Ukraine-Konflikt USA für Waffenlieferungen an Kiew offen

Die USA prüfen weitere Optionen im Ukraine-Konflikt und erwägen nun offenbar doch, Waffen an das Land zu liefern. Sowohl Außenminister Kerry als auch Generalstabschef Dempsey sollen offen für Gespräche sein.
Update: 02.02.2015 - 13:21 Uhr 21 Kommentare
Laut einem Zeitungsbericht denkt die US-Regierung doch darüber nach, die Ukraine mit Waffen zu beliefern. Quelle: AFP
Ukrainische Regierungstruppen in der Region Donezk

Laut einem Zeitungsbericht denkt die US-Regierung doch darüber nach, die Ukraine mit Waffen zu beliefern.

(Foto: AFP)

WashingtonDie USA erwägen nach einem Bericht der „New York Times“ Waffenlieferungen nun doch an die Ukraine. Ranghohe Vertreter aus US-Militär und Regierung, darunter auch Nato-Oberbefehlshaber General Philip M. Breedlove, zeigten sich hierfür offen, berichtete die Zeitung am Sonntag (Ortszeit). Ein unabhängiger Bericht, der der Regierung in Washington am Montag vorgelegt werden sollte, empfehle, der Ukraine bei ihrem Kampf gegen prorussische Separatisten im Osten des Landes Defensivwaffen und Ausrüstung im Wert von drei Milliarden Dollar (2,65 Milliarden Euro) zur Verfügung zu stellen. Im Gespräch seien dabei Panzerabwehrraketen, Aufklärungsdrohnen und Humvee-Jeeps.

Erarbeitet hätten den Bericht acht frühere ranghohe US-Regierungsmitarbeiter und Militärs. Außenminister John Kerry, der am Donnerstag nach Kiew reisen will, sei ebenso wie Generalstabschef Martin Dempsey offen für eine Diskussion über Waffenlieferungen, berichtete die Zeitung weiter.

Die Wirtschaftssanktionen gegen Russland hätten Moskau nicht von Waffenlieferungen sowie der Entsendung militärischen Personals in die Ostukraine abbringen können. Bislang habe US-Präsident Barack Obamas Sicherheitsberaterin Susan Rice Vorschläge für Waffenlieferungen abgelehnt, schreibt die „New York Times“ unter Verweis auf mehrere Regierungsvertreter. Mittlerweile sei sie aber bereit, ihre Haltung zu überdenken, berichtete das Blatt weiter. Ein Entscheidung des Präsidenten stehe allerdings noch aus.

„Obwohl wir uns weiterhin darauf konzentrieren, eine Lösung mit diplomatischen Mitteln zu erreichen, prüfen wir immer auch andere Optionen, die möglicherweise Raum für eine Verhandlungslösung schaffen“, sagte Bernadette Meehan, Sprecherin des Nationalen Sicherheitsrates, der Zeitung.

Am Samstag war das erste Treffen der sogenannten Kontaktgruppe seit mehr als einem Monat abgebrochen worden. Nach fast vierstündigen Gesprächen warfen sich die Vertreter der Konfliktparteien im weißrussischen Minsk gegenseitig vor, eine Einigung mit „ultimativen Forderungen“ verhindert zu haben. Die Abgesandten hatten unter Vermittlung der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) versucht, sich in den Fragen einer Feuerpause und eines Rückzugs schwerer Waffen zu einigen.

Die Bundesregierung hat keine Erkenntnisse über die angeblichen Erwägungen der USA. Bisher sei Washington gegen Waffenlieferungen an die ukrainische Regierung gewesen, sagte die stellvertretende Regierungssprecherin Christiane Wirtz am Montag in Berlin. „Der Bundesregierung ist jetzt keine Änderung dieser Haltung bekannt.“ Auch die deutsche Haltung habe sich nicht geändert: Es werde keine Waffenlieferungen in die Ukraine geben.

  • dpa
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21 Kommentare zu "Ukraine-Konflikt: USA für Waffenlieferungen an Kiew offen"

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  • Derartige Lieferungen sind abzulehnen. Die EU täte gut daran Amerikanischen TransportFluzeugen den Überflug und Transportschiffen die durchreise durch ihre Hoheitsgebiete zu untersagen. In der Ukraine wurde bereits genug gezündelt und jetzt will man anfangen mit Benzin zu löschen.

