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Umstrittener Bau in der Ukraine Ein 2200-Kilometer-Wall gegen Russland

Der Ukraine droht die Staatspleite, überall muss gespart werden – nur nicht am neuen „Europäischen Schutzwall“. Für 168 Millionen Euro sichert Kiew mit Zäunen und Gräben die Grenze zu Russland.
38 Kommentare
In der nordukrainischen Region Tschernigiw steht der Grenzschutz bereits.
Grenzort Senkiwka

In der nordukrainischen Region Tschernigiw steht der Grenzschutz bereits.

Kiew Baustellenbesuch vom Chef: Im Grenzort Senkiwka studiert Arseni Jazenjuk die Blaupläne, inspiziert er Wachtürme, fährt er den gerade errichteten Zaun entlang. Dem ukrainischen Regierungschef gefällt, was er zu sehen bekommt: Die Sperranlage an der Grenze zu Russland wächst. Für „russische Eindringlinge“ ist hier Endstation.

Vor einem Jahr hat die Ukraine begonnen, den Grenzwall zu errichten. Der Besuch Jazenjuks demonstriert: Kiew ist es ernst mit dem Projekt, auch wenn das Ministerkabinett jüngst eine aktualisierte Fassung des Bauplanes vorlegte. Eine meterhohe Mauer – wie zunähst vorgesehen – kommt darin nicht mehr vor, die Zäune sind geblieben. Die Baukosten werden jetzt mit vier Milliarden Griwna, umgerechnet etwa 168 Millionen Euro, angegeben, und das Regierungsprojekt fungiert unter dem Namen „Europäischer Schutzwall“.

Die prowestliche Führung in Kiew wirft Moskau vor, illegal Waffen und Kämpfer für die prorussischen Separatisten im Donbass über die Grenze zu schaffen. Deshalb will sie den Übertritt erschweren. Moskau weist die Vorwürfe zurück und bezeichnet die geplanten Befestigungen als „Provokation“. Auch westliche Politiker hatten Kritik an dem „Mauerbau zwischen Völkern“ geäußert.

Bis 2018 soll die insgesamt rund 2200 Kilometer lange Grenze zwischen der Ukraine und Russland mit einem zusammenhängenden System technischer Anlagen ausgestattet werden. Künstliche Hindernisse, Wachtürme, Zäune und Gräben sollen den illegalen Grenzübertritt erschweren. Die Regierung berichtet zudem von elektronischen Steuerungssystemen, die noch mehr Sicherheit versprechen.

„Wir haben komplett umgedacht, die elektronische Sicherung ist zehnmal effektiver und erlaubt eine Kontrolle der gesamten Grenze“, sagt Ministerpräsident Jazenjuk bei seinem Baustellenbesuch in der nordukrainischen Region Tschernigiw. In diesem Jahr haben die Bauarbeiten in drei weiteren Regionen, in Sumy, Charkiw und Lugansk begonnen, berichtet die Tageszeitung „Segodna“. Die ukrainischen Medien heben hervor, dass vor allem einheimische Firmen mit dem Bau der Grenzschutzanlagen beauftragt wurden.

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38 Kommentare zu "Umstrittener Bau in der Ukraine: Ein 2200-Kilometer-Wall gegen Russland "

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • @ Herr Alexander Knoll

    >> >> Und verlangen Sie das nicht auch von den Zuwanderern die in Deutschland die Staatsbürgerschaft wollen? >>

    Damit Sie Ihren Äpfel und Birnenvergleich auch verstehen, hier eine kurze Erläuterung :

    die Menschen, die nach Deutschland einwandern oder schlicht nach Deutschland kommen, sind erst mal in Besitz einer ANDEREN Staatsangehörigkeit.

    Die sich in Lettland befindlichen Russen ( oder auch andere Nationalitäten der früheren UdSSR ) sind STAATENLOS !

    Es sind Bürger Lettlands, die nach dem Zusammenbruch der UdSSR keine Staatsangehörigkeit mehr besitzen.

