Ukraine Russland liefert Gas bis Ende März

Streit um die Bezahlung und um Lieferungen an prorussische Separatisten hat den Gasstreit zwischen der Ukraine und Russland wieder aufflammen lassen. Nun einigten sich beide Parteien - auch Europa atmet auf.
Update: 03.03.2015 - 00:38 Uhr Kommentieren
Eine russische Gas-Messstation in der Nähe der ukrainischen Grenze (Archivfoto von 2009). Quelle: dpa
Russisches Gas

Eine russische Gas-Messstation in der Nähe der ukrainischen Grenze (Archivfoto von 2009).

(Foto: dpa)

BrüsselRussland und die Ukraine haben sich in ihrem Gasstreit unter Vermittlung der Europäischen Union auf eine Verlängerung der Lieferungen bis Ende des Monats verständigt. Der Vizekommissionspräsident für die Energieunion, Maros Sefcovic, äußerte sich am Montag in Brüssel "zufrieden" über die Einigung.

Eine "vollständige Umsetzung" der Winterlieferungen für die Ukraine und damit auch die Versorgungssicherheit der EU sei erreicht worden. Zudem sei die Fortsetzung der Verhandlungen über künftige russische Gaslieferungen vereinbart worden. Moskau und Kiew wollen ihre Gespräche demnach unter EU-Vermittlung Ende März fortsetzen. Dabei soll es um die Belieferung der Ukraine von April an gehen.

Der russische Monopolist Gazprom werde lediglich jene Mengen liefern, die vorab bezahlt würden, sagte der russische Energieminister Alexander Nowak nach dem Gespräch mit seinem ukrainischen Kollegen Wladimir Demtschischin laut Agentur Tass.

Der lange schwelende Konflikt um russische Gaslieferungen in die Ukraine war Ende Februar wieder aufgeflammt. Russland hatte damit begonnen, die großteils von prorussischen Separatisten gehaltenen Gebiete in der Ostukraine mit Erdgas zu beliefern. Die Rebellen hatten zuvor mitgeteilt, ihre Gebiete würden nicht mehr vom ukrainischen Gaskonzern Naftogaz beliefert.

Außer um die Versorgung selbst geht es im Streit zwischen beiden Ländern um die Bezahlung. Nach Auffassung des russischen Versorgers Gazprom muss Kiew auch für die jüngsten russischen Lieferungen in die Ostukraine zahlen. Die ukrainische Führung weigert sich und macht geltend, dass sie weder die Mengen kontrollieren noch über die Verwendung entscheiden könne.

Die Region wird großteils von den prorussischen Separatisten kontrolliert. Daneben geht es noch um die Bezahlung für russische Lieferungen an die Ukraine generell.

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