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Umfassende Finanzreform Schwellenländer fodern mehr Macht

Die Schwellenländer haben vor dem Weltfinanzgipfel ihren Anspruch auf einen größeren Einfluss auf das Finanzsystem deutlich gemacht. Brasiliens Präsident Lula da Silva forderte außerdem eine Erneuerung des Systems, das in der Finanzkrise zusammengefallen sei "wie ein Kartenhaus".

HB SAO PAULO. „Es ist Zeit für ein Abkommen zwischen den Regierungen, um eine neue Finanzarchitektur für die Welt aufzubauen“, sagte da Silva am Samstag bei der Jahreskonferenz der G20-Staaten in Sao Paulo. Finanzminister und Notenbanker sollen dort den Weltfinanzgipfel am 15. November in Washington vorbereiten. Der G20 gehören neben den führenden Industriestaaten (G7) die führenden Schwellenländer an. Von deutscher Seite nimmt Finanzstaatssekretär Jörg Asmussen an dem Treffen teil. Brasilien übt derzeit die Präsidentschaft der Staatengruppe aus.

Am Freitag hatten die sogenannten Bric-Länder Brasilien, Russland, Indien und China erklärt, angesichts der weltweiten Finanzkrise sei es an der Zeit, dass auch sie an den großen Verhandlungstischen Platz nähmen. Unter anderem forderten sie eine Reform des Internationalen Währungsfonds (IWF), in dessen Entscheidungsgremien sie sich unterrepräsentiert fühlen. Der kanadische Finanzminister Jim Flaherty äußerte sich ablehnend zu den Forderungen der brasilianischen Regierung nach einer Runderneuerung der Finanzmärkte. „Jetzt ist die Zeit, ein Feuer zu löschen, nicht große neue Entwürfe zu planen. Wir sind mitten in einer Krise und bestimmte Dinge müssen jetzt unternommen werden.“ Die Notenbanken würden zudem über weitere gemeinsame Aktionen reden, um nötigenfalls die Zinsen weiter abzusenken und dem Wirtschaftsabschwung entgegenzutreten, sagte Flaherty.

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