Ukraine-Krieg: Kampf der Drohnen um die Luftherrschaft: Die Ukraine ist das Testfeld für die Kriegsführung der Zukunft
Ein freiwilliger Soldat hält auf einem Truppenübungsplatz eine Drohne hoch, mit der er Sprengstoff abwerfen kann.
Foto: dpaDass Drohnen für die Kriegsführung in der Ukraine eine immer größere Rolle spielen, zeigte sich nicht zuletzt durch die russischen Angriffe auf zivile Infrastruktur. Die Einschätzung, die das US-Verteidigungsministerium zum zunehmenden Einsatz der Flugwaffen in seinem jüngsten „Missile Defense Review“ trifft, überrascht dann allerdings in dieser Konsequenz doch.
„Die Nutzung wird wahrscheinlich eine zunehmende Gefahr für die US-Truppen im Ausland, seine Alliierten und Partner – und vielleicht auch für das US-Staatsgebiet“, heißt es dort.
Drohnen seien ein günstiger, leicht zugänglicher und flexibler Weg, um bewaffnete Attacken durchzuführen, schreibt das Pentagon. „Sie können ähnlich tödlich sein wie Raketen und von einem großen Gebiet aus virtuell unentdeckt abgefeuert werden.“
Welche Rolle können Drohnen zukünftig spielen?
Mit dieser Bewertung bestätigen die USA das, was Experten schon länger voraussagen: dass Drohnen für die Kriege der Zukunft unerlässlich sein und vielleicht sogar prägend werden.
„In zukünftigen Kriegen werden Drohnen Schlüsselelemente in Kämpfen und bei der Aufklärung sein sowie gegen Abwehrsysteme und andere Drohnen eingesetzt werden“, sagt Drohnenexperte Samuel Bendett vom US-Forschungszentrum Center for Naval Analyses (CNA) dem Tagesspiegel. „Die Drohnen werden in Schwärmen fliegen, mit Flugzeugen, Schiffen und Fahrzeugen kooperieren sowie kleinere Drohnen tragen.“