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Türkei Europa bleibt das Ziel

Die Türkei will weiterhin der Europäischen Union beitreten, sagt Außenminister Ahmet Davutoglu. Während er die jüngsten Proteste als Zeichen einer funktionierenden Demokratie sieht, fordern Künstler eine neue Rhetorik.
29.06.2013 Update: 29.06.2013 - 12:56 Uhr 15 Kommentare
Die Türkei strebe weiter einen Beitritt zur Europäischen Union an, sagt der Außenminister des Landes, Ahmet Davutoglu. Quelle: dpa

Die Türkei strebe weiter einen Beitritt zur Europäischen Union an, sagt der Außenminister des Landes, Ahmet Davutoglu.

(Foto: dpa)

Berlin/Ankara „Die EU-Mitgliedschaft bleibt weiterhin eine strategische Priorität der Türkei“, sagte Davutoglu dem Magazin „Focus“. Den Beitrittsprozess halte er für unumkehrbar. „Von Deutschland als führendem EU-Mitglied erwarten wir natürlich Unterstützung bei diesem Vorhaben – auch vor dem Hintergrund unserer besonderen Beziehungen.“

Die jüngsten Proteste in der Türkei und die Reaktion des Staates nannte Davutoglu ein „Zeichen gesunder funktionierender Demokratie“. Kritik an der Regierung sei erlaubt. Das brutale Vorgehen der Polizei gegen die Protestbewegung rechtfertigte er mit dem Schutz der öffentlichen Ordnung. Die Maßnahmen hätten gegen Kreise gezielt, die friedliche Demonstrationen für ihre Zwecke zu instrumentalisieren versuchten.

Die EU will mit der Regierung der Türkei trotz der Gewalt gegen Demonstranten weiter über den Beitritt zur EU verhandeln und eröffnete am Dienstag nach drei Jahren Unterbrechung erstmals wieder ein neues Verhandlungskapitel. Tatsächlich beginnen sollen die Verhandlungen allerdings erst im Herbst – nach der Vorlage eines Berichts der EU-Kommission über die Lage in der Türkei.

Österreichs Bundeskanzler Werner Faymann bezeichnete einen EU-Beitritt der Türkei derzeit als nicht vorstellbar. „Demonstrations- und Meinungsfreiheit sind Menschenrechte. Die gilt es immer zu berücksichtigen, auch dann, wenn verstärkter Handel beiden Seiten Vorteile bringt“, sagte er dem „Focus“. Die Brücken sollten aber nicht abgebrochen, die Beitrittsverhandlungen fortgesetzt werden. „Parallel halten wir die Idee der privilegierten Partnerschaft absichtlich offen.“

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    Die Mehrheit der Deutschen lehnt weitere Verhandlungen mit der Türkei über einen EU-Beitritt ab. In einer Emnid-Umfrage für den „Focus“ sagten 58 Prozent der Befragten, angesichts der Gewalt gegen Demonstranten sei es falsch, dass die Bundesregierung einer Fortsetzung der Beitrittsverhandlungen zugestimmt habe. 34 Prozent bezeichneten die Entscheidung als richtig.

    Journalisten fordern von Regierung andere Rhetorik
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    15 Kommentare zu "Türkei: Europa bleibt das Ziel"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • tomtomtoy, fangen sie bloß nicht mit dem sogenannten Staat Israel an. Dieser pseudo Terror Staat hat mit Demokratie und Menschenrechte nun wirklich nichts am Hut. Leben Sie in einer Parallelwelt? Man sollte besser auf den Boden der Tatsachen zurückkehren.

    • Die Türkei will also auch überall höhere Preise, von Lebensmittel bis Gebrauchsgüter, sie will sich der ELITE ausliefern, die den Euro gleich einer Seuche über Europa ausbreitet um dann mit einem Schlag auf viele Konten zugreifen zu können. Wie hirnfrei muss man als Politiker sein um hier grenzdebil-euphorisiert mitzurennen.

