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Ukrainischer Außenminister „Wir brauchen einen 'Marshall-Plan' für die Ukraine“

Der ukrainische Außenminister erwartet von der EU mehr Unterstützung – unter anderem durch technische und militärische Hilfe. Dabei zieht Klimkin einen Vergleich zum Irak und zur Situation nach dem Zweiten Weltkrieg.
21.08.2014 Update: 21.08.2014 - 08:07 Uhr 14 Kommentare
Putin (r.) und  Poroschenko (M.) beim 70. Jahrestag der Landung der Alliierten in Frankreich: Die beiden Staatschefs treffen am 26. August in Minsk wieder aufeinander. Quelle: dpa

Putin (r.) und Poroschenko (M.) beim 70. Jahrestag der Landung der Alliierten in Frankreich: Die beiden Staatschefs treffen am 26. August in Minsk wieder aufeinander.

(Foto: dpa)

Berlin/Moskau Vor dem Besuch von Kanzlerin Angela Merkel am Samstag in Kiew hat der ukrainische Außenminister Pawel Klimkin mehr Beistand des Westens im Konflikt mit Russland gefordert. „Ich glaube, es wäre durchaus logisch, der Ukraine technische und militärische Hilfe zur Bekämpfung von Terrorismus zu leisten, ähnlich wie es gerade im Falle Iraks stattfindet“, sagte Klimkin dem Kölner „Express“ (Donnerstag). „Dieser Kampf liegt schon im ureigenen Interesse der Europäischen Union.“

Darüber hinaus benötige die Ukraine Hilfe in politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Bereichen, etwa bei ihren europäischen Reformen. „Wir brauchen einen „Marshall-Plan“ für die Ukraine“, sagte Klimkin. „Und wenn beim „Marshall-Plan“ nach dem 2. Weltkrieg die USA die Hauptrolle gespielt haben, könnte jetzt Deutschland bei dieser historischen Mission die Führung übernehmen.“

Merkel will am Samstag in Kiew bei Krisengesprächen mit Präsident Petro Poroschenko und Ministerpräsident Arseni Jazenjuk über Unterstützung sprechen. Die Ukraine hatte zuletzt um Waffenhilfe gebeten; dies lehnt der Westen aber ab. Ein Außenministertreffen unter Beteiligung Russlands, der Ukraine, Frankreichs und Deutschlands in Berlin am vergangenen Sonntag brachte bisher keine Ergebnisse.

Die Ukraine und der Westen werfen Moskau die Unterstützung prorussischer Separatisten im Osten des Landes vor. Kiew bezeichnet die Rebellen, die sich heftige Kämpfe mit der Armee liefern, als Terroristen.

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    Prorussische Separatisten haben in der umkämpften Ostukraine nach eigener Darstellung erneut drei Militärmaschinen abgeschossen. Der ukrainische Sicherheitsrat in Kiew bestätigte am Mittwochabend zunächst nur den Abschuss eines Kampfjets vom Typ Suchoi Su-25. Das Schicksal des Piloten sei unklar. Die Aufständischen in der nicht anerkannten Volksrepublik Lugansk sprachen zudem von Abschuss zweier Militärhubschrauber vom Typ Mi-24.

    Zehntausende warten auf humanitäre Hilfe
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    14 Kommentare zu "Ukrainischer Außenminister: „Wir brauchen einen 'Marshall-Plan' für die Ukraine“"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Beim Marshall-Plan ging es um den Wiederaufbau zerstörter Strukturen, aber in der Ukraine müsste alles neu aufgebaut werden. Ich finde es gut, wenn man der Ukraine hilft, aber die Hilfe darf nicht so aussehen, dass Geld in ein korruptes System gepumpt wird. Die berühmt-berüchtigte Troika müsste in Aktion treten, ohne ESM natürlich, aber mit IWF, EU und - wenn Deutschland sich als Geldgeber hervortun soll - mit einem deutschen Vertreter.

      Es hilft den Bürgern der Ukraine nicht, wenn man aus vermeintlichem Respekt vor der Unabhängigkeit des Landes und aus Scheu vor dem nationalistischen Stolz sich vornehm zurückhält mit Ratschlägen oder gar Bedingungen. Ein dermaßen korruptes Land wie die Ukraine kann kein Vertrauen in staatliche Strukturen erwarten und den Ukrainern hilft man am meisten, wenn die EU das Land radikal umkrempelt. Am besten mit Volksabstimmung, damit es nicht gegen den Willen der Menschen geschieht. Wenn die Ukrainer keine Reformen wollen, dann sollten sie auch kein Geld erwarten.

