Umstrittenes Buch über Trump Rekord-Verkäufe von „Fire and Fury“

Das Enthüllungsbuch über Donald Trumps Präsidentschaft hat sich mehr als 1,7 Millionen Mal verkauft. Es erschien vor knapp drei Wochen. Darüber kann sich der deutsche Verlag, die Holtzbrinck Publishing Group freuen.
Update: 24.01.2018 - 21:15 Uhr Kommentieren
Das Buch erschien vor knapp drei Wochen und steht in vielen Bestsellerlisten auf Rang eins. Quelle: Reuters
„Fire and Fury“

Das Buch erschien vor knapp drei Wochen und steht in vielen Bestsellerlisten auf Rang eins.

(Foto: Reuters)

New YorkDas Buch „Fire and Fury“ über das erste Jahr der Präsidentschaft von Donald Trump ist auf dem Weg zu einem der erfolgreichsten Sachbücher der vergangenen Jahre. Mehr als 1,7 Millionen Mal hat sich der Titel von Autor Michael Wolff bereits verkauft, erklärte der Verlag Henry Holt & Co. am Mittwoch gegenüber der Associated Press. Dazu zählen die gebundenen Ausgaben, elektronische Bücher und Audiobücher.

Vor drei Wochen ist das Buch zum ersten Mal erschienen. Donald Trump hatte versucht, die Veröffentlichung im letzten Moment durch seine Anwälte zu stoppen. Doch das hat das Interesse an dem Insider-Werk noch weiter angestachelt.

Was den US-Präsidenten ärgert, erfreut den deutschen Verleger Stefan von Holtzbrinck. Denn der steckt über Mac-Millan, der US-Tochter der Holtzbrinck Publishing Group hinter dem Henry Holt Verlag. Als Trump mit den Anwälten drohte, zog der Verlag die Veröffentlichung kurzerhand um ein paar Tage vor, sodass der Präsident vor vollendeten Tatsachen stand.
In einem Interview mit der „Süddeutschen Zeitung“ hatte Stefan von Holtzbrinck gesagt, dass es nie Zweifel an der Veröffentlichung gegeben habe. Er persönlich sei in die Verhandlungen mit Wolff früh eingebunden gewesen. Der Grund: Der Vorschuss für den Autor war so hoch, dass er von Stuttgart abgesegnet werden musste. Doch das habe sich gelohnt: „Das Buch wird die Vorauszahlungen sicherlich mehr als einspielen“, sagte der Verleger.

Auch der Chef des US-Verlags MacMillan, John Sargant, betonte, dass es nie Zweifel an der Veröffentlichung des Buches gegeben habe. „Unser Recht zu veröffentlichen ist von der Verfassung geschützt“, sagte Sargent gegenüber dem Handelsblatt.
An seine Mitarbeiter hatte er eine flammende E-Mail geschrieben: „Dem Präsidenten steht es frei, Nachrichten ‚fake‘ zu nennen und die Medien zu schelten“, schrieb er. „Das geht gegen die Gepflogenheiten, aber es ist nicht verfassungswidrig.“ Aber die Veröffentlichung per Gericht verbieten zu lassen, „das ist etwas, was kein amerikanisches Gericht anordnen wird, weil es offensichtlich verfassungswidrig ist“. Der Verlag werde sich nicht einschüchtern lassen.
Es ist sehr selten, dass sich Sachbücher so schnell eine Million Mal verkaufen. In den vergangenen Jahren etwa „Mein Leben“ von Expräsident Bill Clinton geschafft und „Going Rogue“ von der republikanischen Politikerin Sarah Palin. Bei den Romanen bleibt der letzte Band der „Harry Potter“-Reihe ein Rekord: Er wurden in den USA innerhalb der ersten 24 Stunden mehr als acht Millionen Mal verkauft.

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