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Ukraine Kiew steht kurz vor einem erheblichen Schuldenschnitt

Die schwer gebeutelte Ukraine kann derzeit nur mit größter Mühe seine Verbindlichkeiten bedienen. Nun sind die wichtigsten Privatgläubiger einen Schritt auf das pleitebedrohte Land zugegangen. Kiew ist das nicht genug.
12 Kommentare
Kiew hatte zunächst einen Verzicht von 40 Prozent gefordert. Quelle: AFP
Petro Poroschenko

Kiew hatte zunächst einen Verzicht von 40 Prozent gefordert.

(Foto: AFP)

Kiew Die pleitebedrohte Ukraine und ihre Privatgläubiger stehen Medienberichten zufolge kurz vor einer Einigung auf einen erheblichen Schuldenschnitt. Die wichtigsten nichtöffentlichen Geldgeber hätten angeboten, Kiew 20 Prozent des Nominalwertes ihrer Kredite zu erlassen, berichtete das „Wall Street Journal“ am Dienstag. Die Gruppe hält fast die Hälfte des Schuldenberges von 19 Milliarden Dollar (16,5 Milliarden Euro), um den es in den Verhandlungen geht.

Kiew hatte zunächst einen Verzicht von 40 Prozent gefordert. Vergangene Woche hatten der Fonds Franklin Templeton und drei weitere Institutionen lediglich Erleichterungen von fünf bis zehn Prozent angeboten, und auch das nur zu strikten Bedingungen. Der Ausgang der zähen Verhandlungen war am Dienstag offenbar noch nicht klar: „Die Verhandlungen gehen weiter, alle Optionen für die Ukraine bleiben auf dem Tisch“, verlautete aus eingeweihten Kreisen.

Die ursprüngliche Forderung Kiews hätte dem vom Konflikt im Osten und einer drastischen Währungsabwertung gebeutelten Land Einsparungen von 15,3 Milliarden Dollar in den kommenden vier Jahren ermöglicht. Die Einsparungen werden von den westlichen Partnern und vom Internationalen Währungsfonds (IWF) im Gegenzug für ein Hilfspaket von 40 Milliarden Dollar verlangt. Kiew kann derzeit nur mit größter Mühe seine Verbindlichkeiten bedienen.

  • afp
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12 Kommentare zu "Ukraine: Kiew steht kurz vor einem erheblichen Schuldenschnitt"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Dann werden ja wieder Gelder frei für Rüstungskäufe…

  • Wie ernsthafte Analysten und Mike Whitney (Stock Selloff: Panic Time or a Blip on the Radar; Counterpunch) richtig bemerkten, ist China nicht das wahre Problem. Das echte Problem sind die flottierenden Riesenmengen an Geld, die Anlagemöglichkeiten suchen und jeden Spread (Zins-Differenz) aufspüren und sofort mit Alles-oder-Nichts nutzen und damit die Hypes oder Ditches beflügeln. Die Fed und die EZB sind die wahren Verbrecher; sie haben das unnütze Geld in die Spekulationsmärkte gedrückt, weil die Eigentümer nicht mehr normales Geld verdienen wollen, sondern ihren immensen Superreichtum noch weiter erhöhen wollten. Die FED hat sich als das herausgestellt, was sie in Wirklichkeit ist: eine kriminelle Erpressungsmaschine für die Menschheit zum Wohle einer ganz kleinen Finanz-Clique. Denen ist egal, wie oft die Welt in einem crash versinkt. "Faites vos jeux!" ("Machen Sie Ihr Spiel!") bittet der Börsen-Computer die Spieler um ihre Einsätze. Diese werden mit Gutschriften geleistet. Sind genug Einsätze getätigt, setzt der Haupt-Spieler die Börse in Schwingung und wirft die Geldmassen gegen die Drehrichtung in den Markt. Erst jetzt dürfen die Follower auch mitspielen. Dann kommt die Ansage "Rien ne va plus." ("Nichts geht mehr."), es darf nicht mehr mitgespielt werden. Die Börse hyped oder ditched. Die Börse kassiert alle Einsätze, nur der Hauptspieler kassiert die Gewinne.

