Ukraine-Krise Kiew und Separatisten wollen Friedensgespräche führen

Aus der Ostukraine wurden zuletzt intensive Gefechte gemeldet. Die Außenminister um Frank-Walter Steinmeier appellieren in der Nacht an beide Seiten. Nun zeigen sich beide Parteien zu neuen Friedensgesprächen bereit.
Update: 14.04.2015 - 14:54 Uhr 15 Kommentare
Im Osten der Ukraine wird seit Monaten gekämpft –nun verkündeten die Separatisten eine einseitige Waffenruhe. Quelle: dpa
Prorussische Separatisten

Im Osten der Ukraine wird seit Monaten gekämpft –nun verkündeten die Separatisten eine einseitige Waffenruhe.

(Foto: dpa)

Donezk/Kiew/BerlinIn der Ostukraine wird ungeachtet des Minsker Waffenstillstandsabkommens immer heftiger gekämpft. Sechs Soldaten seien in den zurückliegenden 24 Stunden getötet worden, teilte ein Militärsprecher am Dienstag mit. Weitere zwölf seien bei den Gefechten im Raum um die Separatisten-Hochburg Donezk verletzt worden. Die Außenminister Deutschlands, Frankreichs, Russlands und der Ukraine forderten einen sofortigen Stopp der Kämpfe.

„Die Situation in der Konflikt-Zone ist nach wie vor instabil“, sagte Militärsprecher Andrij Lysenko. „Bewaffnete Kräfte der Feinde greifen an fast allen Stellen (der Front) an.“ Konkrete Angaben über den Tod der sechs Soldaten machte er nicht. Die ukrainische Armee verzeichnete damit den größten Tagesverlust seit einem Monat. Vertreter der russlandfreundlichen Separatisten warfen im Gegenzug den Regierungstruppen vor, wiederholt Stellungen der Separatisten mit Artillerie-Granaten zu beschießen. Das berichtete die Nachrichtenagentur der Rebellen, DAN.

Nach dem Außenministertreffen in Berlin hatten die Führung in Kiew und die prorussischen Separatisten zuvor ihre Bereitschaft zu neuen Friedensgesprächen erklärt. Noch für diesen Dienstag sei eine Videokonferenz der Ukraine-Kontaktgruppe geplant, teilte die Sprecherin des früheren Präsidenten Leonid Kutschma in Kiew mit. Dabei gehe es um eine Feuerpause, um den Austausch von Gefangenen und um den Abzug schwerer Waffen.

Diskutiert werden solle zudem über die Bildung von Arbeitsgruppen zur Lösung der humanitären Katastrophe und für die wirtschaftliche Entwicklung des Donbass, sagte Kutschmas Sprecherin Darka Olifer der Agentur Interfax. Separatistenführer Wladislaw Dejnego bestätigte seine Bereitschaft zur Teilnahme an den Gesprächen.

Außenminister appellieren an beide Seiten
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15 Kommentare zu "Ukraine-Krise: Kiew und Separatisten wollen Friedensgespräche führen"

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  • USA: Russische Waffenlieferungen verstoßen nicht gegen UN-Sanktionen
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    Das US-Außenministerium hat erstaunlich zurückhaltend auf die Aufhebung des russischen Waffenembargos gegen den Iran reagiert. Die Lieferung von Raketenabwehrsystemen werden von den Amerikanern nicht als Verletzung der von den UN verhängten Sanktionen betrachtet. Washington ist über den Schritt nicht glücklich. Moskau und Teheran sprechen von einem wichtigen Schritt in der Verbesserung der russisch-iranischen Beziehungen.

  • Nun könnte ja auch Russland offiziell und mit grosser Presse “Ausbilder” in die Ostukraine schicken? Was Russland nicht tun wird, da sie politisch auf einem anderen Niveau spielen.
    Es ist eine offene Provokation und eine deutliche Absichtserklärung von Seiten der USA. Dumm nur, dass sich die USA mit dieser Aktion wiederholt der Unterstützung von Völkermord, eines Genozid und des Faschismus (mit)schuldig macht.

    Eine Frage am Rande und im Zusammenhang mit der militärischen Unterstützung der Kiewer-Putscharmee:
    Was passiert eigentlich mit den von Deutschland “ausgemusterten” Sturmgewehren H&K G36? Werden diese 150.000 Sturmgewehre etwa bald in Kiew “verschrottet”? Dazu der Link mit einem Testergebnis …

    http://www.all4shooters.com/de/Inhalte/Pro-Zone/Heckler-und-Koch-G36-Werksbesuch-caliber-Pro-Zone/

  • Die Folgen der Russland-Hetze...
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    "Die deutsch-russische Lomonossow-Grundschule in Marzahn-Hellersdorf ist am Wochenende Schauplatz eines volksverhetzenden Anschlages geworden. Unbekannte verteilten auf dem Schulgelände Flugblätter und Pappschilder mit rechtsradikalen und ausländerfeindlichen Inhalten, wie die Polizei mitteilte. Der Inhalt der Parolen richtete sich explizit gegen den russlanddeutschen Migrationshintergrund der Schüler. Deshalb ermittelt nun der Staatschutz. Zudem wurde eine Reichsflagge am Tor der Schule in der Allee der Kosmonauten und eine Sexpuppe mit einem Strick um den Hals an einen Basketballkorb befestigt. Die Gegenstände befinden sich derzeit bei Experten der Spurensicherung."