      Die Begründung der "Terrorismusbekämpfung" ist ziemlich weit hergeholt und verdeckt, dass die Ukraine aus anderen Gründen einfach pleite ist.

    • Wir brauchen einen „Marshall-Plan“ für die Ukraine“, sagte Klimkin. „Und wenn beim „Marshall-Plan“ nach dem 2. Weltkrieg die USA die Hauptrolle gespielt haben, könnte jetzt Deutschland bei dieser historischen Mission die Führung übernehmen.“
      (Zitat)

      Der Unterschied ist der, die USA hatte damals gleichzeitig "Hoheitsrechte" über Deutschland ausgeübt und zum Teil gelten diese ja immer noch. Sollte vielleicht jetzt bei einem gleichwertigen "Merkel-Plan" nun die selben Rechte über die Ukraine von Deutschland jetzt aber ausgeübt werden? Als erstes würde ja im Ersatz das Oligarchen-System in ein klassisches Demokratie System fällig werden. Das könnte aber sehr schwierig werden -oder?

    • Die hier seitens der ukrainischen Regierung angeführten Vergleiche mit aktuellen und/oder- auch historischen Ereignissen zeugen von Unkenntnis und Unverantwortlichkeit. Tatsache ist, auch wenn die Bezeichnung ‚prorussische Separatisten‘ etwas anderes suggeriert, dass das ukrainische Militär auf eigene Bürger schießt. Selbst auf Vorschläge der Separatisten zu einem Waffenstillstand und Einrichtung eines Flüchtlingskorridors wurde mehrfach abgelehnt. Eine ähnliche Situation ergab sich am Absturzort der Passagiermaschine. Auch hier wurde die Bereitschaft der Separatisten den Zugang zur Absturzstelle zu ermöglichen seitens des ukrainischen Militärs mit dem Beginn einer Großoffensive beantwortet.
      Im welchem Masse nun die Separatisten russische Staatsbürger sind oder nicht, ist in der ‚augenblicklichen Situation‘ fasst unmöglich zu beantworten. Tatsache ist jedoch, dass große Teile der ukrainischen Bevölkerung Zuflucht in Russland und nicht Richtung Kiew suchen. Die einseitige Schuldzuweisung Russlands ist für mich zweifelhaft. Auch die Beschossenen sehen das auffällig anders als unsere Regierung oder die EU-Wertegemeinschaft uns das weismachen wollen.
      Die einseitig losposaunten Appelle Richtung Moskau. ‚Russland muss mehr beitragen….‘, ‚Russland muss mehr Einfluss nehmen….‘, ‚Russland muss dies und dass…‘ steht im krassen Widerspruch zu den Apellen die gegenüber der ukrainischen Regierung formuliert werden. Hier wird stillschweigend ein Genozid, das Morden an der eigenen Bevölkerung gebilligt und das Ganze noch mit Hilfsgeldern der Wertegemeinschaft finanziert. Wenn die Ukraine und der Westen Moskau die Unterstützung der Separatisten vorwerfen, kann man dem Westen auch die Unterstützung des ukrainischen Militärs für ethnische Säuberung im Osten der Ukraine vorwerfen. Die Wahrnehmungen der Wertegemeinschaft scheinen offensichtlich opportunistisch eingetrübt.

    • Ddie Gier der EU, Obamas und Merkel, sich über ganz Europa auszubreiten, haben zu diesen Verhältnissen geführt.
      Die EU ssteht offensichtlich untr der Fuchtel Obamas und Merkel sowieso.
      Wir sind nicht verpflichtet, unser Geld nun auch noch in die Ukraine zu geben und die Ukraine hat nichts zu fordern.
      Was haben wir auf dem russ. Kontinent zu suchen?
      Es wird Zeit, dass die Presse das endlich mal begreift und thematisiert.
      Aber wenn ich z. B. die FAZ lese, so scheint die auch imemr linke zu werden.
      Bis auch hier die Hütte brennt.
      Scholl-Latour hat das mit der ISIS vorausgesagt und auch, dass wir das hier bekommen

    • Ein "Marshall-Plan" war in Deutschland erfolgreich, weil es sich um Deutschland handelte.

      Ein "Marshall-Plan" für die Ukraine wird nicht erfolgreich sein, da es sich um die Ukraine handelt.

