Ukraine-Konflikt Beratungen über Waffenruhe am Freitag

Die Ukraine-Kontaktgruppe will am Freitag in Minsk offenbar über einen neuen Waffenstillstand beraten. Der ukrainische Staatschef forderte die Rebellen bereits zu Gesprächen über eine Feuerpause auf.
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Der ukrainische Staatschef Petro Poroschenko verlangt „eine sofortige Feuerpause und den Abzug schwerer Waffen“. Quelle: dpa
„Sofortige Feuerpause“

Der ukrainische Staatschef Petro Poroschenko verlangt „eine sofortige Feuerpause und den Abzug schwerer Waffen“.

(Foto: dpa)

MinskIm Ukraine-Konflikt will die Kontaktgruppe am Freitag in Minsk offenbar über einen möglichen Waffenstillstand beraten. Vertreter der Ukraine, Russlands und der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) würden zu Gesprächen in der weißrussischen Hauptstadt zusammenkommen, teilte das dortige Außenministerium am Donnerstag mit. Der ukrainische Staatschef Petro Poroschenko hatte die Rebellen im Osten des Landes zuvor zu raschen Gesprächen über einen neuen Waffenstillstand aufgerufen.

Poroschenko erklärte nach einem Treffen mit Vertretern der Kontaktgruppe in Kiew, Ziel müssten „eine sofortige Feuerpause und der Abzug schwerer Waffen“ sein. Zum Ort neuer Verhandlungen machte der Staatschef keine Angaben. Der Kontaktgruppe gehören ein früherer ukrainischer Präsident, der russische Botschafter in der Ukraine und ein OSZE-Vertreter an. Im umkämpften Osten der Ukraine gilt seit Anfang September formal eine Waffenruhe, die jedoch immer wieder gebrochen wurde. Auch eine im Dezember vereinbarte Feuerpause führte nicht zum Ende der Kämpfe.

In dem seit neun Monaten andauernden Konflikt in der Ostukraine wurden bereits mehr als 5000 Menschen getötet. Zuletzt verschärfte sich die Lage wieder. International für Empörung sorgte der Raketenbeschuss der Hafenstadt Mariupol am Samstag, durch den mindestens 30 Menschen getötet wurden. Das Anfang September in Minsk unter Vermittlung der Kontaktgruppe geschlossene Abkommen sieht neben einer Waffenruhe zudem die Einrichtung einer 30 Kilometer breiten demilitarisierten Pufferzone entlang der Frontlinie vor.

  • afp
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