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Ultimatum läuft ab „Wir lassen uns nicht erpressen“

Strenge Worte und diplomatische Bemühungen prägen den Einsatz der deutschen Bundesregierung um die beiden vor rund sechs Wochen im Irak entführten Geiseln. Während sich das Auswärtige Amt sich gewohnt zurückhaltend gibt, findet Bundeskanzlerin Merkel ungewöhnlich klare Worte.
In einem Geiselvideo bitten die im Irak verschleppte Hannelore Marianne K. und ihr Sohn um ihr Leben. Quelle: dpa Quelle: dpa

In einem Geiselvideo bitten die im Irak verschleppte Hannelore Marianne K. und ihr Sohn um ihr Leben. Quelle: dpa

(Foto: dpa)

HB BERLIN. Das Schicksal der vor rund sechs Wochen im Irak entführten 61-jährigen Hannelore Marianne K. und ihres 20 Jahre alten Sohnes ist weiterhin ungewiss. Eine Sprecherin des Auswärtigen Amtes in Berlin sagte am Dienstag, der Krisenstab setze seine Bemühungen um die Freilassung der im Irak lebenden Deutschen intensiv fort. Weitere Informationen gab es nicht. Am heutigen Tag läuft das Ultimatum der Entführer ab. Sie hatten damit gedroht, die Verschleppten zu ermorden, falls nicht bis heute mit dem Abzug der Bundeswehrsoldaten aus Afghanistan begonnen werde.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte am Montag nach einem Treffen mit dem italienischen Ministerpräsidenten Romano Prodi in Rom erklärt: „Wir können uns nicht erpressen lassen von Leuten, die so Schreckliches mit anderen Menschen machen.“ Sie äußerte „große Sorge“ wegen des Verlaufs der seit dem 6. Februar andauernden Geiselnahme. Die Bundesregierung setze sich jedoch mit aller Kraft für eine Freilassung der Geiseln ein, sagte Merkel weiter. Auch der irakische Vizepräsident Tarek al-Haschimi forderte die Entführer auf, die Verschleppten sobald als möglich freizulassen.

Eine Gruppe, die sich „Brigade der Pfeile der Rechtschaffenheit“ nennt, hatte die Deutsche, die mit einem Iraker verheiratet ist, und ihren Sohn verschleppt. Vergangene Woche war eine Video-Botschaft der Entführer aufgetaucht, in der mit der Tötung der Geiseln gedroht wurde, falls die Bundeswehr sich nicht aus Afghanistan zurückzieht.

Im Laufe des Montags war der italienisch-schweizerische Journalist Daniele Mastrogiacomo nach zwei Wochen aus afghanischer Geiselhaft freigekommen.

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