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Ukraine Aus den Boxen schallen Hymnen des Protests

Am 19. Protesttag rücken die Polizisten hart gegen die Demonstranten vor. Noch immer harren viele aus, singen Protestsongs – doch ihre letzte Hoffnung scheint das Ausland und dessen Einfluss auf Janukowitsch zu sein.
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Tag 19 reißt und zerrt an den Kräften – die Demonstranten, die in der Ukraine für eine proeuropäischen Kurs eintreten, geraten langsam ins Hintertreffen. Quelle: Reuters

Tag 19 reißt und zerrt an den Kräften – die Demonstranten, die in der Ukraine für eine proeuropäischen Kurs eintreten, geraten langsam ins Hintertreffen.

(Foto: Reuters)

KiewMit großer Entschlossenheit trotzen Tausende prowestliche Regierungsgegner in Kiew auch nach fast drei Wochen Dauerprotest Kälte und Schnee. Die Menschen in der Menge machen sich gegenseitig Mut, wärmen sich an Feuern, die in großen Fässern lodern, und tanzen zur Musik der Rockband Kozak System. „Ein Bruder für den Bruder“, tönt es aus den Boxen.

Es ist die Hymne der Demonstranten auf dem Maidan, dem Unabhängigkeitsplatz im Herzen der ukrainischen Hauptstadt. „Ein Bruder für den Bruder“ – gemeint sind die bekanntesten Brüder des Landes, die Regierungsgegner Vitali und Wladimir Klitschko. „Jeder, dem seine Freiheit und seine Zukunft nicht egal sind, muss sich uns anschließen und auf den Maidan gehen“, ruft Vitali Klitschko zu weiteren Protesten auf. Aber der Druck auf die Gegner von Präsident Viktor Janukowitsch nimmt zu.

Am 19. Protesttag ist die Staatsmacht eindeutig im Vorteil. Spezialeinheiten der Polizei rücken immer weiter auf die Barrikaden am Maidan vor. Die Kontrolle über das Regierungsviertel hat die Staatsmacht längst zurückerobert.

Die Sperren aus Stacheldraht, Europaletten und Mülltonnen sind abgeräumt, die kleinen Zeltdörfer mit den Fahnen der Oppositionsparteien stehen leer. Auf beiden Seiten soll es Verletzte gegeben haben. Zwar bleibt eine Eskalation vorerst aus, die Spannung ist dennoch überall in der Millionenstadt zu spüren.

Hoffnung setzen die Klitschkos und ihre Anhänger vor allem auf ausländische Hilfe. Die zuständige Abteilungsleiterin im US-Außenministerium, Victoria Nuland, eilt zu Gesprächen mit der Opposition herbei und lässt sich über den Maidan führen.

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