  • Vielleicht einfach mal ergebnisorientiert gucken was die ‚westlichen Werte’ sind:
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    In 2014 haben die nach Angaben der UNO, also nach offiziellen Zahlen 50.000 Tote und 500.000 Flüchtlinge verursacht. Die korrigierten Zahlen sind wahrscheinlich ein Vielfaches.
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    Dazu haben die Einsätze für die ‚westlichen Werte’ in dem Jahr 15.000.000.000.000 US$ gekostet. Würden wir das Geld in die Klimakatastrophe stecken hätten wir fast keine mehr!
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    Die Tendenz dieser Zahlen zeigt für 2015 steil nach oben. Das ist das Ergebnis ‚westlicher Werte’!

  • USA finanzieren Schlepper mit
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    Artikel von Gerhard Wisnewski
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    »Es gibt Erkenntnisse darüber«, zitiert die Seite den Informanten, »dass Organisationen aus den USA ein Co-Finanzierungsmodell geschaffen haben und erhebliche Anteile der Schlepperkosten tragen. Nicht jeder Flüchtling aus Nordafrika hat 11 000 Euro in cash. Fragt sich niemand, woher das Geld kommt?« Über diese Zusammenhänge herrsche strikte Nachrichtensperre: »Auch das HNAA (Anm.: Heeres-Nachrichtenamt) hat keine Informationen bekommen oder darf sie nicht weitergeben. Es muss aber an die Öffentlichkeit«, so der Geheimdienstmann laut info-direkt.at.

    »Es sind dieselben Brandstifter am Werk, die vor einem Jahr die Ukraine ins Chaos gestürzt haben.« Also die Vereinigten Staaten von Amerika. Deren mutmaßliche Hilfe beim Transport der Flüchtlinge nach Europa ist logisch, denn die Menschen durch Bombenterror aus ihrer Heimat zuvertreiben, reicht schließlich nicht. Sie würden sich wie aufgewirbelter Staub in der unmittelbaren Nachbarschaft wieder absetzen.

    Damit sie über weite Entfernungen fliehen, muss man schon nachhelfen. Das geschieht mit einer regelrechten Bewirtschaftung der Flüchtlinge, die zuerst gesammelt und dann nach Europa geschleust werden. Schuld sind daher nicht die Migranten, sondern die Drahtzieher dieser Migrationswelle, einschließlich der Bundeskanzlerin.

  • Steinmeier wagte sich zu sagen: «Es kann eine europäische Friedensordnung am Ende nur mit der Einbindung Russlands geben.»!
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    War es nicht auch Dr. Merkel, die – infolge der besonders auch durch ihre Entscheidungen entstandenen Eskalation mit Russland – diesen Konflikt in die heutige Situation manövrierte?
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    Doch es gibt m. E. eine weitere Komponente: Der US-dominierte IWF – dessen Geschichte einem modernen Kreuzzug gegen die arbeitende Bevölkerung gleicht – will deshalb einen Schuldenschnitt, um sicherstellen, dass die Ukraine ihre Kredite beim ihm bedienen kann!
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    Es geht also letztlich auch hier wieder nicht um die Menschen, sondern ausschließlich ums Geld von in erster Linie US-Amerikanern?
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    Erinnert dies nicht schon wieder an den Goethes Zauberlehrling?

  • Betrachtet man die Bilder mit welcher Herzlichkeit Poroschenko von unseren Politikern empfangen wird und das im Wissen das dieser Mann auf seine eigenen Landsleute schießen lässt , kann es einem übel werden.
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    Dieser Mann denkt trotz Minsk II nicht im Traum daran Gespräche mit den Separatisten aufzunehmen.
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    Warum zu diesen “ Gipfel “ nicht auch Putin geladen wurde erschließt sich einem normal denkenden Bürger erst recht nicht.

  • Ja, das wäre schön, wenn D der NATO in diesem Konflikt die rote Karte zeigen würde.
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    Leider glaube ich nicht so richtig daran und teile auch aus diesem Grund Ihre Befürchtungen. Ich weiß nicht wie es Ihnen und Ihren Lesern geht, wenn sie eine solche Inszenierung unter Führung der deutschen Kanzlerin verfolgen.
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    Mir wird übel, wenn ich daran denke, dass ganz irre Faschisten in dieser ukrainischen Regierung sitzen und dem Regierungsrepräsentanten hier in D der Hof gemacht wird, während dessen Putin außen vor ist.
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    Welch besseres Zeichen für den tatsächlichen Wunsch Russland zu integrieren gäbe es, als diese an den Tisch zu holen?
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    Für den Augenblick erkenne ich wieder nicht und immer noch nicht, dass Frau Merkel eine klare (unbequeme) Position vertritt.

