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Umstrittener Prediger Trump sagt laut Türkei Auslieferung von Gülen zu

US-Präsident Trump hat dem türkischen Außenminister Cavusoglu zufolge erklärt, die USA arbeiteten an der Überstellung des Predigers. Die Türkei macht Gülen für den Putsch von 2016 verantwortlich.
Update: 16.12.2018 - 14:30 Uhr Kommentieren

Türkischer Außenminister: „Trump arbeitet an Gülens Auslieferung“

DohaUS-Präsident Donald Trump hat der Türkei nach Angaben der Regierung in Ankara die Auslieferung des Predigers Fethullah Gülen zugesagt. Trump habe gegenüber seinem türkischen Kollegen Tayyip Erdogan bei einer Begegnung am Rande des G20-Gipfels in Argentinien erklärt, die USA arbeiteten an der Überstellung Gülens und weiterer Personen, sagte der türkische Außenminister Mevlüt Cavusoglu am Sonntag in Doha.

„In Argentinien hat Trump Erdogan gesagt, sie arbeiteten daran, Gülen und andere auszuliefern“, erklärte Cavusoglu. „Aber wir müssen konkrete Schritte sehen.“ Erdogan macht den im US-Exil lebenden Gülen für den Putschversuch im Juli 2016 verantwortlich und bemüht sich seit langem um dessen Auslieferung aus den USA.

Gülen lebt im US-Bundesstaat Pennsylvania. Das Thema ist ein zentraler Konflikt zwischen den USA und der Türkei. Vergangene Woche kündigte Erdogan an, er werde einen neuen Anlauf starten, um die Finanzströme der Gülen-Bewegung im Ausland abzuschneiden.

Gerüchte über eine mögliche Auslieferung des Predigers waren bereits Mitte November aufgetaucht. US-Medien hatten damals berichtet, dass das Weiße Haus bei verschiedenen Behörden Erkundigungen über rechtliche Möglichkeiten eingezogen habe, Gülen außer Landes zu bekommen. Eine Sprecherin des US-Außenministeriums hatte dies damals dementiert.

Seit dem Putschversuch von 2016 greift die türkische Regierung gegen angebliche Mitglieder der Gülen-Bewegung hart durch. Nach offiziellen Zahlen von Mitte November wurden seit 2016 wegen angeblicher Verbindungen zu den Putschisten rund 218.000 Menschen festgenommen.

16.684 der Betroffenen wurden demnach verurteilt. 14.750 befanden sich weiterhin in Untersuchungshaft. Mehr als 140.000 Menschen wurden aus dem Staatsdienst entlassen. Die international scharf kritisierten Maßnahmen treffen auch Akademiker, Menschenrechtler und Journalisten.

Die Türkei wirft auch Deutschland vor, nicht hart genug gegen Anhänger der Gülen-Bewegung vorzugehen. Deutschland sei weit davon entfernt, den türkischen Forderungen zu entsprechen, kritisierte Cavusoglu Mitte November. Erdogan hatte im September von Deutschland die Auslieferung von Hunderten Anhängern der Gülen-Bewegung gefordert. Im Gegensatz zur kurdischen Arbeiterpartei PKK ist die Gülen-Bewegung in Deutschland nicht verboten.

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  • rtr
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