Umfrage Zustimmung zu Europa wächst weiter

Das Ergebnis einer Umfrage zeigt, dass die Zustimmung zur EU bei den Bürgern wächst. In Deutschland sprechen sich 45 Prozent der Befragten positiv über die EU aus. Als größte Herausforderungen gelten Terrorismus und Migration.
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Im gesamten Euro-Raum empfinden 40 Prozent der Befragten die EU als positiv. Quelle: dpa
EU im Aufwind

Im gesamten Euro-Raum empfinden 40 Prozent der Befragten die EU als positiv.

(Foto: dpa)

BrüsselTrotz zahlreicher Probleme in Europa nimmt die Zustimmung der Bürger zur EU einer Umfrage zufolge deutlich zu. Demnach hatten zuletzt 45 Prozent der Befragten in Deutschland ein positives Bild von der Europäischen Union, wie aus dem am Mittwoch von der EU-Kommission veröffentlichten „Euro-Barometer“ hervorgeht. Das bedeutet ein Plus von 8 Prozent gegenüber der vorangegangenen Umfrage im Herbst 2016. Der Anteil derer, die ein negatives EU-Bild haben, ist von 21 Prozent auf 15 Prozent gesunken. Die Daten wurden im Mai erhoben.

Auch europaweit war das Ansehen der Europäischen Union im Aufwind. 40 Prozent (+5) der Bürger haben ein positives Bild von der EU, 21 Prozent (-4) ein schlechtes, 37 Prozent haben dazu keine Meinung.

Die größte Herausforderung für die EU sehen die Bürger im Terrorismus (44 Prozent), auf dem zweiten Platz folgt die Migration (38 Prozent).

Die wichtigsten Momente der Europäischen Union
1951: Pariser Vertrag
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Dem Anfang wohnte wenig Zauber inne, dafür bittere Ironie. Erst die verheerende Erfahrung zweier Weltkriege und der sich anbahnende Ost-West-Konflikt verhalfen der europäischen Idee zum Durchbruch. Der damalige britische Premierminister Winston Churchill hatte in einer Rede für die Gründung der „Vereinigten Staaten von Europa“ plädiert, am 18. April 1951 legten sechs Unterschriften den Grundstein für die spätere Europäische Union – die Europäische Gemeinschaft für Kohle und Stahl (EGKS), die aus Belgien, Deutschland, Frankreich, Italien, Luxemburg und der Niederlande bestand.

1957: Römische Verträge
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Die „Römischen Verträge“ (links im Bild Konrad Adenauer bei der Unterzeichnung) von 1957 bündelten den Wirtschaftsraum Frankreichs, Deutschlands, Italiens und der Benelux-Länder in der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft (EWG). Was heute selbstverständlich ist, war damals einmalig: ein gemeinsamer Binnenmarkt, der Abbau von Zollschranken und eine abgestimmte Handelspolitik gegenüber Drittstaaten.

1979: Erste Direktwahl des Europaparlaments
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Im Juni 1979 konnten die Bürger in Europa zum ersten Mal direkt wählen, welche Politiker sie im Europäischen Parlament vertreten sollen. Das war ein Novum mit dem Ziel, die Legitimität des Parlaments zu erhöhen. Zuvor wurden die EU-Parlamentarier von den nationalen Parlamenten entsandt.

1985: Schengener-Abkommen
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Mit dem Schengener-Abkommen fallen im Jahr 1985 die Grenzkontrollen zwischen den beteiligten Nationen weg. Außerdem einigten sich die Staaten auf Regeln für die Zusammenarbeit bei Asylanträgen und eine grenzüberschreitende Zusammenarbeit der Polizei. Die Gründungsmitglieder des Schengen-Raumes waren Belgien, Deutschland, Frankreich, Luxemburg, die Niederlande, Portugal und Spanien.

1992: Vertrag von Maastricht
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Bundesaußenminister Hans-Dietrich Genscher (links) und Bundesfinanzminster Theo Waigel unterzeichneten am 7. Februar 1992 in Maastricht den Vertrag zur Wirtschafts- und Währungsunion der Europäischen Gemeinschaft. Es war die Geburtsstunde der „Europäische Union“. Die EU besteht seitdem aus drei Säulen: Erstens aus der Europäische Gemeinschaft (EG) mit der Europäischen Atomgemeinschaft (EURATOM) und der Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl (EGKS). Zweitens aus der Gemeinsamen Außen- und Sicherheitspolitik. Und drittens aus der Zusammenarbeit in den Bereichen Justiz und Inneres.

2001: Vertrag von Nizza
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Der Reformvertrag von Nizza war die Grundlage für die EU-Erweiterung um zehn weitere Mitgliedsstaaten. Die Staats- und Regierungschefs unterzeichneten den Vertrag am 26. Februar 2001, knapp drei Jahre später tritt er endgültig in Kraft. Damit verbunden waren auch einige institutionelle Reformen. So wurden die Stimmen im Rat neu gewichtet und die Zahl der Sitze im Parlament neu verteilt. Deutschland konnte als einziger Mitgliedsstaat seine 99 Sitze behalten.

