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Türkei Mehrere Tote und Verletzte bei Anschlag in Diyarbakir

In der Kurdenhochburg Diyarbakir liefern sich türkische Sicherheitskräfte und PKK-Kämpfer immer wieder Gefechte. Nun kam es zu einem Anschlag auf die Sicherheitsbehörden. Mehrere Polizisten kamen dabei ums Leben.
31.03.2016 Update: 31.03.2016 - 20:37 Uhr
Seit Monaten flammt der Konflikt zwischen der verbotenen Arbeiterpartei PKK und den türkischen Behörden im Südosten des Landes wieder auf. Quelle: AFP
Kurdenkonflikt

Seit Monaten flammt der Konflikt zwischen der verbotenen Arbeiterpartei PKK und den türkischen Behörden im Südosten des Landes wieder auf.

(Foto: AFP)

Diyarbakir Bei einem Autobomben-Anschlag in Diyarbakir im Südosten der Türkei sind am Donnerstag nach Regierungsangaben sieben Polizisten getötet worden. Mehr als zwanzig Menschen seien verletzt worden. Zu dem Anschlag in der größten Stadt in der überwiegend von Kurden bewohnten Region bekannte sich zunächst niemand. Unter den Opfern des Sprengstoffanschlags seien Polizisten und Zivilisten, verlautete aus türkischen Sicherheitskreisen.

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan, der sich wegen einer Atomkonferenz in Washington aufhielt, verurteilte den Anschlag in Diyarbakir. Er sprach von 27 Verletzten. „Das zeigt einmal mehr die hässliche Fratze des Terrorismus“, sagte Erdogan. Die Entschlossenheit der türkischen Sicherheitskräfte werde dem ein Ende machen.

Laut der staatlichen Anadolu ging ein Sprengsatz hoch, als ein mit Polizisten besetzter Bus vorbeifuhr. Die private Dogan sprach von einer Autobombe. Sie sei von Terroristen gezündet worden – als solche bezeichnet die türkische Regierung kurdische Rebellen der verbotenen Arbeiterpartei PKK.

Der Anschlag erfolgte einen Tag vor einem geplanten Besuch des türkischen Ministerpräsidenten Ahmet Davutoglu in Diyarbakir. Türkische Behörden hatten seit August in mehreren Bezirken der Stadt Ausgehverbote verhängt. Kurdische Rebellen hatten in der Stadt Barrikaden errichtet, Gräben ausgehoben und Sprengfallen gebaut. Während der Kämpfe flohen Tausende Einwohner aus der Stadt.

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    Im Südosten der Türkei war es zuletzt zu einer Welle der Gewalt gekommen, seit die Waffenruhe zwischen der verbotenen Kurdischen Arbeiterpartei (PKK) und der türkischen Regierung im Juli vorigen Jahres beendet wurde.

    Ein Ableger der PKK hatte sich zu zwei schweren Anschlägen mit Autobomben in Ankara in diesem Jahr bekannt. Bei dem ersten Attentat am 17. Februar auf einen Militärbus wurden 29 Menschen getötet, die meisten von ihnen waren Soldaten. Einen Monat später kamen bei dem zweiten der PKK zugeschriebenen Attentat im Zentrum der Hauptstadt 37 Menschen ums Leben.

    Zudem wird die Extremistenmiliz IS für Anschläge in der Türkei verantwortlich gemacht. Im März sprengte sich ein Selbstmordattentäter in Istanbul in die Luft und tötete drei Israelis und einen Iraner. Nach Angaben der türkischen Regierung gehörte der Attentäter dem sogenannten Islamischen Staat an.

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