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Türkei Türkischer Präsident Erdogan lehnt Rücktritt seines Innenministers ab

Der türkische Innenminister hat auf Twitter seinen Rücktritt verkündet. Präsident Erdogan hat diesen aber abgelehnt und lobt die Verdienste Soylus.
12.04.2020 Update: 12.04.2020 - 23:59 Uhr Kommentieren
Soylu war seit 2016 türkischer Innenminister. Quelle: dpa
Süleyman Soylu

Soylu war seit 2016 türkischer Innenminister.

(Foto: dpa)

Istanbul Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat den Rücktritt seines Innenministers abgelehnt. Süleyman Soylu habe seinen Rücktritt eingereicht, der Präsident habe diesen aber nicht befürwortet, teilte das türkische Kommunikationsministerium am Sonntagabend mit. Soylu übe das Amt des Innenministers weiter aus, hieß es.

In der Erklärung wurden zudem Soylus Verdienste hervorgehoben. Unter anderem habe dieser einen entschlossenen Kampf gegen die verbotene kurdische Arbeiterpartei PKK geführt. Durch seine erfolgreichen Dienste habe er die Achtung des Volkes gewonnen.

Soylu hatte zuvor seinen Rücktritt auf Twitter bekanntgegeben und die Verantwortung für eine kurzfristig am Freitagabend verhängte Ausgangssperre wegen der Coronakrise in 31 Städten übernommen.

„Ich trenne mich von meinem Innenministeramt, das ich mit Stolz ausgeführt habe“, schrieb er. Soylu (50) war seit 2016 Innenminister, ein Nachfolger wurde zunächst nicht benannt.

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    Das Innenministerium hatte am späten Freitagabend kurzfristig eine weitgehende Ausgangssperre wegen der Coronakrise für 48 Stunden in 31 Städten beziehungsweise Provinzen verhängt, darunter in den Metropolen Istanbul, Ankara und Izmir. Die Kommunikation der Behörden war scharf kritisiert worden, weil die Maßnahme erst zwei Stunden vor Beginn der Frist bekannt wurde und Details der Regelung zunächst unklar waren. Am Freitagabend war es deshalb zu Panikkäufen und Menschenansammlungen in den betroffenen Städten gekommen.

    Soylu schrieb weiter, er werde dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan immer treu bleiben und bitte ihn und das türkische Volk um Vergebung. Oppositionsführer Kemal Kilicdaroglu sagte nach Angaben seiner Mitte-Links Partei CHP, er glaube nicht, dass Soylu die Entscheidung zurückzutreten, alleine getroffen habe, vielmehr habe dieser Erdogan „retten“ wollen.

    Die Türkei hatte vor rund einem Monat ihren ersten Coronavirus-Fall gemeldet. Am stärksten betroffen ist nach offiziellen Angaben Istanbul. Gesundheitsminister Fahrettin Koca teilte am Sonntag via Twitter mit, die Zahl der Infizierten sei auf 56.956 gestiegen. In 24 Stunden seien zudem 97 Menschen an der Lungenkrankheit Covid-19 gestorben, damit stieg die Gesamtzahl der Todesopfer auf 1198. Mehr als 3000 Menschen hätten sich erholt.

    Mehr: Warum Türken gut auf „Social Distancing“ eingestellt sind, lesen Sie hier.

    • dpa
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