Umfrage Die Griechen sind nicht mehr zu retten

Das entscheidende Gespräch zwischen dem Staatspräsidenten und dem Chef der größten Oppositionspartei ist beendet. Doch für die meisten Bundesbürger steht derweil schon fest: Griechenland ist nicht mehr zu retten.
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Untergangsstimmung in Griechenland: Die Mehrheit glaubt, dass es ihnen ohne den Euro schlechter gehen wird. Quelle: dpa

Untergangsstimmung in Griechenland: Die Mehrheit glaubt, dass es ihnen ohne den Euro schlechter gehen wird.

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Berlin / AthenNach Meinung der meisten Bundesbürger wird es Griechenland nicht schaffen, im Euro-Raum zu bleiben. Einer Emnid-Umfrage für das Magazin „Focus“ zufolge glauben 68 Prozent der Befragten nicht, dass das hochverschuldete Land noch eine Zukunft in der Eurozone hat. Auch eine Befragung der „Bild am Sonntag“ ergab ein ähnliches Meinungsbild. Demnach sagten 63 Prozent, dass Athen als Mitglied der Eurozone nicht mehr zu retten ist. Nur jeder Dritte („Focus“: 27 Prozent, „Bild am Sonntag“: 32 Prozent) hat noch Hoffnung für Athen.

Die Griechen selbst hoffen, dass sie den Euro behalten können: 67 Prozent gaben in einer repräsentativen Umfrage für die Athener Zeitung „Kathimerini“ an, dass das Leben schlechter sein werde, wenn das Land aus der Eurozone austritt. Nur 16 Prozent glauben, die Situation würde sich mit der Wiedereinführung der Drachme verbessern.

Der frühere Bundeskanzler Gerhard Schröder hatte sich zuletzt ausdrücklich hinter den griechischen Ministerpräsidenten Giorgos Papandreou gestellt und dessen ursprüngliche Idee für ein Referendum über den Sparkurs verteidigt. Es sei „naiv“ von den Euro-Partnern gewesen, angesichts der politischen Mehrheitsverhältnisse in Athen nicht von einem solchen Schritt auszugehen, sagte der SPD-Politiker in einem am Samstag veröffentlichten Reuters-Interview.

Allerdings müsse das Land alle auf dem Euro-Gipfel eingegangenen Auflagen erfüllen, eine Nachverhandlung sei nicht möglich. Sonst drohe der „Tabubruch“ und eine Rückkehr zur Drachme. Schröder forderte als Ausweg aus den Problemen der Euro-Zone ein „föderales Europa“, für das sowohl der EU-Vertrag als auch das Grundgesetz geändert werden müssten. Dabei schließt der Ex-Kanzler auch ein Referendum in Deutschland nicht aus: Die Frage, wie Europa aussehen solle, sei eine wichtigere Frage als etwa die Abstimmung über einen Bahnhof, sagte er in Anspielung auf das baden-württembergische Referendum über den Neubau des Stuttgarter Bahnhofs.

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8 Kommentare zu "Umfrage: Die Griechen sind nicht mehr zu retten"

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  • dago138161
    Die vorherigen Einträge sind generell richtig.
    Die Politik macht Europa kaputt.Aber ich halte die einzelnen Länder mit ihren ind. Währungen weiterhin für lebensfähig.
    Die einzelnen Staaten sind sowieso nicht willig ihre Eigenständigkeit aufzugeben; man erkennt das klar am egoistischen Verhandeln seit Beginn & am Ernennen von Galionsfiguren aus Belgien und England, an Finnlands indiv.
    Vorgehen mit GR etc.--Selbst GR kann mit einer abgewerteten Drachme wieder funktionieren.
    Was gar nicht geht ist so weiterzumachen wie die letzten Monate. 9 Jahre Euro wurden bejubelt, niemand kümmerte sich! Der Euro ist eine Fehlkonstruktion und daran fest-
    zuhalten ist Wahnsinn!Aber das Volk müsste sich wehren und nicht alles hinnehmen,wie das in D. eben gemacht wird. Und das jetzt!
    Gerhard Schröder eine Bühne zu geben, ihn zu Wort kommen lassen ist einfach unter Bild-Zeitung-Niveau.

  • Seien wir mal ehrlich, früher oder später wird/würde auch Deutschland pleitegehen. Die Politiker gingen und gehen unverantwortlich mit den Steuergelder um und kassieren ganz gut an Schmiergeldern mit. Die erste Scene wäre, Deutschland wäre nie in dem Euro beigetreten, die Pleite wäre in 5 Jahren sicher, bei den Schulden der Länder (Bremen und Saarland war ja schon pleite) und des Landes. Denn die Schulden können nie zurück gezahlt werden noch die Zinsen.
    Zweite Scene Deutschland tritt aus der EU aus, nach ca. 2 bis 3 Jahren wäre auch Deutschland Pleite.
    Jetzige Scene die Politiker spielen sich noch als Retter auf, kassieren kräftig mit und hinterher sind alle Länder Pleite…. Inflation oder Schuldenschnitt in 1 bis 2 Jahren.
    Der Unterschied ist nur wie hoch die Inflation oder der Schuldenschnitt kommt. Umso mehr ver-rettet wird, umso grausamer wird der Schuldenschnitt und die Inflation. Früher hat man solche Politiker gehängt, heute wird lange lamentiert und das wars. Wenn die Bevölkerung zu blöde ist, zu protestieren, selber schuld.

