Ukraine-Konflikt Waffenruhe bleibt weiter brüchig

Offiziell gilt die Waffenruhe in der Ostukraine seit über einem Monat. Doch weder Separatisten noch Armee halten sich an den Minsker Friedensplan. Erneut werfen sich die Konfliktparteien gegenseitig Verstöße vor.
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Ein im Februar in Minsk vereinbarter Friedensplan hat eigentlich den Abzug schwerer Militärtechnik von der Frontlinie festgelegt. Quelle: dpa
Von Waffenruhe keine Spur

Ein im Februar in Minsk vereinbarter Friedensplan hat eigentlich den Abzug schwerer Militärtechnik von der Frontlinie festgelegt.

(Foto: dpa)

Kiew/DonezkDie Konfliktparteien in der umkämpften Ostukraine haben sich gegenseitig neue Verstöße gegen die seit mehr als einem Monat geltende Waffenruhe vorgeworfen. Prorussische Separatisten hätten die ganze Nacht an der gesamten Frontlinie ukrainische Positionen beschossen, teilte Armeesprecher Anatoli Stelmach am Montag in Kiew mit.

Dabei hätten die Aufständischen auch Mehrfachraketenwerfer des Typs „Grad“ (Hagel) eingesetzt. Die von Moskau unterstützten Separatisten in Donezk warfen Kiew vor, die Waffenruhe mehr als 50 Mal gebrochen zu haben. Regierungstruppen hätten dazu schwere Waffen eingesetzt. Fünf Aufständische seien verletzt worden, hieß es.

Ein am 12. Februar in Minsk vereinbarter Friedensplan legt eigentlich den Abzug von schwerer Militärtechnik von der Frontlinie fest. Russland und die Separatisten werfen der Ukraine die Vorbereitung eines neuen Angriffs vor. In Kiew unterzeichnete Parlamentspräsident Wladimir Groisman eine Verordnung, nach der die abtrünnigen Regionen Luhansk und Donezk zu „okkupierten“ Gebieten erklärt werden.

Nach den jüngsten Beschlüssen der Obersten Rada sollen die Regionen erst „befreit“ werden, damit dann anschließend freie Wahlen organisiert werden können. Der ukrainische Präsident Petro Poroschenko kündigte für den Nachmittag ein Treffen mit Kommandeuren der Streitkräfte an.

  • dpa
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1 Kommentar zu "Ukraine-Konflikt: Waffenruhe bleibt weiter brüchig"

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  • >> In Kiew unterzeichnete Parlamentspräsident Wladimir Groisman eine Verordnung, nach der die abtrünnigen Regionen Luhansk und Donezk zu „okkupierten“ Gebieten erklärt werden. >>

    Okkupierten Gebiete können nur von "AUSLÄNDISCHEN" Mächten okkupiert sein !

    Wer sind denn diese Ausländer in der Ukraine, die das Gebiet "OKKUPIERT" haben ?

    Diese Aussage ist ganz klar eine Provokation Richtung der Zwei Republiken und Richtung Russland.....damit ist wohl die ausländische Macht gemeint !

    Die Kämpfe werden nach diesen Provokationen wieder aufflammen. Die Tage der Junta sind gezählt !

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