      Unsere Berliner "Maulhelden" und da bin ich mir ziemlich sicher, werden trotzdem ein neues Spiel erschaffen, das heißt nicht "Schiffe versenken" sondern "Geld versenken".

    • Gerade in der Ukraine haben die Menschen aber friedlich zusammengelebt, ähnlich wie in Ex-Jugoslawien.
      Erst durch die Aufhezung durch die USA begannen die Auseinandersetzungen. Es liegt nicht an Multikulti sondern der Gier der USA!

    • Fortsetzung

      Es geht den westlichen Eliten letztlich um die größte Beute innerhalb der europäischen Geschichte die es jemals als Beute gab, es geht darum ob man sich in ein bis zwei Jahrzehnten die gesamte russische Föderation, einschließlich Anrainerstaaten, einverleiben und Untertan machen kann oder nicht. Ja, es geht darum den absehbaren großen Endkampf der westlichen und chinesischen Eliten in spätestens drei Jahrzehnten gewinnen zu können. Wir die normalen Menschen auf dem Globus sind völlig irrelevant für alle Mächte, wir werden für ihre Zwecke missbraucht, geopfert und massakriert und, wenn es der jeweiligen Macht vorteilhaft erscheint auch zeitlich begrenzt hofiert werden! Es sollte, bevor man sich für eine elitäre Seite entscheidet, jedem klar sein, man entscheidet sich letztlich immer gegen sich selbst, denn einmal im Besitz der totalen Macht werden alle diese elitären Mächte die Menschheit versklaven bzw. zur edelsten Nutzviehrasse machen!

      Es wäre tatsächlich das beste keine Seite gewinnen zu lassen und permanent die gerade schwächere Seite zu unterstützen und so für ein ständiges unentschieden zu sorgen, zumindest solange wir auf diesem Globus nicht zu einer echten humanen Gesellschaftsordnung fähig sind!!!

    • „Wir brauchen einen 'Marshall-Plan' für die Ukraine“

      Hier wird bewusst ein Begriff aus den Anfängen der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland benutzt um uns alle mal wieder hier in Deutschland auf widerwärtige Art und Weise hinter die Fichte zu führen. Nicht nur sind die anfänglichen Motive der naiven Maidan-Revolutionäre vom Westen ins Gegenteil pervertiert wurden. Korruption und feudales Oligarchentum verharren eben nicht nur auf dem gleichen Stand wie zuvor, es ist noch viel schlimmer geworden. Der ukrainische involvierte rechte Nazisektor wird zudem zur Vernichtung oder Vertreibung unliebsamen “Russenvolks“ gebraucht und skrupellos eingesetzt. Die bisher verübten und vom Westen gedeckten Großverbrechen sprechen hier eine unmissverständliche und eindeutige Sprache und die medialen westlichen Hetzer sind gar nicht mehr in der Lage diese Tatsachen mit Propaganda verschleiern zu können.

      Tatsächlich müssen die gegenüber dem Westen feindlich bis skeptisch gestimmten Menschen in der Ostukraine weg gebombt zumindest vertrieben werden, denn es geht um gigantische Gaslagerstätten in der Ostukraine die mittels Fracking auf die schon vertraglich zugesicherte Ausbeutung von US- Gasexplorer warten. Russland könnte innerhalb von zwei bis drei Jahren als Gaslieferant auf Jahrzehnte für Europa ersetzt werden und könnte auf diese Weise wirtschaftlich ruiniert und so viel leichter in die angloamerikanische Abhängigkeit gezwungen werden. Die Unabhängigkeit Russlands aber vor allem die Macht der in Russland Herrschenden wäre ganz sicher sogar verloren, wenn Russland Europa als Gasabnehmer verlieren würde. Das absehbare wirtschaftliche Desaster innerhalb Russlands würde die russischen Oligarchen in Scharen in die Arme der angloamerikanischen Finanzoligarchie treiben und Russland ebenso wie die EU jetzt schon zu einem armseligen Vasallen verkommen lassen.

      Fortsetzung

    • Hier einmal etwas aus einem Ort in der Ukraine.
      https://www.youtube.com/watch?v=LDIvWqsA2U8#t=24

    • Das war abzusehen: Ein sog. Marshall-Plan muß her und Deutschland muß bezahlen. Das ist der Preis für die dreiste Einmischung unserer Politiker in innerrussische Angelegenheiten.

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