Ukraine-Konflikt EU verlängert Strafmaßnahmen gegen Putin-Vertraute

Die EU-Sanktionen gegen 150 Personen, die in Verbindung zum Ukraine-Konflikt stehen, haben weiter Bestand. Die Lage ist weiter angespannt.
1 Kommentar
Ukraine-Konflikt: EU verlängert Sanktionen gegen Putin-Vertraute Quelle: dpa
Wjatscheslaw Wolodin

Der russische Parlamentspräsident steht weiter auf der „Schwarzen Liste“ der EU.

(Foto: dpa)

BrüsselDie EU hat ihre Sanktionen gegen Vertraute von Kremlchef Wladimir Putin und pro-russische Separatisten um weitere sechs Monate verlängert. Wie die Vertretung der Mitgliedsstaaten am Montag in Brüssel mitteilte, sind insgesamt 150 Personen betroffen, die den Ukraine-Konflikt auf die eine oder andere Art angeheizt haben sollen. Ihre in der EU vorhandenen Vermögenswerte bleiben damit eingefroren. Zudem dürfen sie nicht nach Deutschland oder in andere EU-Staaten einreisen.

Zu den bekannten Personen auf der „Schwarzen Liste“ der EU gehören Vizeregierungschef Dmitri Rogosin, Parlamentschef Wjatscheslaw Wolodin und die Leiter der russischen Geheimdienste. Zudem ist zum Beispiel der Milliardär Arkadi Rotenberg betroffen. Er war früher Judopartner Putins und gilt als dessen enger Vertrauter. Von den Vermögenssperren sind neben den Einzelpersonen auch 38 Unternehmen und Organisationen betroffen.

Im Ukraine-Konflikt stehen sich seit 2014 von Moskau unterstützte pro-russische Separatisten und Regierungstruppen aus Kiew gegenüber. Nach UN-Angaben fielen dem Krieg bereits mehr als 10.000 Menschen zum Opfer. „Die Überprüfung der Situation ließ keine Änderung der Sanktionsregelung zu“, teilte die EU jetzt mit Blick auf die weiter angespannte Lage mit. Sie gilt nun bis zum 15. September 2018.

Keine spürbaren Konsequenzen haben die Sanktionen allerdings dann, wenn die Gelisteten weder Konten oder Immobilien in der EU besitzen noch in die EU reisen wollen. Nach Angaben aus EU-Kreisen gilt dies vermutlich für einen Großteil der 150 Personen. Die Wirtschaftssanktionen gegen Russland gelten als wesentlich härtere Strafmaßnahme. Die nächste Überprüfung steht spätestens im Sommer an.

Die wichtigsten Neuigkeiten jeden Morgen in Ihrem Posteingang.
  • dpa
Startseite

Mehr zu: Ukraine-Konflikt - EU verlängert Strafmaßnahmen gegen Putin-Vertraute

1 Kommentar zu "Ukraine-Konflikt: EU verlängert Strafmaßnahmen gegen Putin-Vertraute"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Frechheit aber macht nicht, Herr Putin gewinnt immer auch wegen des Bieres von Frau Dr. Merkel. Die Unglückliche weis nicht was sie mit dem Mana anrichtet.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%