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Ukraine IWF stellt Kredit von 11,9 Milliarden Euro in Aussicht

Die wirtschaftlich angeschlagene Ukraine kann auf Milliarden-Hilfen des Internationalen Währungsfonds (IWF) hoffen. Eine IWF-Expertenkommission empfahl am Samstag die Gewährung eines Kredits in Höhe von umgerechnet rund 11,9 Milliarden Euro. Ursprünglich forderte das von der Finanzkrise schwer getroffene Land 15 Milliarden. Im Juli soll es eine Entscheidung geben.
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Eingang des IWF in Washington. Der Währungsfonds stell der Ukraine einen Kredit über 11,9 Mrd. Euro in Aussicht. Quelle: ap

Eingang des IWF in Washington. Der Währungsfonds stell der Ukraine einen Kredit über 11,9 Mrd. Euro in Aussicht.

(Foto: ap)

HB KIEW. Die wirtschaftlich angeschlagene Ukraine kann auf Milliarden-Hilfen des Internationalen Währungsfonds (IWF) hoffen. Eine IWF-Expertenkommission empfahl am Samstag die Gewährung eines Kredits in Höhe von umgerechnet rund 11,9 Mrd. Euro. Damit soll das Haushaltsdefizit des Landes gestopft und Vertrauen von Investoren wieder hergestellt werden. Die Empfehlung kommt in politisch brisanten Zeiten, hat sich die Ukraine unter ihrer neuen Regierung doch wieder deutlich an Russland angenährt.

Die Entscheidung über die IWF-Hilfen soll Ende Juli fallen.

Zunächst müsse das Land vereinbarte Änderungen an seinem Sparkurs umsetzen, erklärte die Delegation. Die in Aussicht Summe fällt niedriger aus als erwartet. Die Regierung in Kiew hatte bis zu 15,1 Mrd. Euro angefragt.

Mitte Juni hatte es in Kreisen geheißen, die Ukraine habe sich zwei Mrd. Dollar von Russland geliehen. Damit würden Engpässe im Haushalt überbrückt, solange sich die Verhandlungen mit dem Währungsfonds hinzögen.

Der IWF hatte die Ukraine bereits in der Wirtschaftskrise mit einer Kreditlinie von etwa 13,1 Mrd. Euro vor dem Kollaps gerettet. Das Programm wurde aber 2010 ausgesetzt, weil sich die damalige Regierung um Präsident Viktor Juschtschenko einem schärferen Sparkurs verweigerte. Die Nachfolgeregierung um Präsident Viktor Janukowitsch will die Etat-Sanierung nach eignen Angaben entschiedener angehen.

Janukowitsch hatte nach seinem Amtsantritt im Februar die Wiederannäherung an Russland zu einer seiner Prioritäten gemacht. Im Rahmen dieser Strategie verlängerte die Ukraine als Gegenleistung für billigere russische Gaslieferungen die Pachtzeit für den Stützpunkt der russischen Schwarzmeerflotte im Hafen von Sewastopol. Zudem begrub Janulowitsch formell die Pläne der Vorgängerregierung für einen Nato-Beitritt. Der russische Präsident Dmitri Medwedew hat die Ukraine zum Eintritt in das Militärbündnis ehemaliger Sowjetrepubliken ermutigt.

US-Außenministerin Hillary Clinton warnte erst am Freitag davor, die Ukraine vor die Alternative zwischen Russland und dem Westen zu stellen. Die frühere Sowjetrepublik sollte zu beiden Seiten gleich gute Beziehungen unterhalten, sagte sie in Kiew.

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