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Ukraine Ein Land im Machtvakuum

Die radikalen Demonstranten in Kiew hören nicht mehr auf Oppositionsführer Klitschko. Doch auch die Macht von Präsident Janukowitsch schwindet. Jetzt fahren rechtsextreme Aktivsten und Schläger ihre eigene harte Linie.
27.01.2014 - 20:28 Uhr 1 Kommentar
Kein Ende in Sicht: In der Ukraine entspannt sich die Lage zwischen Regierung und Demonstranten nicht.

Kein Ende in Sicht: In der Ukraine entspannt sich die Lage zwischen Regierung und Demonstranten nicht.

Kiew Vitali Klitschko fuchtelte wild mit seinen langen Armen, gestikulierte und an seinem Gesichtsausdruck war deutlich zu erkennen, dass er um Argumente rang. „Gebt das Justizministerium wieder frei“, bat er immer wieder die wenigen, nahezu komplett vermummten Demonstranten, die in der Nacht zu Montag das Ministerium besetzt hatten.

Es nützte nichts, die gewaltbereiten Protestler ließen sich nicht auf Diskussionen mit dem früheren Boxweltmeister und heutigem Oppositionsführer ein. Doch Klitschko gab nicht auf. „Ich werde weiter versuchen, sie zur Freigabe des Ministeriums zu bewegen”, erklärte er trotzig. Und tatsächlich: Einen kleinen, aber nur sehr kleinen Erfolg konnte er am Montagnachmittag verbuchen, als sich die Besetzer des Justizministeriums bereiterklärten, das Innere des Gebäudes zu räumen. Allerdings machten die Aktivisten klar, dass sie den Eingang zum Ministerium weiterhin blockieren würden. Dass sie die Kontrolle nicht völlig abgeben, demonstriert auch die große Europaflagge, die im eisigen Wind über dem Hauptgang zum Ministerium weht.

Richtig sagen lassen wollen sich die radikalen Demonstranten also nichts von Klitschko und Co. Vor allem gewaltbereite, häufig aus dem rechtsextremen Lager stammende Aktivisten, die sich in der Bewegung Spilna Sprawa, gemeinsame Sache, lose zusammengeschlossen haben, fahren ihre eigene harte Linie gegenüber der Machtelite, aber auch gegenüber der Opposition. Unterstützt werden sie von Fußball-Hooligans und Schlägern, die keine Furcht vor der direkten Konfrontation mit den Sicherheitskräften zeigen.

Doch nicht nur die tief gespaltene Opposition von Klitschkos liberaler Udar-Partei, der Batkiwschina-Partei der inhaftierten früheren Regierungschefin Julia Timoschenko und der rechtspopulistischen Partei Swoboda (Freiheit) hat nach zwei Monaten erfolglosen Protests gegen Präsident Victor Janukowitsch und die Regierung an Rückhalt verloren.

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    Die Wut auf die Banditen ist tief
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    1 Kommentar zu "Ukraine: Ein Land im Machtvakuum"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Zitat : Die radikalen Demonstranten in Kiew hören nicht mehr auf Oppositionsführer Klitschko.

      - Die Haben auf diesen von Westlichen Medien hochsterilisierten „Oppositionsführer“ NOCH NIE GEHOERT !

      Der Selbsternannte Oppositionsführer Klitschko ist die KLEINSTE und unbedeutendste Kraft mit der Partei “Udar“, sprich „Schlag“, wohl mehr ein Boxschlag gemeint.

      Und auf diese „Rechtsextreme Chaoten“ hat sich die „Ganze Propagandamaschinerie“ der EU und der Berliner Schei*****republik ausgerichtet !

      Ahnungsloser Dilettantismus der Politschmarotzer treibt ein verarmtes und ausgebeutetes Volk in eine Katastrophe !

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