  • Nato steht fuer Provokation,Katastrophen,Menschenleid,misslungene Kriegsabenteuer, Missachten von Ordnung+Menschenleben+Ethik+Moral. Das provokative Vorgehen+der agressive NatoTon ist ganz gut zu verstehen weil Ukraine sieht aus als wieder ein verlorener Krieg,geplant v/d US-NatoKriegsPlanern.Die Liste der US-NatoFehlKriege lautet schon Lybien,Irak,Afganistan,Somalia,Ukraine,Syrien,Kosovo,Yemen,Georgien,mit vielen Menschenrechtsverletzungen+immensen Fluechtlingstroemen.Geldsummen belaufen sich auf Hunderten v Miliarden Euro fuer EU.Vielleicht wachen EU-NatoMinister jetzt auf das Alles wieder ganz schief gelaufen ist.Man hat einfach USA-WeltKriege finanziert,Folge verlorenes Ansehen i/d Welt als Marionnet-Kriegstreiber v USA,sichselbst beschaedigend in Wirtschaftsinteressen+historischen Wachstumschancen.Europa Untergang bringend statt Wohlstand.Fuer diese Politik sollte man die EU-NatoMinister sofort entlassen. Ueberall wo die Nato aktiv war versinken Laender+Regionen im Chaos

  • Nato steht fuer Provokation,Katastrophen,Menschenleid,misslungene Kriegsabenteuer, Missachten von Ordnung+Menschenleben+Ethik+Moral. Das provokative Vorgehen+der agressive NatoTon ist ganz gut zu verstehen weil Ukraine sieht aus als wieder ein verlorener Krieg,geplant v/d US-NatoKriegsPlanern.Die Liste der US-NatoFehlKriege lautet schon Lybien,Irak,Afganistan,Somalia,Ukraine,Syrien,Kosovo,Yemen,Georgien,mit vielen Menschenrechtsverletzungen+immensen Fluechtlingstroemen.Geldsummen belaufen sich auf Hunderten v Miliarden Euro fuer EU.Vielleicht wachen EU-NatoMinister jetzt auf das Alles wieder ganz schief gelaufen ist.Man hat einfach USA-WeltKriege finanziert,Folge verlorenes Ansehen i/d Welt als Marionnet-Kriegstreiber v USA,sichselbst beschaedigend in Wirtschaftsinteressen+historischen Wachstumschancen.Europa Untergang bringend statt Wohlstand.Fuer diese Politik sollte man die EU-NatoMinister sofort entlassen. Ueberall wo die Nato aktiv war versinken Laender+Regionen im Chaos

  • Die USA wollen Russland zerstören. fatal, das wird uns in Europa mitzerstören. Auch nicht schlimm, dann sind auf dem Weltmarkt wenigstens weitere, unliebsame Wettbewerber eliminiert. Danach kommt China, dann England. Dann ist es geschafft.

  • @Herr Anatolij Benkendorf
    "Es ist bereits ein offener Krieg. Und Kiev wird den verlieren. Für USA und Westen unvorstellbar, also wird NATO einmarschieren, was wiederum Russland auf den Plan bringt und dann... ?"

    So schnell schießen die Preußen nicht! Die NATO hat einen untergeordneten EU Anteil und der will mehrheitlich keinen heißen Krieg mit Russland führen. Marschiert die NATO bzw. bestimmte Teile der NATO in die Ukraine ein, ist für die gesamte Weltöffentlichkeit klar wer der Aggressor ist und auch andere NATO Länder wie die Türkei würden ebenso an so einer Aggression nicht teilnehmen. Die NATO würde in zwei Lager zerfallen und auf dem Gebiet der Bundesrepublik käme es zu schweren Unruhen, weil Deutschland ein Hauptziel russischer Atomwaffen wäre. Spätestens, wenn die Wirtschaft in Teilen der EU zusammen bräche, könnten westliche Sicherheitskräfte die Volksaufstände nicht mehr unter Kontrolle halten.

    Ich denke der Westen insgesamt wird nicht, jedenfalls niemals einstimmig, dieses Szenario herauf beschwören wollen. Die Ukraine wird wohl mindestens in zwei Hälften zerfallen und der Westen wird zähneknirschend dabei zuschauen. Die Russen haben aus schulden-technischer Sicht keineswegs Interesse an der gesamten Ukraine, die sind doch nicht blöde!

    Kannte mal einen Handballtrainer Benkendorf aus Peine, haben Sie irgend etwas mit ihm zu tun?

  • Offensichtlich, dass es hierbei um eine Rettungsaktion der USA handelt, welche ja zugegeben haben 5 Mrd. USD bereits in den Umsturz in Ukraine investiert haben. Die Volksrepubliken Donezk und Luhansk scheinen jetzt begriffen zu haben, dass es keine friedliche Lösung mit Kiev möglich ist und holen zum Gegenangriff aus. Dort werden noch in diesem Monat 100.000 Soldaten mobilisiert. Es ist bereits ein offener Krieg. Und Kiev wird den verlieren. Für USA und Westen unvorstellbar, also wird NATO einmarschieren, was wiederum Russland auf den Plan bringt und dann... ?

    Dann ist alles vorbei hier in Europa. Russland hat noch niemand besiegen können und wird auch niemand je schaffen, außer China vielleicht.

    Wir die Welt zu AUTOMAREN SCHUTT und ASCHE? Wir werden es sehen.... Meine Prognose ist: NATO kämpft in UKRAINE gegen Russland noch in diesem Sommer. Na dann gute Nacht.

