türkei für mehr Autonomie der kurdischen Gebiete.

Der türkische Außenminister Cavusoglu hat nach einem Bericht der Zeitung "Hurriyet" am Dienstag erklärt, türkische Truppen würden sobald wie möglich den Fluss Euphrat in östlicher Richtung überschreiten. Die Gegend östlich des Euphrat galt bislang als kurdisches Einflussgebiet unter Billugung der Amerikaner.

Nach weiteren Angaben Cavusoglus haben sich die USA und die Türkei darauf verständigt, dass die kurdische Miliz YPG sich vollständig aus der Stadt Manbidsch westlich des Euphrat zurückziehen muss. Manbidsch ist eine Hochburg der YPG. Die von der Türkei als terroristisch eingestufte Miliz wurde bislang von den USA unterstützt.

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