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Umfrage Drei Viertel der Japaner wollen Atomausstieg

Laut einer Umfrage würden 65 Prozent für den Atomausstieg auch höhere Strompreise akzeptieren, wenn so alternative Energiequellen gefördert würden.
14.06.2011 - 12:09 Uhr 2 Kommentare
Japaner bei einem Fest in Tokyo. Quelle: dpa

Japaner bei einem Fest in Tokyo.

(Foto: dpa)

Tokio Nach der Atomkatastrophe in Japan sind einer Umfrage zufolge fast drei von vier Wählern für einen schrittweisen Atomausstieg. 65 Prozent der Befragten würden dafür auch höhere Strompreise zur Förderung alternativer Energiequellen akzeptieren, wie eine am Dienstag veröffentlichte Befragung der Zeitung „Asahi“ ergab. Allerdings stimmte auch jeder Zweite dafür, abgeschaltete Reaktoren nach bestandener Sicherheitsprüfung zunächst wieder hochzufahren. Drei Monate nach dem Erdbeben und Tsunami versuchen Arbeiter weiterhin, die Lage im havarierten Atomkraftwerk Fukushima unter Kontrolle zu bringen. Vor dem Unglück wurden in Japan rund 30 Prozent des Strombedarfs durch Atomenergie gedeckt.

In Italien hatte Ministerpräsident Silvio Berlusconi nach einer Volksabstimmung am Wochenende eingeräumt, dass er mit dem geplanten Wiedereinstieg in die Atomenergie gescheitert ist.

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    2 Kommentare zu "Umfrage: Drei Viertel der Japaner wollen Atomausstieg"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Früher waren 65 Prozent eher zwei Drittel, als drei Viertel. Damals mussten es noch 75 Prozent sein, damit man von drei Viertel sprechen konnte. Heutzutage kann man sowas den Pisa-Schwächlingen ruhig vorsetzen. Vielleicht ist es aber auch nur ein Test, ob die Verblödung im eigenen Land weit genug vorangeschritten ist. Als nächstes lesen wir im HB: "120 Prozent der Deutschen, also knapp die Hälfte sind dafür, dass ein Drittel der Atomkraftgegner die Stromkosten der übrigen 200 Prozent übernehmen." Das wäre dann richtig. Na fast jedenfalls. Aber sechs Fünftel würden es glauben.

    • Und wieder einmal hat unsere Regierung an die politisch gekauften Medien Deutschlands eine Meldung zur Meinungsmache herausgegeben. Hiermit soll den Atomkraftgegnern in Deutschland gesagt werden, das der Widerstand gegen AKWs weltweit wächst. Leider haben dieselben Medien am Wochenende noch verbreitet, dass einem Aufruf zu Anti-Atomkraft-Demos in Japan nur einige hundert Menschen gefolgt sind. Also im direkt betroffenen Land geht die Bezahlbarkeit der Stromrechnung immernoch vor. Deshalb ist dieser Artikel hier nur Propaganda, wie wir sie aus der DDR und aus der Zeit der Nationalsozialisten kennen.

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