  • Die USA liefern schon seit längerem Waffen in die Ukraine. Und das über verschiedene Kanäle und nicht nur Waffen.
    Z.B.: Polen, hier werden die Söldnerarmee formiert und als Freiwilligen in die Ukraine geschickt. Gelder werden per Flugzeug in die Ukraine geschickt, damit man keine Spuren der Geldtransfers hinterlässt. Und natürlich auch Waffen verschiedenster Art. Hier dienen unteranderem auch die Altbestände der neuen NATO-Mitgleidsländer, die noch altes russisches Kriegsgerät auf Lager hatten. Aber auch alte Kriegsgeräte der US-Armee aus Afghanistan. Für die USA ist es günstiger die Waffen in Ukraine in Verwendung zu bringen, als vernichten oder zurück in die USA zu bringen und einzulagern.
    Bei der Eroberung des Donezker Flughafens wurden hunderte M16, Minen, Handgranaten festgestellt. Zudem wurde in Gorlovka die Haubitze М109 А1 zur Verwendung -> steht unter der Bewaffnung der NATO-Armee.
    Das alles nur kurz zu dem Thema, die USA planen Waffen an die Ukraine zu liefern, dass tun sie schon seit Beginn an. Abgesehen von dem, dass sie den Regierungsumsturz organisiert haben!!!

  • @ Frau Andrea Merker

    >> Munition für die sowjetischen Waffensysteme werden in der Ukraine nicht genügend hergestellt >>

    Es wird überhaupt keine Munition in der Ukraine hergestellt :

    die Munitionsbetriebe für russische Waffen befinden sich ausschliesslich in Russland.

    Das ist das EIGENTLICHE FIASKO der zahlenmäßig überlegenden Armee des Schurkenstaates Ukraine.

    Die können bald nur noch Speck-Stinkbomben werfen und mit Molotov-Cocktails aus ihrem selbst gebrannten Fusel...:-)

    Die Munition ist zum größten Teil bereits verschossen und die Junta plündert schon die Waffenlager der Ostblockstaaten ( auch frühere DDR ), die noch Sowjetmunition gelagert haben. Die reicht aber auch nicht lange.

    Die Amis sind deshalb sehr aufgeschreckt : die Aufständischen könnten jetzt leicht bis nach Kiew durchmarschieren.

    Munitionsmässig werden sie mit Sicherheit gut versorgt ( Osetien, Abchasien, Transnistrien, Tschetschenien, etc. ) und haben hiermit keinerlei Probleme.

    Aus dem Kessel in Debaltsevo fällt auch wieder eine Menge Panzer, Artillerie, etc. ab.

    Die Ukrainer sind am Ar*** !

    Die EUtopia und USA haben kläglich versagt.

  • @Herr Daniel Mayr
    "Es kann ja nicht dauerhaft sein, dass Putin die Rebellen mit eigenen Truppen unterstützt, diese immer neue Städte in der Ukraine angreifen und einen souveränen Staat zerstören, damit Putin auf dem Rücken der Bevölkerung seine Großmachtsfantasien durchsetzen kann."

    “Der Generalstab der ukrainischen Streitkräfte in Kiew hat am Donnerstag eingestanden, dass keine regulären Truppen Russlands am militärischen Konflikt im Osten der Ukraine beteiligt sind. Zuvor hatten ukrainische und westliche Politiker Russland mehrmals beschuldigt, mit Truppen in der Ost-Ukraine einmarschiert zu sein.

    Auf der Seite der Volksmilizen in den Gebieten Donezk und Lugansk kämpfen zwar „einige“ Russen, jedoch keine regulären russischen Truppen, wie der ukrainische Generalstabschef Viktor Muschenko am Donnerstag mitteilte. „Wir haben einige Fakten, dass einzelne Soldaten der russischen Streitkräfte und russische Staatsbürger im Bestand der illegalen bewaffneten Formationen an den Kampfhandlungen teilnehmen“, sagte Muschenko. „Wir führen aber keine Kämpfe mit Einheiten der regulären russischen Armee.“…”

    Man muss ja nicht der Russenpropaganda glauben aber, wenn es sogar in ukrainischen Medien berichtet wird oder hier auf deutsch bei Focus online, übrigens als einzigem deutschen Mainstreammedium, dann sollte man nicht länger solche US Merkel Lügen verbreiten wie Sie es hier tun!

    http://www.focus.de/politik/ausland/ukraine-krise/ukraine-krise-kiew-motiviert-soldaten-mit-abschusspraemien_id_4438784.html

    Es kann ja nicht dauerhaft sein, dass Obama die Ukraine mit US-Söldnern und Waffen unterstützt, diese alle Städte in der Ost-Ukraine angreifen und einen ukrainischen Landstrich und deren Menschen verwüsten und ermorden, damit Obama auf dem Rücken der Bevölkerung seine Großmachtfantasien durchsetzen kann!

  • Die USA haben “schon wieder” einen Milliardenschweren Absatzmarkt für ihre überdimensionierte Waffenindustrie gefunden. Schade, dass die Blindheit der Europäischen Gemeinschaft unendlich groß ist. Den Menschen in der Ukraine helfen die Waffen bei der Konfliktlösung nicht. Und wer das Gegenteil behauptet, der ist entweder unterbelichtet, korrupt oder eine extrem unappetitliche Körperöffnung.

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