Umfrage zur Kongresswahl US-Demokraten drohen herbe Verluste

Keine guten Aussichten für Barack Obama: Bei in knapp der anstehenden Kongresswahl droht der Partei des US-Präsidenten eine schwere Niederlage. Darauf deuten die Ergebnisse einer aktuellen Umfrage hin. Auch Obamas eigene Unfragewerte sinken deutlich.
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US-Präsident Barack Obama: Den Demokraten droht eine Schlappe. Quelle: Reuters

US-Präsident Barack Obama: Den Demokraten droht eine Schlappe.

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HB WASHINGTON. Die Republikaner dürften nach einer am Mittwoch veröffentlichten Reuters-Umfrage die Macht im Repräsentantenhaus übernehmen und zugleich einige Senatoren-Posten erobern. Obama wird seinen Parteifreunden nicht viel helfen können. Seine Zustimmungswerte fielen in der Erhebung so schlecht aus wie noch nie seit seinem Amtsantritt Anfang 2009.

53 Prozent der Befragten erklärten sich in der gemeinsamen Umfrage der Nachrichtenagentur Reuters und des Meinungsforschungsinstituts Ipsos unzufrieden mit ihrem Präsidenten. 63 Prozent sehen das Land auf dem falschen Weg. Nach 47 Prozent vor einem Monat sprachen sich nur noch 43 Prozent für Obama aus.

48 Prozent gaben an, für Kandidaten der Republikaner bei der Wahl am 2. November zu stimmen, 44 Prozent wollten ihr Kreuz bei den Demokraten machen. Die Republikaner würden somit Dutzende Abgeordnetenmandate erobern und im Repräsentantenhaus 227 der 435 Sitze gewinnen. Im Senat würde die Mehrheit der Demokraten auf 52 zu 48 schrumpfen.

Zugute kommt den Republikanern die Begeisterung, die in ihrem Lager für die Abstimmung herrscht. Rund 64 Prozent der Befragten, die sich als Anhänger der Republikaner bezeichneten, wollen definitiv zur Wahl gehen. Bei den Demokraten waren es 56 Prozent.

49 Prozent der Befragten nannten die schwache Wirtschaftslage als wichtigstes Thema. Den Wählern gehe es vor allem darum, dass sich der neue Kongress mit dem Kampf gegen die anhaltend hohe Arbeitslosigkeit auseinandersetze, sagte Ipsos-Experte Cliff Young. 27 Prozent sehen innenpolitische Themen wie die Gesundheitsreform und die Staatsausgaben im Vordergrund und lediglich acht Prozent die Außenpolitik mit Themen wie dem Afghanistan-Krieg.

Für die Erhebung wurden 1038 US-Bürger zwischen dem 7. und 11. Oktober befragt. Die Fehlertoleranz lag bei drei Prozentpunkten unter allen Befragten und bei 3,7 Punkten bei denen, die voraussichtlich zur Wahl gehen.

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