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Umgang mit Donald Trump Ehemaliger FBI-Chef Comey attackiert Republikaner

James Comey rechnet nicht nur mit dem US-Präsidenten ab. Er kommt auch auf die Republikaner zu sprechen – und erhebt Vorwürfe gegen die Abgeordneten.
18.12.2018 - 09:02 Uhr Kommentieren
Der Ex-FBI-Chef wirft den Abgeordneten Rückgratlosigkeit vor. Quelle: AP
James Comey

Der Ex-FBI-Chef wirft den Abgeordneten Rückgratlosigkeit vor.

(Foto: AP)

Washington Der ehemalige FBI-Direktor James Comey hat den US-Republikanern Rückgratlosigkeit im Umgang mit Präsident Donald Trump vorgeworfen. Dass Abgeordnete der Partei im Repräsentantenhaus etwa Trumps Verbalattacken auf das Justizministerium stillschweigend hinnähmen, sei „beschämend“, sagte Comey am Montag in Washington.

Vielmehr sollten die Republikaner „den Mut haben, aufzumucken und die Wahrheit zu sagen, und sich nicht von fiesen Tweets oder der Angst um ihre Basis einschüchtern zu lassen“. Comey äußerte sich nach einer Anhörung vor zwei republikanisch geführten Komitees im Unterhaus, die hinter verschlossenen Türen stattfand. Es ging um Vorwürfe, wonach das Justizministerium vor der Präsidentschaftswahl 2016 Trump gegenüber voreingenommen gewesen sei.

Führende Republikaner argumentieren, ranghohe Mitarbeiter hätten sich zum Auftakt der Ermittlungen zu dessen Kontakten zu Russland gegen den späteren Wahlsieger verschworen. Zugleich hätten sie dessen demokratische Rivalin Hillary Clinton in der Affäre um deren Nutzung eines privaten E-Mail-Servers für Dienstzwecke entlastet.

Die Demokraten haben die Untersuchung der Republikaner als „Unsinn“ bezeichnet. Auch Comey, der damals sowohl die Ermittlungen zu Trumps mutmaßlichen Verbindungen zu Moskau und zu Clintons E-Mail-Affäre betreute, machte sich darüber lustig. Clintons elektronische Post und das Steele-Dossier seien die Lieblingsthemen der Republikaner, sagte er - „und währenddessen lügt der Präsident der Vereinigten Staaten über das FBI, attackiert die FBI und die Rechtsstaatlichkeit in diesem Land.“

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    Der britische Ex-Agent Christopher Steele hatte ein kompromittierendes Dossier über Trump und angebliche Verbindungen nach Russland zusammengestellt. Später zahlten die Demokraten für die Informationen. Trump hat dem FBI wiederholt Voreingenommenheit vorgeworfen.

    Die Russland-Untersuchung von Sonderermittler Robert Mueller bezeichnet er zudem als „Schwindel“. Erst am Sonntag nannte er seinen früheren Anwalt Michael Cohen eine „Ratte“, weil dieser mit Staatsanwälten kooperiert und seinen einstigen Chef schwer belastet hat.

    Die beteiligten Ausschüsse im Repräsentantenhaus schließen ihre Untersuchungen zu den Entscheidungen des Justizministeriums ab, ehe die Demokraten ab Januar 2019 die Kontrolle über das Unterhaus übernehmen. Comey hatte bereits am 7. Dezember vor den Gremien ausgesagt. Auf dessen Kritik reagierte Regierungssprecherin Sarah Sanders mit Gegenattacken auf Twitter.

    Republikaner sollten gegen Comey und seine „gewaltige Korruption“ aufstehen, schrieb sie. Der Präsident habe dem Land einen Dienst erwiesen, indem er Comey gefeuert und als „schamlosen Betrüger“ entlarvt habe.

    • ap
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