Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Twitter und Co. Warum die US-Wahl auch im Web 2.0 gewonnen wurde

Seite 2 von 2:
Präsidentenwahl hat Rekorde aufgestellt

Hier ein paar Millionen Fans, da ein paar Millionen Follower - insgesamt hat die US-Präsidentenwahl im Internet Rekorde aufgestellt. Kein anderes politisches Ereignis wurde in den vergangenen sechs Jahren bei Twitter so diskutiert wie die so genannten „us2012“: Twitter zählte am Dienstag mehr als 31 Millionen Äußerungen zum Rennen zwischen Obama und Romney sowie den weiteren Entscheidungen für den Kongress und in den Einzelstaaten.

Mehr als 2,6 Millionen Menschen äußerten sich auf Facebook über Obama, bei Romney waren es 2,9 Millionen. Das Portal „US Politics on Facebook“ registrierte kurz nach Bekanntwerden des Ergebnisses als die drei meistdiskutierten Wendungen: „Obama gewinnt“, „Romney“ und „Präsident“.

Auch der TV-Sender CNN untersuchte die Äußerungen auf Facebook und fand heraus, dass Obama und Herausforderer Romney durchschnittlich mehrere Millionen Mal am Tag erwähnt wurden. Die Nutzer konnten auf Facebook auch nach ihrem Wahllokal suchen oder angeben, dass sie ihre Stimme abgegeben haben.

Obama und Romney selbst hatten das Internet bis zum Schluss für den Wahlkampf genutzt. So twitterte der Amtsinhaber kurz vor Schließung der Wahllokale noch einmal: „Lasst uns das jetzt gewinnen!“ Von seinen Anhängern wurde das mehr als 4.000 Mal als „Favorit“ markiert und rund 19.000 Mal weiterverbreitet. Deutlich weniger Resonanz fand Romney mit einem Foto bei seiner Stimmabgabe und der Feststellung: „Das war's.“

Tatsächlich war’s das dann für Romney. Nach Bekanntwerden des Wahlergebnisses blieb der Herausforderer zunächst stumm, die Nutzer kommentierten auf seiner Facebook-Seite aber tausendfach. Die Einträge reichten von Kampfansagen, über Aufmunterungen bis hin zu Schadenfreude. „Verlierer“ oder „Danke Mitt für deine harte Arbeit“ schrieben die Nutzer. Erst einige Zeit später veröffentlichte Romney auf Facebook ein Bild von sich im Wahlkampf und fügte hinzu: „Danke“.

Obama heimste derweil via Twitter Glückwünsche unter anderem vom russischen Regierungschef und dem Präsidenten der EU-Kommission ein: „@BarackObama Congratulations!“ twitterte Dmitri Medwedew, und Jose Manuel Barroso verschickte „Wärmste Glückwünsche an Barack Obama“.

Auch in Deutschland könnten die sozialen Netzwerke auf politischer Ebene immer wichtiger werden, zum Beispiel bei der anstehenden Bundestagswahl. Der netzpolitische Sprecher der Grünen-Bundestagsfraktion, Konstantin von Notz, ist jedenfalls sicher: „Ganz klar wird Twitter den kommenden Wahlkampf beeinflussen.“

mit Material von dpa

 


Die wichtigsten Neuigkeiten jeden Morgen in Ihrem Posteingang.
Startseite
Seite 12Alles auf einer Seite anzeigen

0 Kommentare zu "Twitter und Co.: Warum die US-Wahl auch im Web 2.0 gewonnen wurde"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.