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Umgang mit der NSA-Affäre Genscher rüffelt US-Regierung

Die Kritik aus Deutschland an den USA wegen ihres Umgangs mit der Spionage-Affäre reißt nicht ab. Jetzt schaltet sich Ex-Außenminister Hans-Dietrich Genscher ein - mit deutlichen Worten in Richtung Washington.
Update: 16.07.2014 - 12:55 Uhr 6 Kommentare
Der ehemalige Bundesaußenminister Hans-Dietrich Genscher hält nicht viel von der fehlenden Reaktion der USA auf die NSA-Affäre. Quelle: dpa

Der ehemalige Bundesaußenminister Hans-Dietrich Genscher hält nicht viel von der fehlenden Reaktion der USA auf die NSA-Affäre.

(Foto: dpa)

In der NSA-Affäre übt Hans Dietrich Genscher scharfe Kritik an den Vereinigten Staaten. Leider habe es „keine angemessene Reaktion aus Washington“ gegeben, schreibt der ehemalige Bundesaußenminister in einem Gastbeitrag für das Handelsblatt (Den vollständigen Text finden Sie im Kaufhaus der Weltwirtschaft.): „Im Gegenteil. So muss man heute sagen, der Schaden, der durch die Haltung Washingtons nach Bekanntwerden des skandalösen Verhaltens seiner Dienste entstand, war noch größer, als die Umtriebe der Dienste es zunächst erscheinen ließen.“

Nach Genschers Einschätzung liegt das daran, dass die Veränderungen in der Welt in Washington nicht richtig wahrgenommen würden. „Noch immer spuken die Ideen der Bush-junior-Zeit herum, die bipolare Weltordnung des Kalten Kriegs sei durch eine unipolare auf Washington fokussierte und von dort dominierte Weltordnung abgelöst worden“, so Genscher.


Sicherlich gebe es in den USA auch Stimmen der Vernunft: „Da spricht das Amerika, wie wir es nach dem Zweiten Weltkrieg erlebt haben.“ Amerikaner und Europäer brauchten einander. Aber der transatlantische Partner mache Sorgen: „Uns muss es beunruhigen, wenn wir die dramatisch nachlassende Autorität Washingtons in der Welt beobachten müssen. Das kann niemand wollen, schon gar nicht wir Europäer und erst recht nicht wir Deutsche.“

Norbert Röttgen, der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses im Bundestag, warf der US-Regierung Verantwortungslosigkeit vor. „Die USA machen derzeit einen großen Fehler. Sie beschädigen sich selbst und das transatlantische Bündnis“, sagte der CDU-Politiker der Illustrierten „Stern“. Die US-Regierung sollte „eine außenpolitische Kosten-Nutzen-Analyse durchführen und in der Folge ihre Geheimdienstaktivitäten einstellen“, forderte der frühere Umweltminister.

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6 Kommentare zu "Umgang mit der NSA-Affäre: Genscher rüffelt US-Regierung"

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  • Glaubt hier wirklich noch jemand, dass die Amerikaner unsere Freunde sind?

    Die bis heute weder aufgeklärte noch beendete anlasslose Totalüberwachung unbescholtener Menschen durch die USA ist ein Skandal!

    Washington achtet keine Gesetze und respektieren niemanden! ( Guantanamo, Irak, Afganistan, Lybien, Syrien, Ukraine, ... etc. )

    Es ist eine außer Kontrolle geratene Mafia von Schurken, die Regierungsposten übernommen hat.

    Persönliche Freiheiten werden weltweit unter dem Vorwand des selbst initiierten Terrors abgeschafft!

    Wie lange lassen wir uns das noch gefallen?

    Ist Deutschland ( Inkl. Medien ) von den USA besetzt und keiner weiß es?

  • Ist es ein Zufall, dass der Druck auf Obama genau nach dem Besuch von Hillary Clinton losgeht ?? Wohl kaum.

    Frau Clinton wird schon jetzt als "Neue Erlöserin des verbesserten Deutsch-Amerikanischen Verhältnisses" positioniert und Obama dazu moralisch mit der NSA-Affaire unter Druck gesetzt. Er soll aktiver werden gegen die eigenen Geheimdienste, ehe Frau Clinton ihr Amt beginnt.

    Dann ist Frau Clinton 2017 der "neue Messias" sozusagen. Und Bill Clinton für 8 Jahre der neue (Schatten)-Präsident im Weissen Haus.

    Alles Schach-Spiel.

    ---

    Herr Guttenberg steht (wahrscheinlich) auf der gleichen PayRoll wie J.Fischer (auf dem Schoß von Mrs. Albright), Trittin (Bilderberger) und letztendlich Frau Merkel auch (Hände-Raute als "Welt-Bürger) auch.

    Es geht um die "Neue Weltordnung" mit der obersten Kaste "Welt-Geld-Elite" und Goldman Sachs als Zinsenkassierer der Steuerzahler der Welt. Kommunisten und Zentral-Banken haben sich verbündet zusammen mit den "Gutmenschen von oben".

    Warren Buffet hat gerade 2,8 Milliarden Dollar für "Stiftungen" gespendet ... CDU-Konrad-Adenauer-Stiftung ? Böll-Stiftung ? NGO's ? "Neue Weltregierung Bilderberger" ? Welt-Geld-Elite regiert die Welt !

  • MEEEEHHHHRR EUROOOPAAAAAAAA

    DANKE ;--(

  • Ich muss Herrn Fischer Recht geben

  • Reaktion auf die NSA-Affäre In Washington spukt immer noch Bush Junior?

    Dies ist also die verklärte Meinung von Hans – Dietrich Genscher.

    Ich bin überrascht und erstaunt, dass H. Genscher so einen Unsinn veröffentlicht.
    Er müsste es besser wissen, denn er kennt die Geheimverträge und die gesperrten Artikel im Grundgesetz ganz genau, auch ist ihm bekannt wie der 2+4 Vertrag zustande kam, er war dabei.
    Ihm ist auch bekannt, dass die BRD auf Souveränitätsrechte per Vertrag verzichtet hat, auf Druck von England und Frankreich.
    Ist ihm schon entfallen, dass die BRD kein Staat ist, sondern nur ein Verwaltungssystem zum verwalten der drei Westzonen errichtet wurde?
    Die BRD wird nach wie vor von der UNO als Feindstaat betrachtet, und die Feindstaatenklausel ist bis heute nicht aufgehoben worden, warum nur?
    Es wäre richtiger gewesen von H. Genscher, die Wahrheit über das Gebilde BRD dem deutschen Volk zu erklären, wie einen solchen Mist zu verzapfen.
    Noch besser wäre, er würde sich nicht mehr eisern in der Öffentlichkeit.

  • Das komplizierte Agieren in einer multipolaren Weltordnung mit zumindest den Faktoren und Elementen USA, China, EU, Russland haben die USA in der Tat nicht begriffen.

    Die Annäherung Russlands an China und die monetäre Emanzipation der BRIC-Staaten werden von den USA offensichtlich falsch eingeschätzt, wenn sie glauben mit Druckausübung nur aufgrund millitärischer Stärke eine Politik machen zu können, die überholt ist.

    Die USA täten gut daran zu erkennen, dass eine "Fuck the EU" Politik zum Scheitern verurteilt ist, die auch nicht durch eine exzessive Kontroll-und Überwachungspraxis nicht nur der Bevölkerung der EU sondern der globalen Gesampopulation inc. der Regierungen dieser Welt, davon ablenken kann, dass in einer multipolaren politischen Welt andere Gesetzte herrschen als die von George W. Bush erhofften.

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