2002: Einführung des Euro
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Am 1. Januar 2002 führten zwölf EU-Staaten den Euro als Bargeld ein. Bereits drei Jahre zuvor wurde er im Finanzsystem als Buchgeld eingeführt. Heute umfasst die Euro-Zone 19 Staaten. Außerdem haben Andorra, Monaco, San Marino und der Vatikan eigene Euromünzen, sind aber nicht Mitglied der Eurozone.

Nach Jahren der Finanzkrise wächst die Zustimmung zum Euro. In den 19 Staaten des gemeinsamen Währungsgebiets unterstützen 73 Prozent (+3) der Befragten die Gemeinschaftswährung. Das ist der höchste Wert seit 2004. In Deutschland liegt die Zustimmung zum Euro demnach bei mehr als 80 Prozent.

  • dpa
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2 Kommentare zu "Umfrage: Zustimmung zu Europa wächst weiter"

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  • Warum verkündet man solche Nachrichten?
    "Trotz zahlreicher Probleme in Europa nimmt die Zustimmung der Bürger zur EU einer Umfrage zufolge deutlich zu."

    Leider handelt es bei Europa nicht um zahlreiche Probleme, sondern um eine ernsthafte Existenzkrise.
    Die Rettungsschirme (sie retten nicht die Bürger, sondern die Banken) müssen richtig gut laufen, wenn die EZB ständig weiter lebensverlängernde Maßnahmen verabreicht.
    Die Organisation der Verantwortungslosigkeit, kommt also bei den befragten gut an. Das ist gut zu verstehen, da in den Medien auch kaum über diese Zusammenhänge berichtet wird.
    Das System läuft so: getrennt werden nicht nur die Schuldner (Steuerzahler/Bürger) von den Gläubigern (Banken), sondern auch das Risiko von der Haftung (Rettung über Steuergelder) und der Kredit von der Kreditwürdigkeit (Niedrigzinspolitik).
    Warren Buffet bezeichnet dieses riskante Spiel als "finanzielle Massenvernichtungswaffe".
    Anstatt die Wirtschaft anzukurbeln, sorgt die EZB und Co. für massive Blasen an den Aktien und Immobilienmärkten. Die EZB befeuert die Verschuldung der Eurostaaten und verhindert wichtige Reformen in den Staaten Südeuropas. Das alles auf Kosten der Sparer, die die verheerenden Entwicklungen ohne Murren hinnehmen. Mit Rückendeckung der Politik werden wir von unseren eigenen Notenbanken enteignet.
    Niemals in der Geschichte der Menschheit wurde eine solche Krise durch Gelddrucken (Anleihekäufe/EQ) gelöst.
    Eine Lösung ist nicht in Sicht. Es ist nicht mehr zu leugnen: Draghis Experiment ist gescheitert! Es handelt sich um die größte Insolvenzverschleppung der Geschichte
    Weitere „Problemchen“: Steueroasen (Steuergerechtigkeit), offene Grenzen,

    Treu nach dem Buchtitel von Heribert Prantl: Trotz alledem! Europa muss man einfach lieben!
    Wenn der Glaube über der Vernunft steht kann man dies glauben!
    Religion ist nun leider Opium für das Volk!

  • Warum verkündet man solche Nachrichten?
    "Trotz zahlreicher Probleme in Europa nimmt die Zustimmung der Bürger zur EU einer Umfrage zufolge deutlich zu."

    Leider handelt es bei Europa nicht um zahlreiche Probleme, sondern um eine ernsthafte Existenzkrise.
    Die Rettungsschirme (sie retten nicht die Bürger, sondern die Banken) müssen richtig gut laufen, wenn die EZB ständig weiter lebensverlängernde Maßnahmen verabreicht.
    Die Organisation der Verantwortungslosigkeit, kommt also bei den befragten gut an. Das ist gut zu verstehen, da in den Medien auch kaum über diese Zusammenhänge berichtet wird.
    Das System läuft so: getrennt werden nicht nur die Schuldner (Steuerzahler/Bürger) von den Gläubigern (Banken), sondern auch das Risiko von der Haftung (Rettung über Steuergelder) und der Kredit von der Kreditwürdigkeit (Niedrigzinspolitik).
    Warren Buffet bezeichnet dieses riskante Spiel als "finanzielle Massenvernichtungswaffe".
    Anstatt die Wirtschaft anzukurbeln, sorgt die EZB und Co. für massive Blasen an den Aktien und Immobilienmärkten. Die EZB befeuert die Verschuldung der Eurostaaten und verhindert wichtige Refomen in den Staaten Südeuropas. Das alles auf Kosten der Sparer, die die verheerenden Entwicklungen ohne Murren hinnehmen. Mit Rückendeckung der Politik werden wir von unseren eigenen Notenbanken enteignet.
    Niemals in der Geschichte der Menschheit wurde eine solche Krise durch Gelddrucken (Anleihekäufe/EQ) gelöst.
    Eine Lösung ist nicht in Sicht. Es ist nicht mehr zu leugnen: Draghis Experiment ist gescheidert! Es handelt sich um die größe Insolvenzverschleppun der Geschicht
    Weitere Problemchen: Steueroasen (Steuergerechtigkeit), offene Grenzen,

    Treu nach dem Buchtitel von Heribert Prantl: Trotz alledem! Europa muss man einfach lieben!
    Wenn der Glaube über der Vernunft steht kann man dies glauben!
    Religion ist nun leider Opium für das Volk!

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