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Überraschungsbesuch im Irak Rumsfelds Flucht nach vorn

US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld gerät durch den Skandal um angebliche Misshandlungen irakischer Gefangener zunehmend unter Druck. Tagelang musste er sich im Kongress gegen massive Vorwürfe verteidigen. US-Konservative werden bereits nervös. Am Donnerstag trat Rumsfeld nun mit einem Überraschungsbesuch im Irak die Flucht nach vorne an.
US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld bei einem Überraschungsbesuch im Irak, Foto: dpa

US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld bei einem Überraschungsbesuch im Irak, Foto: dpa

HB WASHINGTON. Rumsfeld will sich als rücksichtsloser Aufklärer der Affäre profilieren, die das Ansehen der USA in aller Welt schwer beschädigt hat. Ob er sich aber im Amt halten kann, ist ungewiss. Darüber hinaus gehen selbst loyale Konservative langsam auf Distanz zur konservativen Regierungspolitik.

Die neuen Bilder über Misshandlungen irakischer Gefangener, die Abgeordnete und Senatoren am Mittwoch zu sehen bekamen, erhöhen den Druck auf den Verteidigungsminister. Demokraten erneuern ihre Rücktrittsforderungen, und selbst mancher Republikaner zweifelt inzwischen, ob die Misshandlungen tatsächlich ein paar Soldaten in die Schuhe geschoben werden können, die auf eigene Faust agierten.

Der General, der die Foltervorwürfe untersuchte, Antonio Taguba, fand nach eigenen Angaben zwar keine Hinweise auf systematische Anweisungen zu Misshandlungen. Doch die Zweifel wachsen. „Es geht nicht nur um sieben Reservisten“, sagte der Republikaner Sherwood Boehlert am Mittwoch nach Begutachtung der abstoßenden Bilder. „Die Frage ist: aus welcher Ebene der Kommandostruktur kamen die Befehle?“ wollte der demokratische Senator Bill Nelson wissen. „Irgendeiner muss zur Verantwortung gezogen werden, nicht nur die sieben Angeklagten“, forderte Parteikollege Edward Kennedy.

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