    • Genau das ist auch das Problem der Steinzeitislamisten in Deutschland. Erdogan nimmt nur Anweisungen von Gott. Tatsächlich,.. hat Erdogan einen direkten Draht zu seinen Gott?
      Der ihm sicherlich schon 72 Jungfrauen bereit hält. So denken dann auch die Islamisten bei uns deren Anführer Erdogan zu großen Teil ist. So kann man beobachten das
      die Muslime hier weder Respekt vor Polizei noch Staat haben. Polizeiberichte über muslimische Angriffe gegen die Polizei, dürfen nur dünn berichtet werden. Alles andere wäre ja Rassismus. Die Türkei gehört nicht in die EU:

    • Polen haben sie vergessen , das ein noch größeres fass ohne Boden .....

    • Deutsche Frauen mit denen ich Kontakt habe und
      durch Heirat auch mit niederländischen,schreckt
      diese Machokultur in Europa ab.
      Auch der Großteil deutscher Männer,ist dieser Auffassung.

      Necla Kelek und Seyran Ates.wobei letztere in ihrer
      Anwaltskanzlei hier in Deutschland angeschossen wurde
      und ihre Klientin getötet-und auch sonst Morddrohungen
      erhält,stemmen sich gegen eine Aufnahme solange
      der Status türkischer Frauen immer noch vom Wohnort
      in der Türkei abhängt.
      Während in den Metropolen wie Istanbul, Ankara oder Izmir für die Ober- und Mittelschicht ein moderner Lebensstil selbstverständlich geworden ist, lebt der größte Teil der Landbevölkerung und der in die Städte migrierten Anatolierlnnen nach patriarchalischen Wertvorstellungen. Laut UNICEF haben 640.000 Mädchen in der Türkei keinen Zugang zur obligatorischen Schulpflicht von acht Jahren. Jeder 14. Mann, aber jede vierte Frau über 15 Jahren ist Analphabetln. 92 Prozent allen Eigentums gehört Männern, 84 Prozent des Bruttosozialproduktes wird von ihnen erwirtschaftet. Männer verdienen bis zu 50 Prozent mehr als Frauen für gleiche Tätigkeit.

      Auch mit der Integration hier,gehen sie hart ins
      Gericht unterstützt von Ralph Giodarno und
      Helmut Krauss einem Redakteur.
      Moscheen auf europäischem Boden.seien Keimzellen einer Gegengesellschaft. Dort werde das Weltbild einer anderen Gesellschaft gelehrt und ein Leben im Sinne der Scharia praktiziert. Schon Kinder würden dort die Abgrenzung von der deutschen Gesellschaft lernen.
      Man sollte diesen islamkritischen Frauen zuhören..Sie wissen aus eigener Erfahrung,warum die Türken nicht reif für Europa sind...noch lange nicht.




    • ...und dann wären die nächste Kandidaten Marokko, Lybien, Algerien nicht zu vergessen Syrien. Ach ja, habe ich Albanien vergessen? Und warum sollte man Ägypten ausklammern?
      Stoppt den Wahnsinn am 22. Sept., kann ich da nur sagen.

    • Nichts ist unumkehrbar und schon gar nicht ergebnisoffene Verhandlungen. Die Respektlosigkeit dieses Aussenministers ist typisch für die politische Klasse der Türkei. Weder das Land noch diese Leute sind hier willkommen. Punkt.

    • Auch darüber wird am 22. Sept. abzustimmen sein!

    • Ok, warum muss es dann die Türkei sein die eingegliedert werden soll , in Asien gibt es weit bessere Kandidaten als die Türkei !
      Sehen sie sich mal Israel an !!!

    • Wir sollten alle aufnehmen, die beim Eurosingsangsong mitmachen. Je mehr, desto - offensichtlich und gut hörbar - besser.
      ^_°

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