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Ukraine-Krise Nato wirft Russland massive Aufrüstung an der Grenze vor

Die Nato verfolgt mutmaßliche russische Truppenverstärkungen an der Grenze zur Ukraine mit Sorge. Kiew will mit dem Kreml auf neutralem Boden verhandeln. Darüber spricht Russlands Außenminister Lawrow mit Steinmeier.
18.11.2014 Update: 18.11.2014 - 14:48 Uhr 64 Kommentare
Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg spricht von einer „ernsthaften militärischen Verstärkung“ in der Ostukraine. Quelle: AFP

Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg spricht von einer „ernsthaften militärischen Verstärkung“ in der Ostukraine.

(Foto: AFP)

Minsk/Brüssel/Kiew Die Nato beobachtet eine deutliche Verstärkung der Truppen in der Ostukraine und auf der russischen Seite der Grenze. „Es geht um Truppen, Material, Artillerie und sehr moderne Luftabwehr-Systeme“, sagte Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg am Dienstag in Brüssel. „Das ist eine ernsthafte militärische Verstärkung, und wir appellieren an Russland, seine Truppen zurückzuziehen und zu einer friedlichen Lösung beizutragen.“

Mit Blick auf eine friedliche Lösung des Ukraine-Konflikts forderte Stoltenberg Russland zu einem Truppenrückzug auf. Er warf dem Kreml erneut vor, mit Streitkräften auch direkt in der Ostukraine zu operieren. „Wir sehen, dass Russland die Ukraine weiter destabilisiert.“

Zu Lösungsmöglichkeiten für den Konflikt sagte Stoltenberg: „Die Krise ist durch Handlungen Russlands verursacht worden. Russland hat die Wahl - es kann zu einer friedlichen Lösung auf dem Verhandlungsweg beitragen oder es kann weiter den Weg der Isolation gehen.“ Sowohl die EU als auch die Nato würden sich weiter für eine friedliche Lösung des Konflikts einsetzen.

Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier hat die Konfliktparteien im Osten der Ukraine zur Einhaltung der brüchigen Waffenruhe aufgerufen. Bei einem Besuch in Kiew sagte Steinmeier am Dienstag, die Waffenstillstandsvereinbarungen von Minsk seien „nicht perfekt“, aber eine gute „Berufungsgrundlage“. Zugleich bot er der Ukraine weitere deutsche Unterstützung an.

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    Die ukrainische Regierung bot Russland „ernsthafte Verhandlungen auf neutralem Gebiet“ über eine Entschärfung des Konflikts in der Ostukraine an. Einen entsprechenden Vorschlag machte Ministerpräsident Arseni Jazenjuk laut der ukrainischen Nachrichtenagentur Interfax, nachdem Steinmeier in Kiew getroffen hatte. Bei den angestrebten Verhandlungen sollen nach Jazenjuks Worten die EU und die USA behilflich sein.

    Moskaus Antwort kommt von Vize-Außenminister Grigori Karassin: Die ukrainische Führung müsse nicht mit Russland sprechen, sondern mit den Aufständischen in der Ostukraine.

    Der ukrainische Präsident Petro Poroschenko hatte Steinmeier ein Papier übergeben, in dem Kiew Verletzungen der Waffenruhe durch Russland auflistet. „Russland hat kein Kriterium der Vereinbarungen erfüllt“, sagte er. Weder die Schließung der Grenzen noch der Rückzug der russischen Einheiten seien erfolgt.

    Poroschenko fügte hinzu: „Die Sanktionen sind nicht dazu da, um Russland zu verletzen, sondern nur, um einen Zustand zu kommen, dass die Minsker Vereinbarungen auch erfüllt werden.“ Auch Ministerpräsident Arseni Jazenjuk machte Russland und die prorussischen Separatisten allein für den Bruch der Vereinbarungen verantwortlich.

    Nach seinem Kurzbesuch in Kiew will Steinmeier nach Moskau weiterreisen. Dort steht ein Treffen mit dem russischen Außenminister Sergej Lawrow auf dem Programm. Es ist das erste in Moskau seit der Annexion der Halbinsel Krim im März.

    Vor dem Treffen hat Russlands Chefdiplomat Sergej Lawrow die Erwartungen gedämpft. „Wir schätzen den regelmäßigen Dialog mit Berlin, aber niemand erwartet einen Durchbruch in der Ukraine-Frage“, sagte Lawrow am Dienstag der Agentur Interfax zufolge in Minsk. Das Treffen mit Steinmeier werde nicht alle Probleme auf einen Schlag lösen. „Für Russland ist wichtig, dass Deutschland als führendes Land in der Europäischen Union mithilft, Lösungen zu finden“, sagte er.

