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Türkei-Konflikt Ankara bestellt deutschen Botschafter ein – zum 17. Mal

Die Beziehungen zwischen der Türkei und Deutschland sind weiterhin angespannt. Die Türkei bestellt nun erneut den deutschen Botschafter ins Außenministerium in Ankara ein. In Deutschland löst das Unverständnis aus.
18.09.2017 - 12:32 Uhr 12 Kommentare
Die Türkei hat erneut den deutschen Botschafter in Ankara ins Außenministerium einbestellt. Quelle: dpa
Die deutsche Botschaft in Ankara

Die Türkei hat erneut den deutschen Botschafter in Ankara ins Außenministerium einbestellt.

(Foto: dpa)

Berlin Zum zweiten Mal innerhalb von zwei Tagen hat das türkische Außenministerium den deutschen Botschafter Martin Erdmann einbestellt. Der Sprecher des Auswärtigen Amts, Martin Schäfer, bestätigte das für Montagnachmittag geplante Gespräch, konnte aber noch nicht sagen, was der Grund für die Einbestellung ist. Nach „Spiegel“-Informationen soll es um die Armenien-Resolution des Bundestags gehen.

Im Juni 2016 hatte der Bundestag beschlossen, die Gräuel an den Armeniern im Osmanischen Reich vor 100 Jahren als „Völkermord“ einzustufen. Ankara zog deswegen zeitweise den Botschafter aus Berlin ab. Mit der Erklärung, die Resolution sei nicht rechtsverbindlich, entschärfte die Bundesregierung den Streit später. Seitdem spielte die Bundestags-Resolution in dem schwer angeschlagenen deutsch-türkischen Verhältnis keine größere Rolle mehr.

Martin Schäfer sagte, es handele sich bereits um die 17. Einbestellung in zwei Jahren. „Man verliert ja fast schon den Überblick angesichts der vielen Einbestellungen unseres armen Botschafters“ Schäfer sagte, dass das unter Nato-Partnern unüblich sei. Insofern werfe dieses Vorgehen des türkischen Außenministeriums ein „ganz bemerkenswertes Schlaglicht auf den Zustand der deutsch-türkischen Beziehungen“. Auch das Auswärtige Amt bestellte den türkischen Botschafter in den vergangenen zwei Jahren mehrfach ein – zuletzt nach der Verhaftung des Menschenrechtlers Peter Steudtner in der Türkei.

Erdmann war zuletzt am Samstagnachmittag ins Außenministerium in Ankara zitiert worden. Dabei protestierte die türkische Regierung gegen ein kurdisches Kulturfestival in Köln. Daran nahmen nach Polizeischätzung rund 14 000 Menschen teil. Die Veranstalter sprachen von mehr als 40.000 Teilnehmern.

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    Die halbe Rückwand der Bühne war von einem Foto des in der Türkei inhaftierten Chefs der kurdischen Arbeiterpartei PKK, Abdullah Öcalan, bedeckt. Zahlreiche Demonstranten trugen Fahnen mit seinem Konterfei. Die PKK ist in Deutschland seit 1993 als Terrororganisation verboten. Seit kurzem ist zudem das öffentliche Zeigen von Öcalan-Porträts untersagt.

    • rtr
    • dpa
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    12 Kommentare zu "Türkei-Konflikt: Ankara bestellt deutschen Botschafter ein – zum 17. Mal"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Vorschlag: der Botschafter mietet eine Ein-Zimmer-Wohnung im Türkischen Aussenministerium. Dann wäre er immer vor Ort und man bräuchte ihn immer nicht zu bestellen....

    • Herr Radomski, Es steht Ihnen frei Urlaub zu machen, wo Sie wollen. Wer zwischen den Zeilen lesen kann, ist im Vorteil

    • Herr Peter Radomski 18.09.2017, 17:05 Uhr

      <<Nie wieder Türkei Urlaub ... so ist der liebe Erdogan, bald ein armer Erdogan ...>>

      Selbstverständlich! Ohne dem jährlichen Türkei-Urlaub des Herrn Radomski mit seiner Familie ist der Tourismus in der Türkei nicht länger profitabel. Folge: Erdogan geht pleite.

    • Nie wieder Türkei Urlaub ... so ist der liebe Erdogan, bald ein armer Erdogan ...

    • "...Die halbe Rückwand der Bühne war von einem Foto des in der Türkei inhaftierten Chefs der kurdischen Arbeiterpartei PKK, Abdullah Öcalan, bedeckt."...= die PKK ist eine Terrororganisation, verantwortlich für 40000 Morde in der Türkei....daraufhin würde mein Beitrag gelöscht, mit folgender Bemerkung: .. Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte verwenden Sie keine Zitate ohne Quellenangabe.---????? ….. Das Zitat ist aus diesem Bericht. Wäre hilfreich den eigenen Bericht zu lesen. …[email protected] Herr Keizer, Der Staat verteidigt sich gegen Terroristen. Und das ist auch gut so. Aber die gängige Meinung in der Christenwelt ist, das alle Terroristen gegen Christen Schlechte Terroristen sind und alle gegen Moslems Gute Terroristen sind.

    • Man stelle sich vor Al Qaida Anhänger würden in Deutschland ganz offen mit Genehmigung der Regierung Versammlungen und Feierlichkeiten abhalten. Nicht auszudenken! Aber Anhänger der PKK, die auch bei uns als Terrororganisation eingestuft ist, halten Großveranstaltungen ab und das seit Jahren! Ein Skandal!

    • Das finde ich aber nett von den Leuten im Türkischen Außenministerium, dass sie den deutschen Botschafter zu Un Kurabiyesi und Türkischem Tee einladen.

      Das hat Stil.

    • @ Herr Metin Mert18.09.2017, 14:58 Uhr

      Für wieviel Morde an den Kurden ist Erdogan verantwortlich?

    • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte verwenden Sie keine Zitate ohne Quellenangabe.

    • Der türkische Großmogul ist von allen guten Geistern verlassen.

      Welch' eine Anmaßung einen deutschen Botschafter einzubestellen.

      Unser Botschafter hat mit Sicherheit Wichtigeres zu tun als Erdogan-Grössenwahn Rede und Antwort zu stehen.

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