Ukraine Armee rückt gegen Slawjansk vor

Schießereien und Explosionen in der Ostukraine: Truppen der ukrainischen Armee haben eine Offensive gegen die von prorussischen Kräften beherrschte Stadt Slawjansk begonnen. Doch die Separatisten wehren sich.
Update: 02.05.2014 - 09:58 Uhr 19 Kommentare
Quelle: dpa
(Foto: dpa)

SlawjanskMit Hubschraubern und Militärgerät haben ukrainische Regierungstruppen einen Vormarsch auf die Stadt Slawjansk im Osten des Landes begonnen. Moskauer Agenturen zitierten Separatisten, wonach die Stadt mit mehr als 100.000 Einwohnern von Truppen mit schwerem Militärgerät umstellt sei. Mittlerweile hat auch der ukrainische Innenminister Arsen Awakow den Angriff auf die prorussischen Milizen bei den Städten Slawjansk und Kramatorsk bestätigt. Einheiten von Armee, Nationalgarde und Innenministerium hätten mehrere Kontrollpunkte der Separatisten unter ihre Kontrolle gebracht, schrieb Awakow bei Facebook.

Mehrere Mitglieder der moskautreuen „Selbstverteidiger“ seien dabei verletzt worden, sagte ein Sprecher der Separatisten am Freitag der russischen Agentur Interfax. AFP-Reporter, die sich vor Ort aufhalten, berichteten am frühen Freitagmorgen von Gewehrschüssen und heftigen Explosionen nahe der Stadt Slawjansk. Ein Kameramann der Nachrichtenagentur AP meldete, dass die Notfallsirenen am Freitagmorgen in der Stadt aufheulten.

Verschiedene Kontrollposten am Stadtrand würden attackiert, hieß es seitens der Separatisten. Milizenführer Wjatscheslaw Ponomarjow, der sich selbst zum Bürgermeister ernannt hatte, sagte zu Interfax, seine Kämpfer hätten einen Militärhubschrauber vom Typ Mi-24 abgeschossen.

Die moskautreuen Aktivisten setzten Granatwerfer und Panzerabwehrgeschütze ein und hätten einen Hubschrauberpiloten getötet, sagte Innenminister Awakow. Das ukrainische Verteidigungsministerium bestätigte den Tod von zwei Hubschrauber-Piloten. Zwei Kampfhubschrauber seien abgestürzt und mehrere Besatzungsmitglieder verletzt worden, als Separatisten mit tragbaren Flugabwehrgeschützen gefeuert hätten. Zudem sei auf einen Transporthubschrauber vom Typ Mi-8 geschossen worden.

Minister Awakow forderte alle Bürger in dem Gebiet des „Anti-Terror-Einsatzes“ auf, ihre Häuser nicht zu verlassen und von den Fenstern fernzubleiben. Das Verteidigungsministerium in Kiew räumte den Verlust von zwei Hubschraubern ein.

Die russische Staatsagentur Ria Nowosti meldete, Hubschrauber kreisten über der Stadt. Die moskautreuen Separatisten hätten die Einwohner von Slawjansk mit Sirenen und Kirchenglocken vor dem Angriff gewarnt. Im Stadtzentrum sei es ruhig, meldete die russische Staatsagentur Itar-Tass.

Slawjansk gilt als Hochburg des prorussischen Aufstands in der Ostukraine. Die Stadt wird seit Wochen von der „Volksmiliz“ kontrolliert. Seit einer Woche halten „Bürgermeister“ Ponomarjow und seine Kämpfer dort mehrere Militärbeobachter der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) fest, darunter vier Deutsche.

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19 Kommentare zu "Ukraine: Armee rückt gegen Slawjansk vor"

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  • Seit Tagen streuen ARD, ZDF und Mainstream die Propaganda-Mär von OSZE Beobachtern, die in der Ukraine festgehalten werden. Die Wahrheit: es waren offensichtlich BND-Spione.

    Ein Ex-Redakteur der Tagesschau, Volker Bräutigam, hat nun gegen die ARD-Berichterstattung beim Rundfunkrat Beschwerde wegen Verletzung des NDR-Staatsvertrags eingelegt

    http://www.mmnews.de/index.php/politik/18153-ukraine-beschwerde-ard#13990542159782&if_height=6061

  • @ Flexicoke

    - Sehen Sie, jetzt lernen Sie was dazu !

  • Prorussische Terroristen
    ---------
    haben zwei Hubschrauber abgeschossen und einen Piloten gefangen genommen.

    Milizenführer Wjatscheslaw Ponomarjow, der sich selbst zum Bürgermeister ernannt hatte, sagte zu Interfax, seine Kämpfer hätten einen Militärhubschrauber vom Typ Mi-24 abgeschossen.

    So ganz nebenbei hält er noch 11 OSZE-Beobachter in Geiselhaft. Zynisch nennt er sie "seine Gäste", die er im Austausch gegen Gesinnungsgenossen austauschen will.
    Und er lässt von "seinen Kämpfern" - da sind die kleinen grünen, vermummten, Männchen mit Towarischtsch Kalaschnikow - die immer mehr Behörden überfallen und einnehmen.

  • Ich wusste nicht, dass ukrainische Sicherheitskräfte (Polizei, Militär) das AK-100 besäßen.

  • @ SuRai

    Zitat : Und wenn die derart bewaffnet sind, dass die ukrainische Hubschrauber abschießen können

    - die örtlichen Militärs , Milizen und sonstige Dienste haben sich ja samt Waffen auf die Seite der Aufständischen geschlagen.

    Ist Ihnen das entgangen......oder stellen Sie anderweitigen Vermutungen an ?

    .

  • Leistet deshalb die Bundswehr Schützenhilfe??

  • Das ist hier noch die Frage, ob es das "eigene Volk" ist. Diese Schwarzvermummten in Militäruniform - wer ist denn das? Und wenn die derart bewaffnet sind, dass die ukrainische Hubschrauber abschießen können... na, das ist sicher nicht das Väterchen, das um die Ecke wohnt.

  • Sicher ist Frau Merkel nicht zum diskutieren in den USA. Sie bekommt Ihre Anweisungen für das weiter Vorgehen. Die USA haben den Konflikt ausgelöst und wollen in verschärfen. Dies wird gelingen. Es wird allerdings nicht so ausgehen wie Urias001 sich das vorstellt. Wieviele von den 900 Millionen Einwohnern wollen in der Ukraine mitkämpfen? Rußland ist unbesiegbar. Das hat die Geschichte gezeigt.

  • @Flexicoke
    Das Militär gegen das eigen Volk einsetzen zeigt von wahrer Größe. Was das mit Putin zu tun weiß ich zwar nicht aber das die USA und die EU der aktuellen Regierung Milliarden Dollar zur Verfügung stellt damit Sie Ihr Volk an die westlichen Konzerne verkaufen nehmen Sie stillschweigend hin. Setzen wir doch gleich die Bundeswehr hier in der Bundesrepublik gegen alle Hausbesetzer ein, von denen es ja einige hier in der BRD gibt, weil diese Hausbesetzer sind natürlich wenn ich mal scharf nachdenke mit Sicherheit auch alles Terroristen.

  • Wer ist "wir" ? ? ?

    Sie glauben doch nicht im Ernst das sich Bundeswehrsoldaten und andere für Ukrainer in den Kopf schießen lassen und ihr Leben riskieren werden.

    Wofür ? Soo doof kann man gar nicht sein. Sie werden sehen was passiert, - nischt !

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