  • Der sich heute ach so besonnen gebende Steinmeier hat vor 1,5 Jahren noch mit dem Vorsitzenden der NPD-Schwesterpartei Swoboda auf Augenhöhe verhandelt und bleibt einer der Hauptverantwortlichen für die ukrainische Tragödie.
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    Und Merkel müßte versuchen, nicht die Ukraine, sondern die USA zur Vernunft zu bringen, von denen die Marionette aus Kiew seine Anweisungen bekommt.
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    Und Russland wird schließlich bald zu der überfälligen Einsicht gelangen, daß Verhandlungen mit der aktuellen Vasallengeneration nur Zeitverschwendung sind und eine Lösung nur direkt mit deren Hegemon zu erreichen ist.

  • Der Regierung in Kiew..der „merkwürdigen Truppe“ ins Gewissen reden?
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    Sind diese von den USA gekauften, sogar mit Deutschlands Hilfe inthronisierten Lakaien geeignete Ansprechpartner? Ist da vor lauter Korrumpiertheit oder sogar Erpresst-Werden noch ein ansprechbares Gewissen?
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    Meiner Ansicht nach ist weder die „Regierung“ in Kiew der geeignete Ansprechpartner, noch ein „Ins Gewissen Reden“ seitens unserer „Obervolksvertreterin“ angebracht.
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    Wenn sie Mut hätte, öffentlich zu den eigentlichen Tatsachen zu stehen und entsprechend im Sinne des Friedens zu handeln, müsste sie sich mit Obama treffen und ihm gehörig die Meinung, sprich, unser aller NEIN zu den US-Umtrieben sagen und unseren Austritt aus der NATO verkünden. Nichts anderes! Deutschland, werde erwachsen!

  • Zitate:
    Für die Bundesregierung ist es nun zwingend notwendig, sich aus der Entmündigung durch die Nato zu befreien und klarzumachen, dass es mit Deutschland keinen Krieg in der Ukraine geben werde.
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    Auch Putin muss sich gegenüber seinen Armee-Hardlinern durchsetzen. Die Militär-Manöver von Nato und Russland sprechen noch eine andere Sprache: Beide Blöcke lassen ihre Armeen aufmarschieren und bereiten sich auf einen Krieg gegeneinander vor.
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    Das Treffen mit Poroschenko in Berlin mag ein erster Schritt gewesen sein. Weitere sind unerlässlich, um ein jahrzehntelanges Desaster mitten in Europa zu verhindern.



    Deutsche Wirtschaft in Russland fordert Ende der Sanktions-Spirale
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    Die deutsche Wirtschaft in Russland hält die EU-Sanktionen gegen Russland für wirkungslos und fordert das Ende des Straf-Wettlaufs. Die Sanktionen würden die schwierige Lage der deutsche Unternehmen in Russland weiter verschärfen.



    Wenn Obama schlau wäre, würde er jetzt Putin stärken
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    Der Börsen-Crash vom Montag hat allen vor Augen geführt, dass die Weltwirtschaft eine Einheit ist: Panik ist ein internationales Phänomen und sie verbreitet sich so schnell wie ein Computer-Virus. Gegen Panik hilft nur das eiskalte Kalkül: Barack Obama sollte sich mit dem Erz-Kapitalisten Putin verbünden, um ein Mindestmaß an Stabilität sicherzustellen. Es ist vermutlich seine letzte Chance, die finanzielle Kernschmelze zu verhindern.
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    Daher drängt sich eine Achse Washington-Paris-Berlin-Moskau geradezu auf. Obama muss die Kalte-Kriegs-Fantasien des militärisch-industriellen Komplexes abschütteln. Die Entsendung von Tarnkappen-Bombern nach Europa schafft kein globales Wachstum. Das aber ist wichtiger als der ewige Wettbewerb der Militärs, wer denn „den Größten“ habe.

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