  • Russland rettet US-Bürger, Briten und Ukrainer aus dem Jemen
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    Die amerikanische und die britische Regierung haben Russland gedankt, weil Russland amerikanische und britische Staatsbürger aus dem Jemen evakuiert hat. Auch ukrainische Staatsbürger wurden von der russischen Armee in Sicherheit gebracht.
    --------------------------------------- MEINE MEINUNG ---------------------------------
    Die geretteten Amerikaner hätten Unmut geäußert? Weil sie von Russland gerettet wurden, oder weil die USA keine Veranlassung einer Rettung ihrer Landsleute sah?
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    Tja liebe Amerikaner, so viel seid ihr eurer “Regierung” wert.
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    Und liebe Briten und Esten, überdenkt mal eure Haltung zu Russland neu! Ein “Aggressor” würde so etwas nicht tun.

  • Hier die Liste der TRANSATLANTIKER die nach meiner Meinung nicht wählbar sind weil sie uns an die USA verkaufen !!

    http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_von_Mitgliedern_der_Atlantik-Br%C3%BCcke

  • Vertrauen verloren - Putin will Russlands Wirtschaft von EU abnabeln
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    Der russische Präsident Wladimir Putin will sein Land jetzt von der EU unabhängiger machen. Wegen der im Ukraine-Konflikt verhängten Sanktionen haben weite Teile der russischen Bevölkerung das Vertrauen in Europa verloren, sagt der österreichische Wirtschaftsdelegierte in Moskau, Dietmar Fellner.
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    Noch beziehen die Russen rund 60 Prozent ihrer Importe aus der EU. Geht es nach Putin, soll sich das ändern. Fellner: "Ich habe noch nie so viele Chinesen in Moskau gesehen. Sie kommen als Touristen und als Kapitalgeber." Bis vor einem Jahr durften Chinesen dort gar nicht investieren, jetzt sind sie hochwillkommen und finanzieren etwa Zellulosewerke.
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    Heimische Exporteure haben es jetzt schwer
    Putins großer Traum ist, vom Westen autark zu werden. Für in Russland produzierte Smartphones macht er sich stark, eine neue russische Fast-Food-Kette als Alternative zu McDonald's wird subventioniert. Am wichtigsten ist ihm der Aufbau eigener Industriesparten.
    ------------------------------Meine Meinung------------------------------
    Was glauben sie, warum eine Hillary so früh den Wahlkampf eröffent hat?
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    Für die USA geht es ums Überleben ! Sie brauchen TTIP und Europa, weil ihre eigene Inlandswirtschaft am Kippen ist, der Dollar am Absaufen (immer mehr Länder steigen aus den Handel mit Dollars aus ,
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    Obama nur mehr für seinen Namen in der Geschichte unterwegs ist, weil für den nächsten US-Präsidenten alles davon abhängt, ob er Europa, die EU als Beute einbringen kann und noch ein paar Jahre weitermacht, oder ob 2017 der Anfang vom Ende wird.
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    Wir hier haben nur noch die Chance Eurasien !!

  • Erste US-Militärausbilder treffen in Ukraine ein

    In der Ukraine sind die ersten hundert US-Fallschirmjäger eingetroffen. Sie werden kommende Woche mit der Ausbildung von ukrainischen Soldaten beginnen. Umstritten bleibt nach wie vor, dass die Amerikaner auch bewaffnete Rechtsextremisten ausbilden werden.

    So sieht die Einsicht und der FRIEDENSWILLEN der USA aus !!!!!!

  • Schwedische Marine: Russisches U-Boot war Plastik-Boot „Time Bandit“

    Schweden hat erstmals eingeräumt, dass sie nicht sagen könne, ob das mysteriöse U-Boot vor Stockholm wirklich russischer Herkunft gewesen sei. Bei dem Wasserfahrzeug, welches auf einem angeblichen Beweis-Foto zu sehen ist, habe es sich um ein ziviles Arbeits-Boot gehandelt.

  • Für Herrn Steinmeier u. Frau v. der Leyen zur Kenntnisnahme. Es lohnt sich auch die US Aggressionen zu beurteilen!

    Im Netz heute verfügbar:

    Der Chef des französischen Militär-Geheimdienstes hat die US-Dominanz der Nato in Fragen der militärischen Aufklärung kritisiert: Die französischen Dienste hätten zu keinem Zeitpunkt Anzeichen einer geplanten russischen Invasion in der Ukraine gehabt.
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    Doch die französischen Erkenntnisse wurden von den Amerikanern nicht berücksichtigt !?!?

  • Beschwerden der Baltenländer über russische Bedrohung sind "Bluff".
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    Der Chef des Auswärtigen Ausschusses der Staatsduma (russisches Parlamentsunterhaus), Alexej Puschkow, hat die Beschwerden der Baltischen Länder über eine Bedrohung von Seiten Russlands als "Bluff" eingestuft.
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    Wie Puschkow in seinem Microblog bei Twitter schrieb, hat der Chef der finnischen Verteidigungskräfte, Lindberg, zugegeben, dass es keine Bedrohung für Finnland von Seiten Russlands gebe und das Gejammer der Baltischen Staaten über eine solche „Gefahr“ purer Bluff sei.
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    Der Oberbefehlshaber der Verteidigungskräfte Finnlands, General Jarmo Lindberg, hatte zuvor erklärt, Russland habe keine Schritte unternommen, die als Bedrohung für sein Land gedeutet werden könnten.

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