Ukraine-Konflikt Steinmeier setzt auf Verhandlungen mit Russland

Frank-Walter Steinmeier will Europa trotz des Ukraine-Konflikts nicht gegenüber Russland abschotten. Die Wirtschaftssanktionen seien jedoch nötig, um den Kreml an den Verhandlungsstisch zu bringen.
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Außenminister Steinmeier warnt vor harschen Worten in der Ukraine-Krise. Quelle: Reuters
Auf Deeskalationskurs

Außenminister Steinmeier warnt vor harschen Worten in der Ukraine-Krise.

(Foto: Reuters)

DÜSSELDORFBundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier setzt weiterhin auf eine Verhandlungslösung im Ukraine-Konflikt. „Ich setze nicht auf eine dauerhafte Abschottung Europas gegenüber Russland. Selbst wenn eine politische Lösung viele Jahre, vielleicht sogar Jahrzehnte dauern kann, müssen wir alles in unserer Macht stehende tun, um den Konflikt zu lösen", sagt Steinmeier in einem Interview mit dem Handelsblatt (Donnerstagausgabe).

Der SPD-Politiker hält Wirtschaftssanktionen als Druckmittel zwar für nötig, verspricht sich aber nicht allzu viel davon. „Waffenstillstand – erst recht Frieden – lässt sich nicht einfach so herbeiwünschen oder herbeisanktionieren“, sagte der Außenminister.

Für die Vorbehalte in der Wirtschaft zeigte er Verständnis: Er verstehe, dass ein Maschinenbauer, der von drei Anlagen im Jahr zwei in Russland absetzt, anders betroffen sei als der Bundesverband der Deutschen Industrie, der erklärt, allenfalls drei Prozent des deutschen Handels fänden mit Russland statt. Sanktionen seien aber nie dazu da, den anderen niederzuringen – sondern ihn in Verhandlungen zu führen, die er vorher verweigert habe.

Zugleich forderte Steinmeier mehr Hilfe für die Ukraine. Dabei räumte er ein, dass auch er keinen Überblick über den tatsächlichen Finanzbedarf des krisengeschüttelten Landes habe. „Der Finanzbedarf der Ukraine lässt sich kaum abschätzen. Wir haben im Moment keine festen Größenordnungen, auf deren Basis sich der Zustand der ukrainischen Wirtschaft berechnen lässt“, sagte er. Deutschland habe dem Land bereits eine halbe Milliarde Euro in Aussicht gestellt. Außerdem sei man über den Internationalen Währungsfonds (IWF) auch an weiteren Finanzhilfen beteiligt. „Damit können wir uns sehen lassen. In der Ukraine gibt es Wertschätzung dafür“, sagte Steinmeier.

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21 Kommentare zu "Ukraine-Konflikt: Steinmeier setzt auf Verhandlungen mit Russland"

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  • * Unsere * Politiker scheinen die Mentalität der russischen , und insbesondere die Putins nicht zu kennen .. und sollten deshalb vielleicht doch mehr auf dide oppositionellen wie Menzow oder Gasparow hören : Es ist sinnlos , mit Putin auf Diplomatie setzen zu wollen : DAS ist eine Sprache , die er nicht versteht ; für ihn bedeutet jede Verhandlung , jeder Kompromiss einZeichen von SChwäche .. und diese Blösse wird sich ein Putin nie geben ....

  • Sie wundern sich, dass ein Mann wie Kasparov vor dem US-Senat auftreten und gegen den russischen Präsidenten hetzen kann?
    Warum sollte er das als Bürger der USA nicht dürfen?
    Kasparov (geboren als Weinstein) ist immerhin kein Russe, er ist jüdisch-armenischer Abstammung und besitzt neben seiner US-Staatsbürgerschaft (dort lebt er die meiste Zeit sein 1990) auch die armenische, die kroatische und die russische Staatsbürgerschaft. Vermutlich besitzt er auch noch die aserbaidschanische Staatsbürgerschaft. Ob er inzwischen auch die lettische besitzt, ist mir unbekannt - beantragt hatte er sie vor einigen Jahren.
    Warum sich ausgerechnet dieser Mann aufmachte, einem Russen die Präsidentschaft in Russland streitig zu machen, ist mir persönlich ein Rätsel. Er hat zu diesem Russland keinerlei Beziehungen, außer einem russischen Pass, der lediglich eine Erbschaft auf Sowjetzeiten darstellt.

