Ukraine-Krieg: Fünf Orte sind während der Gegenoffensive besonders umkämpft
Kupjansk, Bachmut, Donezk, Welyka Nowosilka und Orichiw sind derzeit zentrale Schauplätze der ukrainischen Gegenoffensive.
Foto: ReutersBerlin. Sind die Ziele der ukrainischen Gegenoffensive in diesem Sommer tatsächlich nicht zu erreichen? Ein Bericht der US-Zeitung „Washington Post“ sorgte zuletzt für Ernüchterung im Westen und Klagen aus Kiew. Doch scheint nicht nur die Ukraine derzeit Probleme zu haben.
Wie russische Militärblogger berichten, mangelt es Moskaus Truppen an Artilleriemunition für Gegenfeuer an der gesamten Front – speziell aber im wichtigsten Abschnitt im Süden.
Dort will die Ukraine bis nach Melitopol vorstoßen, was dem US-Bericht zufolge mit den derzeitigen Ressourcen nicht zu leisten ist.
Die Militärblogger weisen zudem darauf hin, dass Russland aufgrund der hohen Verluste die Offiziere ausgehen und deshalb auch nicht ausreichend ausgebildete Soldaten Kommandos übernehmen.
Nichtsdestotrotz ist die Situation derzeit ziemlich ausgeglichen. Während die Ukrainer im Süden Fortschritte machen, kommen die Russen im Osten voran. Fünf Gebiete sind derzeit zentrale Schauplätze der ukrainischen Gegenoffensive.
1. Kupjansk
Rund um die Stadt Kupjansk im Nordosten der Ukraine machen die russischen Invasoren derzeit die größten Fortschritte. Russische Quellen behaupten, dass Moskaus Truppen am Wochenende erneut mehrere Ortschaften eingenommen haben – eine visuelle Bestätigung dafür gibt es allerdings nicht. Das ukrainische Verteidigungsministerium bestätigte am Montag zumindest, dass Russland dort in der Offensive ist.