    „Standfestigkeit gepaart mit Dialogbereitschaft“
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    64 Kommentare zu "Ukraine-Krise: Nato wirft Russland massive Aufrüstung an der Grenze vor"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • kann ich nur zustimmen!!!
      Ich stelle mich doch auch nicht neben jemanden und sage "Hey, warum stehst hier du neben mir!?" :-)

    • "...Selbst Putin wurde am Wochenende mehrfach dabei ertappt, wie er die Deutschen angelogen hat und für dumm verkaufen wollte..." - nur amüsant! :-)))))

      immer wieder der gleiche Mist. Satz rausgreifen und Behauptung ansetzen, Putin ist an allem Schuld. Ich lache mich zu tode. :-))))

    • "...Putins Russland kann keine glaubwürdige Perspektive bieten und ich bin fast sicher, dass das auch viele Russen so sehen, wenn sie ehrlich sind..."

      dies müssen Russen selbst entscheiden und haben es auch. Deshalb stehe über 80% der Russen hinter Putin. Das sollten europäische Politiker einmal nachmachen!

    • Russland ist nicht Teil des Konflikts in Ukraine. Es gibt auch keine russischen Streitkräfte in der Ukraine. Die ukrainische Armee kämpft gegen sein eigenes Volk, weil diese, geschichtlich und in ihren Herzen, nichts mit der Putschregierung in Kiev zu tun haben wollen.
      Es ist alleiniges internes Problem der Ukraine selbst. Und nur die, Regierung in Kiev und Aufständischen im Osten, müssen es intern und friedlich lösen!

    • An alle MARVIN WISNEWSKY Antworter:

      Er war der "schwarze Drachen","Edi Haas", "Krassnick","Weissenfels","Volkerts","Thomsen"...

      Es macht keinen Sinn auf ihn einzugehen,er ist ein Troll!

      Man findet ihn sehr einfach.Man muss nur schauen ,wo gibt es mehr als ca. 20-30 Kommentare,davon hat er mindestens die Hälfte geschrieben,einfach zu erkennen an den lustigen Wiederholungen halber,vorheriger Kommentare .
      Damit er keinen Diskussionsbaum verpasst.

      Eine ganz traurige Geschichte.Er macht das den ganzen Tag bis die Funktion um 21 Uhr abgeschaltet wird :(

    • @ Herr Walter Gerhartz

      In Bezug auf Frau Merkel liegen Sie richtig. Sie ist ein käuflicher Opportunist und erinnert zu sehr an den berüchtigten Roman "Der Untertan". Wie kann es auch anders sein. Die Frau hat selber nichts zu Wege gebracht und wurde auf diese Position gedrillt. Unwichtig. In wenigen Sekundenschlägen wird sie Geschichte sein und keiner weint ihr eine Träne nach.
      Wir als Bürger hingegen müssen zusehen, wie wir in Europa und der Welt mit allen auskommen, ohne ihnen die Köpfe einzuschlagen. Der Konflikt um die Ukraine hat gezeigt, wie verantwortungslos die Regierungen aller Beteiligten zuweilen mit dem Leben und der Gesundheit der ihnen anvertrauten Menschen umgehen. Sie sind kein Schäfer sondern Schlächter. In ihrem Gefolge macht sich auf allen Seiten der Geist des Krieges, der Volksverhetzung, des Rassismus und der Rücksichtslosigkeit breit. Die Primitiven gewinnen allmählich wieder die Oberhand, weil sich Ehrlichkeit und Rücksichtnahme nicht durchsetzen können.
      Es sind somit alle Menschen gewarnt und sollten weltweit hellwach sein, um zu erkennen, das sie sich von Unfähigen Kleingeistern beherrschen lassen. Wenn das nicht Anlass genug ist, diese Typen vom Sockel zu holen und gegen integere Personen auszutauschen . . .

    • Hallo Marvin

      Wie geht es den Herren Krassnick und Weissenfels?

      Haben die Herren Thomsen und Volkerts immer noch den schwarzen Drachen?

      Bitte Grüße Edi Haas von mir ;)

    • Herr Gerhartz
      volle Zustimmmung
      Merkel ist bis heute nicht in der Demoklratie angekommen und ich glaube, sie will das auch gar nicht
      Diese Frau wird der Untergang Deutschlands sein
      Es wird Zeit, dass usnere Presse nicht nur wach sondern hellwach wird

    • Das gelingt unsrem MARVIN WISNEWSKY immer.

      Er kommentiert jeden an den Abgrund,zu jedem Thema,in jedem Forum.

      Also nicht zu Ernst nehmen.Erst 21 Uhr stoppt ihn - Forumsende :)

    • Martin Wisnewski
      Sie sollten sich mal eine 1/4 Std. in die Ecke setzen und überegen, ob Sie Krieg wollen.
      Wenn sie einen wollen, wählen Sie weiterhin die stramme DDR-Merkel die Detuschland und Europa ja gerade in den Krieg führen wird.

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