  • Bei diesem Konflikt geht es nur um eine einzige Sache!
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    Die USA müssen unter allen Umständen verhindern (Brzezinkis Worte), dass sich Westeuropa mit Russland zu einer eurasischen Wirtschaftsgemeinschaft zusammen schließt.
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    Bei dem KnowHow der Europäer und den Bodenschätzen der Russen wären die USA plöztlich aussen vor. Sprich, nicht mehr erste Reihe.
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    Folglich ist damit auch die "Währungshoheit" des Dollars Geschichte. Ergo ist die Vormachtstellung der USA gefährdet.

  • Wenn hier von Menschenrechten gesprochen wird wollen wir mal über die brutale Zwangsrekrutierungen der Kiewer Junta und des Herrn Poroschenko sprechen.
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    Sie werden brutalst aus den Häusern heraus genommen und auf die LKW´s geschmissen um verheizt zu werden....DAS IST DIE WAHRHEIT !!!

  • Ein führender Demonstrant auf der Friedensdemo in Berlin sagte:

    FRAU MERKEL: Wenn man Sie aus den USA als Weichei im Bezug auf Russland schimpft, sollte das für Sie eine EHRE sein !!
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    Machen Sie weiter mit einer friedlichen Lösung der Ukraine Krise und setzen Sie in Europa (EU) einen Beschluss durch SOFORT DIE SANKTIIONEN GEGEN RUSSLAND ZU BEENDEN....egal was die Wahnsinnigen aus den USA sagen und wollen.
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    Diese Irren haben wieder mal ihren Dollar ruiniert und wollen sich auf blutige Kosten Europas und Russland (das ein Teil Europas ist) entschulden !?!?
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    Dem muss mit aller Macht entgegen getreten werden, auch unter Mithilfe von Russland !!!
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    Sie und die EU könnten uns das schönste Geschenk machen...NÄMLICH DIE BEFREIUNG VON DEN US-TYRANNEN !!

    MACHEN WIR ENDLICH FREIEN HANDEL VON LISSABON BIS WLADIWOSTOK !!!!!

  • Was die amerikanischen "Eliten" derzeit an krimineller Energie an den Tag legen, muss auch dem gutgläubigsten Anhänger des "Wirtschaftsliberalismus" Angstschauer über den Rücken jagen. Leider besteht kaum eine Möglichkeit, dass sich das absehbar ändert, weil z. B. die Kochbrüder verkünden ließen, sie würden $ 800 Mio investieren, um sich den nächsten US-Präsidenten "zu kaufen". Frau Merkel ist nicht so teuer, die kämpft für TTIP und CETA ganz "umsonst". Und dass sie Geld dafür genommen hätte, den Ehrenmann Juncker vom wichtigsten Steuergauner Europas zum wichtigste Europäer gemacht zu haben, wird auch nicht behauptet. Das macht sie, weil es alternativlos ist - wie der Tod.

  • SANKTIONEN SIND ERPRESSUNGEN !!!
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    Wirkliches Verhandeln sieht anders aus und das weis dieser Herr auch ganz bestimmt.

    Aber die USA haben ja die Sanktionen angeordnet und die sind ja wohl die Chefs von ihm und Frau Merkel .....oder sehen ich das falsch !?!?!?

  • Wenn es ein Krebsgeschwür gibt dann sind es die USA, die NATO und die EU und alle Vasallen die sich von den USA instrumentalisieren lassen....so auch Kasparow.
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    Dieser Mann ist schon lange als US-Agent bekannt, beim Russischen Volk unbeliebt und ich möchte nicht wissen wieviel Geld er dafür bekommt !!
    AUf Befehl der USA kriechen nun diese Ratten aus den Löchern !!!

    Hören Sie mal hin was die Friedensbewegten sagen : https://www.youtube.com/watch?v=NbvBq8_rtkY

  • Bei diesem Konflikt geht es nur um eine einzige Sache! Die USA müssen unter allen Umständen verhindern (Brzezinkis Worte), dass sich Westeuropa mit Russland zu einer eurasischen Wirtschaftsgemeinschaft zusammen schließt.
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    Bei dem KnowHow der Europäer und den Bodenschätzen der Russen wären die USA plöztlich aussen vor. Sprich, nicht mehr erste Reihe. Folglich ist damit auch die "Währungshoheit" des Dollars Geschichte. Ergo ist die Vormachtstellung der USA gefährdet.

  • Es ist noch nicht lange her, da fühlte Herr Steinmeier sich veranlasst, öffentlich dagegen zu protestieren, als Kriegstreiber hingestellt zu werden. Heute schlägt er versöhnlichere Töne an, weil die Geister, die auch er rief, sich verselbständigt haben und die reale Gefahr eines heißen Kriegs hier bei uns besteht.

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