Ukraine Kiew empört sich über misshandelten Demonstranten

Ein Video schockt die Ukraine. Es zeigt, wie Polizisten mit einem nackten, offensichtlich zuvor misshandelten Aktivisten posieren. Das ergebnislose Gespräch zwischen Regierung und Opposition heizt die Proteste wieder an.
8 Kommentare

KiewEin Skandalvideo mit einem nackten und von Polizisten misshandelten Demonstranten hat in Kiew massive Empörung ausgelöst. Die Behörden bestätigten die Echtheit des Clips und kündigten eine Untersuchung an. „Das Innenministerium der Ukraine entschuldigt sich für die inakzeptablen Handlungen der Menschen in Milizuniformen“, hieß es in einer Mitteilung. „Minister Witali Sachartschenko hat mit Nachdruck auf die Unzulässigkeit solcher Taten hingewiesen.“

In dem gut einminütigen Video ist zu sehen, wie Uniformierte bei Eiseskälte mit einem offenbar zuvor verprügelten nackten Mann posieren. Zudem schlägt und tritt ein Maskierter den Aktivisten. Bei den Protesten gab es bisher drei von den Behörden bestätigte Tote sowie Hunderte Verletzte.

In der Nacht zu Freitag besetzten Demonstranten das Landwirtschaftsministerium in Kiew besetzt. Die Aktivisten der Bewegung Gemeinsame Sache (Spilna Sprawa) hätten das Gebäude auf der Chreschtschatik-Straße rund hundert Meter vom Unabhängigkeitsplatz besetzt, schrieb der Anführer der Bewegung, Olexander Daniljuk, auf seiner Facebook-Seite. Nach den Verhandlungen am Donnerstag zwischen den Oppositionsführern und Präsident Viktor Janukowitsch sei es klar geworden, dass „wir selbst die versprochene Offensive vorbereiten müssen“.

Die Gespräche am Donnerstag hatten kleinere Zugeständnisse des Präsidenten an die Opposition gebracht. So soll kommende Woche das Parlament bei einer Sondersitzung über einen Rücktritt der Regierung beraten. Doch ein Ausweg aus der seit zwei Monaten andauernden Krise ist nicht in Sicht. Der proeuropäische Oppositionsführer Vitali Klitschko hatte für den Fall, dass Janukowitsch der Opposition nicht entgegenkommt, mit einer „Offensive“ gedroht.

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8 Kommentare zu "Ukraine: Kiew empört sich über misshandelten Demonstranten "

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Die Russen haben zwei Probleme: dumme Leute und schlechte Straßen. Ukrainer haben aber drei Problemen: dumme Leute, schlechte Straßen und Russland. Präsident Janukowitsch ist kein Präsident, der das eigene Land fördert, sondern ein Parasit der von Putin in den Leib der Ukraine eingepflanzt ist. Janukowitsch ist kein Ansprechpartner, dessen Aussage vertrauenwürdig ist. Seine Verhandlungen mit der Opposition sind nur ein Theaterspiel mit dem Zweck der Zeitverzögerung.
    Seine Taten sind offensichtlich Putin´s Regie. Zurzeit stellt die Ukraine ein abgeschwächtes Land dar, das nicht in der Lage ist Putin´s Monstrum-Maschine zu wiederstehen.
    Wenn Putin gewinnen sollte, wird es eine Rückkehr der Sowjetunion ermöglichen. Je stärker Russland unter Putins-Diktatur wird, desto unruhiger wird das Leben in EU-Ländern.
    Daher ist ein Einmischen/Kontrolle von EU äußert notwendig!

  • @donolli
    Für Sie ist auch nichts mehr heilig? Um so einen Unsinn auszudenken, muss man wirklich unter schlimmen Wahnvorstellungen leiden! Alter Schwede… bei manchen Kommentaren zweifele ich manchmal am gesunden Menschenverstand.

  • Dafür, daß der Euro Europa den Frieden gebracht hat, riecht das hier verdammt nach Krieg.


  • Das sind nur teilweise und immer weniger wirkliche Ukrainer in der Miliz. Immer mehr -natürlich inoffiziel- eingeschleuste russische Speznas, das erkennt man am Slang den sie sprechen (was man hört, Einheiten die zuvor in Tschetschenien im Einsatz waren und sich durch besondere Brutalität auszeichen). Eh werdenird jetzt schon die Berkuts vonm russischen FSB besteuert. Putin ist Patenonkel des ukrainischen Ministerialamtsleiter! Verstanden was da wirklich läuft?

  • Kiew findet es aber gut, wenn Polizisten mit
    Molotowcocktails und
    mit Steinschleudern angegriffen werde.
    Man freut sich diebisch, wenn Polizisten wie Fackeln brennen.
    Dafür fehlt mir wohl der ukrainische Revolutions-Humor!

  • Wo bleibt der Zwischenruf von Herrn Gauck?

    Wenn er sich i.S. Menschenrechte in Russland einmischt, dann ist er hier erst recht gefordert, wenn er sein Geischt nicht gänzlich verlieren will.

  • Oho ob die Beamten vor Ort wissen das ihr Verhalten gegen die Europäische Menschenrechts Konvention verstößt die die Ukraine in weiten Teilen unterzeichnet hat?

    Selbst auf völkerrechtlicher UN-Ebene kann man hier den Staat in Den Haag verklagen.

    Ich würde den Staat verklagen solange dieser noch nicht vom
    Kriegsrecht Gebrauch macht indem dann solche Videos ohne
    Konsequenzen bleiben würden.

    Hierzu muss der Kriegs- bzw. Bürgerkriegszustand ausgerufen
    werden. Wenn das passiert können die Sicherheitskräfte ohne jede
    Rücksicht auf die Opposition losgehen.

    Menschenrechte gelten dann nicht mehr.

    Solche Videos können genau zu diesem Zustand führen.

    Bevor dort nicht Hunderte sterben wird nicht viel passieren.
    Schliesslich möchte die EU sicher ihr Verhältniss zu Russland
    nicht gefärden.

    Ich denke nicht das die Zivilbevölkerung in der Ukraine über
    ausreichend Waffen verfügen wird um sich mit dem Staat anzulegen.

    So gesehen sollte ein stiller und langer Protest bzw. Boykott
    effektiver sein.

    Leider werden die Menschen dort von Hass, Vergeltung und Gewalt
    getrieben. Das macht sie blind für sämtliche andere Mittel die
    unsere moderne Zivilisation ihnen bietet um sich gegen ihren
    Staat zuwähren und auch um Neuwahlen zuerreichen.

    Selbst wenn die Staats- und Regierungs-form der Ukraine hier
    etwas einschneidet.

    Ich denke man möchte genau das erreichen mehr Gewalt und Hass
    den dann kann auch der Staat seine Methoden besser rechtfertigen.

    Würde man im Interesse der kleinen Leute vor Ort handeln
    dann würden wir diesen Video jetzt nicht sehen können.

  • stelle mir gerade vor wenn in kiew in der tageszeitung stehen würde: "in deutschland demonstranten geprügelt."
    Was die ukrainer da wohl zu sagen :-)))

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