  • Herr Schröder fühlt sich mit Papandreou verbunden. Dem werden auch "Nehmerqualitäten" nachgesagt.

  • Wie wäre der Gedanke, dass Griechenland als Wiege der Demokratie als erstes Land die staatliche Souveranität aufgibt und sich der EU mit allen Konsequenzen anschließt?

  • Es ist schon erstaunlich, dass sich ausgerechnet Putins Gasableser Schröder hier jetzt (!) so dezidiert zu Referenden bekennt, wo doch er und sein sauberer Oberlehrer Eichel, der gerade auf seine Zweitpension klagt, den Beitritt Griechenlands in vorderster Front mitzuverantworten haben. Recht hat Schröder, dass es mit dem Euro ohne politischen Überbau niemals funktionieren wird. Aber w e r in dieser europäischen Laienspielerschar ist denn auch nur ansatzweise in der Lage, hierfür die notwendigen Grundlagen zu erarbeiten und diese dann - aus meiner Sicht ist dies faktisch unmöglich - auch ohne nennenswerte "Verwässerung" durchzusetzen. Hätte man in kleinen, bis ins Detail durchdachten Gestaltungschritten von Beginn an "das Volk" mitgenommen, so wäre - vielleicht - die Situation heute besser. Dagegen hat man sogar den sich gegen den Beitritt Griechenlands argumentierenden europäischen Behörden einen Maulkorb verpasst, damit "das Volk" ja nicht schon vorher rebellisch wurde. Alles ist aufgebaut auf Verschleierung, Lüge und Vertragsbruch ... zum Scheitern verurteilt!

  • Die Griechen sind nicht mehr zu retten - wir mit unseren Politikern auf Sicht leider auch nicht... ! Traurig aber wahr ! Ohne den politisch eingeführten Euro hätten wir deutlich weniger Probleme. Die Amis und Briten freuen sich diebisch, dass wir im Euro sind...

  • wer will den das beurteilen, ob Griechenland noch zu retten ist. Unsere genialen VWL'er, die die Krise kein bischen kommen sehen haben aber jetzt alles sehr genau beurteilen zu können glauben. Oder etwa Eurostat und die EU, die jahrelang falsche Zahlen wissentlich abgehakt haben, weil man auch den anderen EU-Sündern (allen voran Frankreich und Italien) nicht zu sehr auf die Finger kucken wollte. Griechenland hat (schwere) Fehler gemacht, was schmerzhafte Einschnitte zur Folge habe muss. Es wird aber international an Griechenland auch ein Exempel statuiert mit dem Ziel, die nationale Selbstbestimmung zugunsten der Zentralisten in Brüssel, dem IWF und sonstiger Finanzgangster zu untergraben. Zu Beginn der Krise war die Verschuldung in Relation zum BIP bei 120%, also nicht höher als in Italien jetzt. Der Anstieg auf über 160% resultiert aus den segensreichen Sparmanahmen/Hilfspaketen, die die Wirtschaft völlig abgewürgt haben. Und wenn Griecehnland dann alle Verträge brav unterzeichnet hat und sich dem internationalen Diktat unterworfen hat, dann werden auf wundersame Weise von vermutlich amerikanischen Konzernen in historisch naher Zukunft in der Ägäis plötzlich große Erdöl und Erdgsvorkommen gefunden werden, von denen die Griechen vermutlich noch nicht einmal genug für den Zinsendienst abbekommen werden. Ähnliche Schweinereien warten in folgender Reihenfolge auf: Italien, Spanien, Frankreich, Deutschland, bis wir alle früher oder später für den BigBrother-Lehensherr aus AngloSaxonia arbeiten dürfen

  • Bin gespannt, wie lange es dauert, bis sich bei den Deutschen herum spricht, dass neben Griechenland auch Italien nicht mehr zu retten ist, Portugal nicht zu retten ist. Spanien nicht zu retten ist. Selbst Frankreich nicht zu retten ist...
    Die deutsche Politik wird Folgendes zulassen: Die EZB wird alle Staatsanleihen kaufen - es wird Geld gedruckt ohne jedwede Zurückhaltung. Dass darüber die deutschen Ersparnisse vernichtet werden, ist völlig gleichgültig: Hauptsache, das "politische Projekt" Euro überlebt - die Kollateralschäden im eigenen Land sind unbedeutend. So sind die Deutschen eben; sie sind vom Kopf her immer noch begeisterungsfähig für "politische GROSSprojkete", koste es, was es wolle - das entspricht der deutschen Überheblichkeit und dem deutschen Größenwahn, wie wir ihn von anderer Stelle aus den Geschichtsbüchern kennen. Die Grünen, die Sozen sind hier vor allem extrem gefährlich - die FDP und die CDU haben sich hier allerdings angenähert. So sollte sich jeder auf die größte soziale, wirtschaftliche und politische Katastrophe in Deutschland seit 1945 einstellen. Die meisten kapieren es noch nicht. Sie sagen: Uns geht's doch noch gut! Tja, wie schnell hat sich die Situation der Eurozone in den letzten 2 Jahren entwickelt?? Nachdenken hilft. Die deutschen Politiker müssen GESTOPPT werden - es muss endlich wieder Politik im Sinne der großen Mehrheit der Bevölkerung durchgeführt werden. Bei der Atomenergie ging es schließlich auch!

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