    Und diese Menschen sind nach Leztttland in der damaligen UdSSR geschickt worden, um das Land zu industrialisieren. Man hat Betriebe aufgebaut ,

    wie VEF ( Unterhaltungselektronik , ganz UdSSR beliefert ),

    RAF ( Kleinbus- Produzent, der die ganze UdSSR mit Kleintransportern für Polizei, Krankenhäuser, Kleinbusse, etc. ) beliefert hat,

    Lock - und Waggonbaufabrik ( auch UdSSR weite Produktion ),

    Einige Zuckerfabriken, Baustoffhersteller, etc. !

    Diese Betriebe sind in der EUtopia über den Jordan gegangen ( Pleite, bzw. liquidiert ) .

    Die Menschen sind aber geblieben, und man hat diese zu Bürgern ZWEITER Klasse deklariert.

    Das sind die hochgepriesenen Werte der EU !

    Scheiß-Verein !



  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

  • Es ist traurig, dass hier im Habdelsblatt der Wechselkurs nicht mal nach aktuellen Gegebenheiten breücksichtigt wurde sondern mit Hilfe von Übertreibungen Stimmung gemacht wird.
    Nichts desto trotz wird auch diese Regierung zeigen, dass über kurz oder lang die fehlende Lebensfahigkeit der Ukraine bewiesen wird.

  • Ich denke auch, die Ukraine und die EU bauen eine Mauer damit die eigenen Bürger nicht abhauen. Bürger ist natürlich falsch, Leibeigene man die Leute.

  • Ihre Geographiekenntnisse sind, gelinde gesagt, etwas unzureichend. Natürlich gehört die Ukraine zu Europa, sogar halb Russland (bis zum Ural) gehört dazu.

  • Man kann es eigentlich auch ganz kurz und knapp sagen:
    Seit Merkel ist in Euopa nichts mehr wie es mal war.
    Und noch immer wacht die Presse nicht auf.
    Dabei betrifft es sie doch letztendlich auch, denn auch sie haben Kinder oder Enkelkinder

  • Da Sie ja so gerne über die Lügenpresse schimpfen, sollten Sie bei Ihren Angaben besonders wahrheitsliebend sein. So wie Sie das geschildert haben stimmt es nicht. Es sind in der Tat etwa 280 Tausend Einwohner russischer, ukrainischer und weissrussischer Abstammung, die als Nichtbürger eingestuft sind. Das bedeutet, dass Sie nicht wählen oder gewählt werden können, aber natürlich können sie reisen (wenn auch nur mit Visum).
    Unabhängig davon, können sich alle Nichtbürger einbürgern lassen, wenn Sie einen Nachweis über Kenntnisse der Lettischen Sprache erbringen und ein entsprechendes Einbürgerungsverfahren über sich ergehen lassen. Und verlangen Sie das nicht auch von den Zuwanderern die in Deutschland die Staatsbürgerschaft wollen? Also, Vorsicht mit Lügenpresse und tendenziösen Kommentaren. Die können nach hinten losgehen.

  • Und das Geld für diese Spinnerei hat die Ukraine sicher vo der EU und von Merkel, oder?
    Es wird Zeit, dass diese Brüssel-EU aufgelöst wird

  • Schön wäre es wenn sich Frau Merkel der Demokratie verpflichtet fühlen würde
    -
    Aber für Frau Merkel ist die Demokratie ein Exportartikel den sie den Chinesen andrehen will, aber sie selber fürchtet DIESE DEMOKRATIE wie der Teufel das Weihwasser,
    wer anderer Meinung als Frau Merkel ist....alternativlos; Rasenmäher !!!
    -
    Und so verheizt Frau Merlel alternativlos die völlig wehrlose Ukraine.

  • Ach ja, die "mächtigste Frau der Welt", die selbst dann in Washington um Erlaubnis fragen muss, wenn sie einfach nur deutsche Gesetze einhalten soll (das deutsche Parlament informieren und sich somit grundgesetzkonform verhalten).

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