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Ukraine wählt Timoschenko ruft zu Machtwechsel auf

„Nur blinde und taube Menschen können diese Wahlen fair nennen“, sagt die inhaftierte Timoschenko und ruft zur Abwahl der Regierung auf. Die Abstimmung gilt als wegweisend über den künftigen Kurs der Ex-Sowjetrepublik.
Update: 28.10.2012 - 11:41 Uhr 1 Kommentar
Bei der Wahl will die Opposition um Timoschenko und Boxweltmeister Vitali Klitschko die regierende Partei der Regionen von Staatspräsident Viktor Janukowitsch ablösen. Quelle: Reuters

Bei der Wahl will die Opposition um Timoschenko und Boxweltmeister Vitali Klitschko die regierende Partei der Regionen von Staatspräsident Viktor Janukowitsch ablösen.

(Foto: Reuters)

Kiew In der Ukraine hat nach einem aufgeheizten Wahlkampf die Abstimmung über ein neues Parlament begonnen. Die inhaftierte Oppositionsführerin Julia Timoschenko rief ihre Landsleute am Sonntag in einem flammenden Appell zur Abwahl der Regierung auf. „Nur blinde und taube Menschen können diese Wahlen fair nennen“, unterstrich Timoschenko. Sie kündigte an, an ihrem Haftort in Charkow abstimmen zu wollen.

Timoschenko darf wegen einer umstrittenen siebenjährigen Gefängnisstrafe nicht kandidieren. Bei der Wahl will die Opposition um Timoschenko und Boxweltmeister Vitali Klitschko die regierende Partei der Regionen von Staatspräsident Viktor Janukowitsch ablösen.

Die Abstimmung im zweitgrößten Flächenstaat Europas sei ruhig angelaufen, teilte die Zentrale Wahlkommission in Kiew mit. Bei regnerischem Wetter waren in der ukrainischen Hauptstadt zunächst nur wenige Menschen in den Wahllokalen anzutreffen.

Die Abstimmung gilt als Richtungswahl über den künftigen Kurs der Ex-Sowjetrepublik zwischen der EU und Russland. Rund 36,6 Millionen Berechtigte sind aufgerufen, die 450 Abgeordneten zu wählen.

Der SPD-Politiker Markus Meckel zeigte sich in Kiew beunruhigt von Berichten über Stimmenkauf und manipulierte Wählerverzeichnisse. Dies müsse genau untersucht werden, sagte er der Nachrichtenagentur dpa. Meckel ist einer von mehr als 3700 ausländischen Wahlbeobachtern.

Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) bezeichnet die Parlamentswahl als „wichtige Bewährungsprobe für Demokratie und Rechtstaatlichkeit“. „Ich habe die klare Erwartung, dass die Wahlen frei und fair durchgeführt werden müssen. Wir werden das genau beobachten“, erklärte Westerwelle am Sonntag in Berlin. Zugleich sprach er sich für engere Beziehungen zwischen der Europäischen Union und der Ukraine aus. „Der Weg dahin ist mit dem ausgehandelten Assoziationsabkommen vorgezeichnet“, sagte Westerwelle. „Wir wünschen uns eine nach Westen orientierte Ukraine, die mit uns die europäischen Werte teilt.“

Die Wahllokale schließen um 19.00 Uhr MEZ. Danach werden erste Prognosen erwartet. Letzte Umfragen sahen die Regierung knapp vorne.

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1 Kommentar zu "Ukraine wählt: Timoschenko ruft zu Machtwechsel auf"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Dieser ahnungslose FDP-Mauler wird gar nichts genau beobachten ! Die Kameras, die man in Wahllokalen angebracht hat, sind Blendgranaten für die naiven Westlichen Beobachter. Diesen Taschendiebtrick haben die Ukrainer von den Russen gelernt ! Die Fälschung passiert nicht im Wahllokal, sondern bei der Stimmenzählung...und da sind die Beobachter nicht dabei !
    Das die korrupte "Gasprinzessin" gegen das Regime mault ist wohl verständlich....Laßt mich raus, sollte die schreien.
    Der Möchtegernpolitiker Klitschko ist halt ein ahnungsloser, pansionierter Boxer...hatte früher viel in der Faust, aber wenig im Kopf...hat sich nicht viel geädert. Der wird genau dort landen, wo er bei der Bürgermeisterwahl in Kiev gelandet war...in der Unbedeutenheit. Er beherrscht nämlich die Taschendiebtricks nicht.

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