Ukraine-Krieg: Schlacht um Soledar: Wiederholt Russland den Fehler aus dem Sommer?
Die Aussagen über die Lage in Soledar sind widersprüchlich.
Foto: APBerlin. Gerade einmal sechs Kilometer sind es über die Landstraße T0513 von der nördlichen Stadtgrenze Bachmuts in den Nachbarort Soledar in der westlichen Donbass-Region. Zu Friedenszeiten ist es eine einfache Verbindungsstraße.
Seit sich in den vergangenen Monaten von Osten her die Front Meter für Meter an die beiden Orte herangefressen hat, ist die T0513 jedoch zur zentralen Versorgungsroute der ukrainischen Truppen geworden. Vorräte und Verstärkung werden an ihr entlang verschoben.
Am Dienstagabend nun meldete der Chef der Sölder-Gruppe Wagner, Jewgeni Prigoschin, Soledar sei erobert. Seit Monaten kämpfen seine Söldner in der Region. Im Lagebericht des ukrainischen Generalstabs wird Soledar erstmals nicht mehr genannt, was ebenfalls auf eine russische Eroberung hindeutet.
Am Mittwoch wiederum berichtete das ukrainische Militär, die Kämpfe seien noch immer im Gange. Beide Seiten sprachen von zahlreichen Toten. Die Straßen des Orts sollen mit Leichen gesät sein. Auf jeden Fall ist die Lage in der Stadt diffus, der genaue Status lässt sich derzeit nicht abschätzen.