Türkei Möglicherweise Anschlag auf US-Botschaft in Ankara vereitelt

Vier mutmaßliche Mitglieder des Islamischen Staats wurden festgenommen. Wie weit die Terrorpläne gediehen waren, blieb zunächst unklar.
Update: 05.03.2018 - 16:41 Uhr Kommentieren
Bei einer Polizeirazzia in Ankara wurden nach Angaben der türkischen Staatsanwaltschaft zwölf weitere mutmaßliche IS-Extremisten festgenommen. Nach acht weiteren Verdächtigen wurde am Montag gefahndet, wie dass Büro des Oberstaatsanwalts in der Hauptstadt der Türkei mitteilte. Ob sie auch in Zusammenhang mit den mutmaßlichen Anschlagsplänen standen, war zunächst unklar. Quelle: dpa
US-Botschaft in Ankara

Bei einer Polizeirazzia in Ankara wurden nach Angaben der türkischen Staatsanwaltschaft zwölf weitere mutmaßliche IS-Extremisten festgenommen. Nach acht weiteren Verdächtigen wurde am Montag gefahndet, wie dass Büro des Oberstaatsanwalts in der Hauptstadt der Türkei mitteilte. Ob sie auch in Zusammenhang mit den mutmaßlichen Anschlagsplänen standen, war zunächst unklar.

(Foto: dpa)

AnkaraIn Ankara ist möglicherweise ein Anschlag auf die US-Botschaft vereitelt worden. Die türkische Polizei teilte am Montag mit, sie habe nach Hinweisen aus den USA vier mutmaßliche Mitglieder der Terrormiliz Islamischer Staat festgenommen. Die amtliche Nachrichtenagentur Anadolu berichtete, bei den Verdächtigen handele es sich um vier Iraker. Zwei seien in Samsun am Schwarzen Meer gefasst worden, die anderen beiden auf dem Weg von Samsun nach Ankara.

Wegen der möglichen Terrorbedrohung bleibt die US-Botschaft in der Türkei am Dienstag den zweiten Tag in Folge geschlossen. Die US-Botschaft rief Amerikaner in der Türkei auf, die Botschaft und auch Menschenansammlungen zu meiden und sich generell unauffällig zu verhalten.

Bei einer Polizeirazzia in Ankara wurden nach Angaben der türkischen Staatsanwaltschaft zwölf weitere mutmaßliche IS-Extremisten festgenommen. Nach acht weiteren Verdächtigen wurde am Montag gefahndet, wie dass Büro des Oberstaatsanwalts in der Hauptstadt der Türkei mitteilte. Ob sie auch in Zusammenhang mit den mutmaßlichen Anschlagsplänen standen, war zunächst unklar.

Die zwölf in Ankara Festgenommenen seien Ausländer, berichtete die Staatsanwaltschaft. Ihnen werde vorgeworfen, sie hätten versucht, Rekruten für den IS anzuwerben. Zudem hätten sie mit Personen in nicht näher bezeichneten Konfliktzonen in Kontakt gestanden.

In der Türkei sind in den vergangenen Jahren wiederholt tödliche Anschläge verübt worden. 2013 tötete ein Selbstmordattentäter vor der US-Botschaft in Ankara einen türkischen Wachmann. 2015 und 2016 gab es mehrere Anschläge, die vom IS oder kurdischen Rebellen durchgeführt wurden. Am 1. Januar 2017 kamen bei einem Anschlag auf einen Nachtclub in Istanbul 39 Menschen ums Leben. Der türkische Vize-Ministerpräsident Bekir Bozdag sagte am Montag nach Angaben von Anadolu, bei insgesamt 20 IS-Angriffen in der Türkei seien in den vergangenen Jahren 310 Menschen ums Leben gekommen. 4043 mutmaßliche Anhänger der Terrormiliz seien festgenommen worden.

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