Ukraine-Krieg: Vier Soldaten berichten vom Horror der Schlacht um Bachmut
Ukrainischen Berichten zufolge befinden sich nur noch einige hundert Zivilisten in Bachmut, sie haben weder Zugriff auf Strom noch fließendes Wasser.
Foto: PrivatBerlin. Am besten brachte die Situation in Bachmut wohl der ukrainische Präsident auf den Punkt: „Es gibt dort keinen Ort, der nicht mit Blut getränkt ist, und keine Stunde, in der nicht das furchtbare Grollen der Artillerie ertönt“, sagte Wolodimir Selenski während seines Besuchs bei US-Präsident Joe Biden in Washington Ende 2022.
Wenige Tage zuvor hatte Selenski die Stadt von ehemals rund 70.000 Einwohnern im ostukrainischen Donbass selbst besucht. Sie sei der „heißeste Punkt“ im Krieg seines Landes gegen den russischen Aggressor, so der Präsident bei seinem Ortstermin damals. Zu diesem Zeitpunkt tobte der erbitterte Kampf um Bachmut seit knapp vier Monaten. Tausende Soldaten und Zivilisten waren bereits tot, mehr als doppelt so viele verletzt.
Heute, etwas mehr als fünf Monate und unzählige weitere Tote und Verletzte später, ist die Schlacht zumindest vorläufig erkaltet. Die russische Armee hat, angeführt von der „Wagner“-Söldnergruppe des Putin-Vertrauten Jewgeni Prigoschin, laut übereinstimmenden Berichten das Stadtgebiet eingenommen, während die ukrainischen Truppen sich in die Vororte zurückgezogen haben.