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Ukraine nach dem Referendum Die geheimen Foltergefängnisse von Kiew

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„Illegale Verhaftungen sind nicht unsere Methode“

Die Entführer forderten die Verhafteten auf, über ihre Gefangenname Stillschweigen zu bewahren“, schrieben Rachel Denber und John Dalhuisen, die Europa- und Zentralasienchefs von HRW und Amnesty, in einem offenen Brief an den Chef der ukrainischen Militärstaatsanwalt Anatoli Mathios.

Gegen keinen der Inhaftierten sei irgendwann während seiner Haftzeit offiziell Anklage erhoben worden, klagten die Menschenrechtler. Die zwölf Männer und eine Frau seien offenbar nur als Tauschmaterial einkassiert worden, um sie gegen von den Separatisten gefangen genommene ukrainische Soldaten auszutauschen. Die Separatisten seien allerdings mehr an der Rückgabe ihrer eigenen Kämpfer interessiert gewesen, so dass der Austausch nicht zustande kam.

Laut Renber und Dalhuisen sind mindestens noch fünf weitere Menschen in ukrainischen Geheimgefängnissen. Sie fordern die umgehende Freilassung der Inhaftierten und eine Aufklärung der Fälle. „Das kontinuierliche Ableugnen gewaltsamer Entführungen und geheimer Festnahmen fördert ein Klima der Gesetzlosigkeit und lässt gravierenden Menschenrechtsverletzungen weiter ungestraft“, warnen die Bürgerrechtler.

In Kiew werden die Vorwürfe zurückgewiesen. Der ehemalige Vizegeneralstaatsanwalt Nikolai Golomscha erklärte, die Sicherheitskräfte in Charkiw würden von „gesetzestreuen Profis“ angeführt, die sich wohl kaum mit „so etwas abgeben“. Auch aus der Präsidialverwaltung hieß es: „Illegale Verhaftungen sind nicht unsere Methode.“

Auch vom Geheimdienst kam am Montag ein heftiges Dementi zu den Geheimgefängnissen: „Die Erklärungen, dass dort Menschen festgehalten werden, entsprechen nicht den Tatsachen“, erklärte der Chef des SBU-Apparats Alexander Tkatschuk. In Charkiw gebe es zwar eine SBU-Einheit, die sich mit vorgerichtlichen Untersuchungen befasse und in U-Haft geratene Verdächtige befrage. Doch diese würden nicht in geheimen Gefängniskammern des SBU gehalten, sagte er.

Die Folter- und Entführungsvorwürfe haben Amnesty und HRW auch schon gegen die Separatisten erhoben. Wie nun in Kiew haben aber auch die Rebellen alle Vorwürfe als haltlos zurückgewiesen.

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5 Kommentare zu "Ukraine nach dem Referendum: Die geheimen Foltergefängnisse von Kiew"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Es wird Zeit für IM Erika. Die Kanzlerdämmerung ist eingetreten, spätestens am Sonntag wissen alle Bescheid (auch die CDU mit samt dem Altkanzler Kohl). Die eigenen Parteimitglieder stehen nicht mehr zu ihr. Die Parteibasis geht auf Distanz. Heute morgen sagte mir ein langjähriges Parteimitglied der CDU: "So geht es ja nicht mehr weiter." Es wäre besser wenn Frau Merkel den "Abflug" macht.

  • Kurze Stippvisite von mir hier nach einer Woche Pause mit der Erkenntnis: in Punkto Indoktrination und Gehirnwäsche hält sich das Handelsblatt deutlich mehr zurück als die meisten anderen Mainstreamblätter.
    Deshalb von mir hier auch (natürlich!!) kein Pro-Russland und Anti-USA--Kommentar, sondern ein ANTI-STAAT-Kommentar:
    Zwei Nietzsche-Zitate:
    "STAAT heißt das kälteste aller kalten Ungeheuer. Kalt lügt es auch; und diese Lüge kriecht aus seinem Munde: Ich, der Staat, bin das Volk!"
    "Der Staat lügt in allen Zungen des Guten und Bösen. Und was er auch redet, er lügt - und was er auch hat, gestohlen hat er´s."
    STAATSSCHEERGEN, die Menschen foltern, kann es letztendlich nur geben, weil die überwiegende Mehrzahl der Menschen irrsinnigerweise der Meinung ist, dass sie HERRSCHAFT über sich benötigt. Ohne Glaube an Herrschaft (und damit der Selbstdegradierung zum Sklaven) gäbe es letztendlich auch weder die Statsschergen Poroschenkos, noch Putins, noch Erdogans, noch des Kenianers in den USA.

  • Wieder ein Artikel über die Werte-Gemeinschaft von EU und der Schadenskanzlerin.
    Die Wahrheit kommt ans Licht.,haben wir das mit unseren Steuern finanziert ?

  • Der Artikel zeigt das Problem der (faktischen) Lagedarstellung im Internetzeitalter. Am Ende steht man da und hat keine Ahnung was los ist. Es gibt keine unabhängigen Informationen mehr (alle Beteiligten sind interessens-geleitet). Aber immerhin: die erste Annäherung zwischen ukrainischer Regierung und Rebellen seid langem! Man hat so seine Gemeinsamkeiten! ;-)

  • Laut der Führungsmannschaft der EU inkl. Merkel passt die Ukraine ganz gut zu der Gemeinschaft (zu den Methoden) der EU-SA....(EU-USA)
    Diese Foltermethoden wurden auch im 3. Reich und werden heute noch in Guantanamo angewendet.