Umfrage Zuspruch für Brexit wächst

Nach jüngsten Umfragen steigt in Großbritannien der Zuspruch für einen EU-Austritt. 45 Prozent der Befragten wollen für den Brexit stimmen, 41 Prozent dagegen. Elf Prozent sind unschlüssig. Die Umfrage drückt das Pfund.
In einer Erhebung des Meinungsforschungsinstituts YouGov gaben 45 Prozent der Befragten an, bei dem Referendum am 23. Juni für den Brexit zu stimmen. Quelle: AFP
Unsichere Zukunft

In einer Erhebung des Meinungsforschungsinstituts YouGov gaben 45 Prozent der Befragten an, bei dem Referendum am 23. Juni für den Brexit zu stimmen.

(Foto: AFP)

LondonIn Großbritannien ist die Zustimmung für einen Austritt aus der Europäischen Union Umfragen zufolge gewachsen. In einer Erhebung des Meinungsforschungsinstituts YouGov für den Sender ITV gaben 45 Prozent der Befragten an, bei dem Referendum am 23. Juni für einen sogenannten Brexit zu stimmen. 41 Prozent wollten, dass ihr Land in der EU bleibt, elf Prozent waren noch unentschieden. In einer TNS-Umfrage lag das Lager der Brexit-Befürworter mit 43 Prozent zwei Punkte vorne. Das britische Pfund büßte am Montag zum Dollar an Wert ein und tendierte auf dem niedrigsten Stand seit drei Wochen.

Für die YouGov-Online-Umfrage wurden zwischen dem 1. und 3. Juni 3495 Menschen befragt. Die TNS-Erhebung wurde bereits zwischen dem 19. und 23. Mai erstellt. 1213 Menschen wurden befragt.

Die wichtigsten Volksentscheide in der EU
Niederlande
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Im April 2016 votieren die Wähler in einer Volksabstimmung gegen ein Partnerschaftsabkommen der EU mit der Ukraine, das die übrigen 27 EU-Mitgliedstaaten schon ratifiziert haben. Europakritische Initiativen in den Niederlanden hatten das rechtlich nicht bindende Referendum erzwungen. Schon 2005 hatten die Niederländer einem ersten Entwurf für den EU-Vertrag von Lissabon ihre Zustimmung verweigert. 2008 billigte das Parlament dann den Reformvertrag, ohne das Volk erneut abstimmen zu lassen.

Frankreich
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Wenige Tage vor dem Nein der Niederländer hatten Ende Mai 2005 bereits die Franzosen den Entwurf für eine EU-Verfassung scheitern lassen. Knapp drei Jahre später stimmte das Parlament für den Lissabon-Vertrag – ohne einen weiteren Volksentscheid.

Irland
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Die Iren stimmen dem Vertrag von Lissabon im Oktober 2009 mit überraschend großer Mehrheit zu – allerdings erst im zweiten Anlauf. Bereits im Juni 2001 hatten die Iren den Vertrag von Nizza abgelehnt, der den Weg für die Erweiterung der EU ebnen sollte. Im Oktober 2002 sprachen sich dann in einem zweiten Referendum 62,9 Prozent doch noch für die Annahme aus.

Griechenland
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Inmitten der Schuldenkrise erteilen die Griechen den Sparvorgaben der internationalen Gläubiger im Juli 2015 eine klare Absage. Regierungschef Alexis Tsipras (Foto) hatte für ein negatives Votum bei dem Referendum geworben. Ein Krisengipfel in Brüssel kann den Austritt Griechenlands aus der Eurozone in letzter Minute verhindern.

Dänemark
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Aus Sorge um den Erhalt ihrer nationalen Identität lehnen die Dänen den Euro bei einer Volksabstimmung im Jahr 2000 mit knapper Mehrheit ab. Auch beim ersten Referendum über den Maastrichter Vertrag hatten sie im Juni 1992 mit Nein votiert. Erst nach der Vereinbarung weitgehender Ausnahmeregelungen stimmten die Dänen zu.

Grönland
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1982 votiert Grönland – als autonomer Teil Dänemarks Mitglied der Europäischen Gemeinschaft – in einem Referendum für den Austritt. 1985 verlassen die Grönländer die Union, bleiben aber assoziiert.

Schweden
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Mit 56,2 Prozent lehnen die Schweden den Euro 2003 in einem Referendum ab. Wie die Dänen behalten sie ihre Landeswährung, die Krone.

  • rtr
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